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Politik

Kreis-SPD zeigt sich selbstbewusst

Landratskandidat Sebastian Meier schwor die Genossen auf den Endspurt ein. Auch Bürgermeisterkandidaten kamen zu Wort.
Von Andreas May

  • Geschlossen in den Wahlkampfabschluss: Landratskandidat Sebastian Meier (links), Renate Hecht (Bürgermeisterkandidatin Roding), Manfred Ruhland (Bürgermeisterkandidat Waldmünchen), Claudia Zimmermann (Bürgermeisterkandidatin Cham), vorne: Waltraud Oberberger (Bürgermeisterkandidatin Blaibach), MdL Marianne Schieder, Kreisvorsitzender Franz Kopp Foto: Andreas May
  • Hielt seine Rede zum Wahlkampfabschluss inhalts- und gestenreich: Landratskandidat Sebastian Meier Foto: Andreas May

Cham.Eine Woche vor den Kommunalwahlen traf sich der Kreisverband Cham der SPD im Hotel am Regenbogen zum Wahlkampfabschluss. Dass die Genossen großes Interesse daran haben, kurz vor den Wahlen nochmal alle Kräfte zu mobilisieren, zeigte die große Beteiligung an diesem Sonntagvormittag. Kreisvorsitzender Franz Kopp bedankte sich zur Begrüßung bei allen für den großen Einsatz der vergangenen Wochen. Kopp sieht die Kommunalwahlen als entscheidend an, auch wie es mit der SPD vor Ort weiter geht. Die Stimmung sei positiv, so Kopp. Gerade im Landkreis Cham könne man stolz und brauche sich nicht zu verstecken, sagte der Kreisvorsitzende.

Auch MdL Marianne Schieder ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort an die Anwesenden zu richten. Den Weltfrauentag griff sie auf, um auf noch größeres Engagement bei der Gleichberechtigung hinzuweisen. Sie leitete über zum Hauptredner des Tages, Landratskandidat Sebastian Meier. Entgegen einiger Stimmen sei die SPD im Landkreis im Aufschwung, nicht etwa auf dem absteigenden Ast, brachte Meier die gute Stimmung im Kreisverband näher. Er kritisierte zu Beginn die CSU und aus seiner Sicht nicht nachvollziehbare Argumentation die Krankenhauspolitik der letzten Jahre im Landkreis Cham als Erfolg zu werten.

Die Notfallversorgung in Roding müsse gesichert werden und betriebsbedingte Kündigungen vom SANA-Konzern in Zukunft ausgeschlossen werden, fordert Meier. Sein nächstes Thema war der Niedriglohnsektor, der im Landkreis viel zu ausgeprägt sei. Die SPD möchte hier mit Betriebsräten und starken Gewerkschaften entgegenwirken. Unternehmen sollen nur dann Aufträge erhalten, wenn ihre Mitarbeiter Tariflohn erhalten. Sachgrundlose Befristungen im öffentlichen Dienst sollen von der Bildfläche verschwinden

Rück- und Ausblick

    Durch die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft möchte Meier den Problemen im Bereich Wohnen entgegenwirken. Profiteure von neu geschaffenen Wohnungen durch die Übernahme der Kommunen sollen vor allem junge Familien, Senioren und Geringverdiener sein. Bei der Barrierefreiheit müsse es stärkere Kontrollen geben, gerade wenn es um die Umsetzung von 30 Prozent neu geschaffenen Wohnraums geht. Sebastian Meier ging auf die Notwendigkeit der Weitentwicklung in der Pflege ein. Gefordert wird die Förderung und Schaffung kommunaler Pflegeeinrichtungen, die bessere Förderung von Seniorenwohngemeinschaften sowie von generationsübergreifenden Wohnformen.

    „Wir brauche nicht nur ein dichteres und besseres ÖPNV-Netz, sondern auch sozial ausgestaltete Ticketpreise“, so Meier in Richtung ÖPNV-Diskussion. Extrem wichtig sei auch der Breitbandausbau, wo mehr Planungskapazität und Ressourcen ein erster Schritt seien. Abschließend riss er den Bildungssektor an, für Cham sei der Ausbau des Technologie Campus ein wesentlicher Meilenstein, generell solle in die Schulinfrastruktur investiert werden und die Verbesserung der technischen Ausstattung in den Mittelpunkt rücken. Nach einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück kamen fünf Bürgermeisterkandidaten der SPD zu Wort. Den Anfang machte Franz Kopp für Runding, gefolgt von Claudia Zimmermann für Cham und Waltraud Oberberger für Blaibach. Viele Ideen hat auch Renate Hecht aus Roding und auch Manfred Ruhland aus Waldmünchen zeigte seinen roten Schal selbstbewusst.

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