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ZELL

Kreisfachberaterin plädiert für den Sommerschnitt

Herrliches Wetter erfreute die Teilnehmer am Samstagmorgen, als der Obst- und Gartenbauverein Zell

Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer (Mitte) zeigte den Teilnehmern im Obstgarten von Maria Schrödl die praktische Umsetzung. Foto: rsu
Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer (Mitte) zeigte den Teilnehmern im Obstgarten von Maria Schrödl die praktische Umsetzung. Foto: rsu

ZELL.zum Obstbaumschnittkurs eingeladen hatte. Den Kurs leitete Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer vom Landratsamt Cham. Sie plädierte für den Sommerschnitt bei den Obstbäumen – und zeigte auch die Vor- und Nachteile auf.

Die Schnittregeln des Winterschnitts gelten auch im Sommer, das heißt, oben kurz und unten lang, Licht und Luft hineinschneiden, die Schnittmaßnahmen immer von oben nach unten und von außen nach innen. Wichtig sei auch der Erhalt des stammnahen Fruchtholzes, keine großen Wunden an Stamm und Ästen schneiden und auch nicht kahl schneiden. Das war die Theorie, die sie im Gasthaus Fuchs in Zell vermittelte.

Deutschländer beleuchtete die Vorteile des Sommerschnitts – wie den schnellen Wundschluss, die bessere Abschottung gegen Pilze, die Hemmung des Triebwachstums auch im Spitzenbereich bis hin zur Förderung der Fruchtqualität oder der Fruchtbarkeit. Es gebe auch keinen Ärger mit Wasserschossern oder dem Erziehen kleinerer Kronen. Als Nachteil des Sommerschnitts gibt es weiniger Überblick im Baum, in dem das Astgerüst kaum erkennbar ist. Der Sommerschnitt erfolge im belaubten Zustand. Auch hierzu zeigte sie die Vorteile auf: Zum Beispiel, wenn der Winterschnitt pflanzenschädigend ist. Nachdem sich Kirche, Nuss, Pfirsich, Pflaume und Aprikose schnell erschöpfen, soll diese vorbeugende Maßnahme durchgeführt werden. Der Sommerschnitt fördert Fruchtbarkeit und den Blütenansatz und wird im Juli und August durchgeführt, wenn das Triebwachstum abgeschlossen ist. Der Effekt verstärkt sich, je stärker geschnitten wird. Der Zeitplan des Sommerschnitts wurde nicht ausgespart, ebenso wenig die Schnitte und Eingriffe, aber auch Pflanzung eines Obstbaumes, der Aufbau eines Obstbaumes, die Triebe und Knospenarten. Nach der Theorie folgte die Praxis auf dem Anwesen Maria Schrödl in Zell. Zunächst stellte Deutschländer die Utensilien vor, bevor es an die Arbeit ging. (rsu)

Natur

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