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Region Cham
Mittwoch, 19. September 2018 26° 1

Vortrag

Kräuter als Helfer gegen Alltagsleiden

Kreisfachberaterin Renate Mühlbauer hielt bei der Jahresversammlug des OGV Irlach einen Vortrag über Heilkräfte in Kräutern.

Erich Dirscherl und Stefanie Rückerl überreichten ein Präsent an Renate Mühlbauer (Mitte). Foto: wad
Erich Dirscherl und Stefanie Rückerl überreichten ein Präsent an Renate Mühlbauer (Mitte). Foto: wad

Tiefenbach.Zur Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Irlach im Gasthaus „Zum Nussbaum“ begrüßte Vorsitzender Erich Dirscherl die Mitglieder sowie Kreisfachberaterin Renate Mühlbauer vom Landratsamt Cham. Er berichtete von vier neuen Mitgliedern, nämlich Martin und Johannes Bücherl, Katrin Sieber und Ludwig Pregler.

Schriftführerin Angelika Hunger blickte auf ein reges Vereinsjahr zurück. Am Ostermontag wurde etwa für die Kinder eine Osternestsuche veranstaltet. Die Außenanlagen des Gerätehauses wurden gepflegt und der Kirchplatz gesäubert. Die OGV-Vereinsfeste von Muschenried und Hannesried sowie das Backofenfest in Haag wurden besucht. Die erworbenen „Freiwillig 30 Spielende Kinder“-Schilder wurden an den Nebenstraßen aufgestellt. Auch die überörtlichen Versammlungen wurden besucht. Vorsitzender Erich Dirscherl dankte allen, die im vergangenen Jahr wieder tatkräftig mitgeholfen haben. Cindy Albang trug einen detaillierten Kassenbericht vor. Die beiden Kassenprüfer Josef Fischer und Hildegard Bücherl bescheinigten der Schatzmeisterin eine vorbildliche Führung der OGV-Kasse und es erfolgte einstimmige Entlastung.

Vorsitzender Erich Dirscherl lud zur Osternestsuche für Kinder am Ostermontag um 14 Uhr ein. Das FFW-Fest in Haag wird am 21. Mai besucht, das FFW-Fest in Altenschneeberg am 13. August. Die eigene Fischparty findet am 29. Juli statt. Kreisfachberaterin Renate Mühlbauer sprach der Vorstandschaft und den Mitgliedern Dank für die ehrenamtliche Arbeit aus. Sie lud zum Sträucherschnittkurs am 7. April in Heinrichskirchen und zum Obstbaumschnittkurs am 14. April in Schönthal ein.

Anschließend hielt sie einen Vortrag über „Heil- und Gewürzpflanzen“. Kräuter gewinnen in der heutigen Zeit, in der großer Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt wird, wieder mehr an Interesse. Bereits seit dem Altertum bildeten Kräuter beliebte und unverzichtbare Würzmittel. Viele der Kräuter können auch gleichzeitig helfen, kleine Alltagsleiden mit den Heilkräften der Natur zu lindern. Richtiges Würzen fördert die Verdauung und das Wohlbefinden. Viele der Gewürzkräuter können aber auch bei der Zubereitung heilsamer Kräutertees Verwendung finden. So sind Melisse, Salbei und Thymian nicht nur eine würzige Salatbeigabe, sondern Salbei- und Thymiantee wirken entzündungshemmend und werden besonders bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum mit großem Erfolg verwendet. „Heil- und Gewürzkräuter gehören in jeden Garten“, machte die Referentin deutlich. Blühender Lavendel, Boretsch, Dill, Kamille, Salbei Thymian und Ysop bilden einen anspruchslosen und ausgesprochen hübschen Blumenschmuck. Die Blüten bieten auch heimischen Tieren wie Bienen, Hummeln und vielen anderen Insekten lebenswichtige Nahrung. Heil- und Gewürzkräuter wie Pfefferminze, Schnittlauch und Petersilie sind bekannt. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Pflanzen, etwa Alant, Eberraute, Weinraute, Beifuß, Rainfarn, Spitzwegerich und Pimpinelle, deren Bedeutung auch im Hausgarten wiederentdeckt werden sollte. „Heimische Kräuter wie Schafgarbe, Wegwarte, Arnika und andere gehören als unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden und artenreichen Umwelt zur Natur und Landschaft“, betonte sie. (wad)

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