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Kreistag spricht sich für Sana-Kooperation aus

Von 60 stimmberechtigten Politikern votierten in der Krankenhausfrage nur sieben gegen die Grundsatzentscheidung.
Von Johannes Schiedermeier

Der Kreistag hat eine erste wichtige Entscheidung getroffen, doch das Thema „Krankenhäuser“ (hier die Klinik in Cham) wird noch eine ganze Zeit lang eine offene Baustelle bleiben.

Landkreis. Der Kreistag hat sich am Freitag eindeutig für eine Kooperation der Kreiskrankenhäuser mit den Sana-Kliniken ausgesprochen. Von 60 stimmberechtigten Kreisräten votierten lediglich sieben aus dem Bereich Roding gegen die Grundsatzentscheidung. Aber selbst von ihnen hatten einige angedeutet, dass sie nach der Aufnahme der Präsizierungen in den notariellen Vertrag am 11. Januar endgültig zustimmen werden. Unter ihnen war auch der Rodinger Bürgermeister Franz Reichold.

Der Kreistag hat damit folgenden Beschlussvorschlag akzeptiert: „1. Der Kreistag stimmt der Annahme des notariellen Angebots der Sana AG auf Erwerb eines Geschäftsanteils von 74,9 Prozent an den Kliniken des Landkreises Cham im Grundsatz zu.

2. Vor der notariellen Annahme des präsentierten Angebotes der Sana AG müssen folgende Punkte unbedingt Berücksichtigung finden:

Bei Roding: Intensivmedizin mit bis zu vier Betten für Dialyse und Orthopädie/Chirurgie; Innere Medizin bis zu 35 Betten mit ausreichender Diagnostik im Rahmen der Grundversorgung; Elektive Chirurgie zumindest bis zum Ausscheiden von Dr. Pamler bei gleichzeitigem Bemühen um eine darüber hinausreichende Aufrechterhaltung; Hals-Nasen-Ohren-Abteilung nach Bedarfsplanung, D-Arzt-Verfahren.

Bei Bad Kötzting: Innere Medizin bis zu 50 Betten mit ausreichender Diagnostik im Rahmen der Grundversorgung; Palliativmedizin im Beobachtungsstatus; D-Arzt-Verfahren.

3. Das präzisierte medizinische Konzept ist dem Kreistag in der nächsten Sitzung am 1. Januar zur Beschlussfassung vorzulegen.“

Landrat Franz Löffler erläuterte dazu, dass sich damit am 11.Januar ein endgültiger Beschluss fassen lasse und er davon ausgehe, dass nach Einbringung der Präzisierungen es in dieser Sitzung nicht mehr nötig sein werde, über die Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens zu debattieren. Vorangegangen war eine teils emotionale Debatte, in der zum Beispiel Kreisrat Alfred Wittmann aus Roding als Sprecher des Bürgerbegehrens noch einmal die Zielsetzungen formulierte.

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