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Christmette

Krippen erzählen von Gott

Stadtpfarrer Häupl erinnert an die Bedeutung von Weihnachtskrippen und ihren Ursprung beim heiligen Franziskus.

  • Die Krippenlegung des Kindes wurde durch Stadtpfarrer Häupl symbolisiert. Foto: Lipp
  • Stadtpfarrer Wolfgang Häupl, Diakon Alfons Eiber und die Ministranten bei der Christmette Foto: Lipp

Waldmünchen.Mit einem Festgottesdienst feierten die Gläubigen am Dienstagabend in der festlich beleuchteten Pfarrkirche St. Stephan die Geburt Jesu Christi. Der Chor stimmte zuvor in der dunklen Pfarrkirche auf dieses Fest ein. Stadtpfarrer Wolfgang Häupl und Diakon Alfons Eiber feierten die Geburt Jesu im Gottesdienst. Vor Beginn des Gottesdienstes wurde die Krippenlegung des Kindes durch Stadtpfarrer Häupl symbolisiert. Alfred Zitzlperger sang – wie alljährlich – das römische Martyrologium. Der Kirchenchor begleitete den Festgottesdienst.

Diakon Alfons Eiber sang das Evangelium und Stadtpfarrer Wolfgang Häupl hielt die Festpredigt. In dieser ging der Geistliche auf die Entstehung der Krippen ein, die in besonderer Weise an das größte Geschehen erinnern, das Gott uns je machen konnte. Was heute mit Fotoapparat und Technik für die Zeit nach einem Ereignis dokumentiert wird, gab es in der Zeit der Geburt Christi nicht.

„Der Aufbau der Krippe in den Wohnungen hilft uns, die Geschichte, die sich in Bethlehem vor gut 2000 Jahren zugetragen hat, neu zu erleben. Der Ursprung der Krippe, wie wir sie kennen, geht auf den Hl. Franziskus zurück, der in einer Höhle erstmals diese Krippe darstellen ließ. Er wollte das Gedächtnis an jenes Kind begehen, das in Bethlehem geboren wurde und die bittere Not, die Jesus als kleines Kind erleiden musste, so greifbar wie möglich darstellen lassen.

Dieser Wunsch erfüllte sich am 25. Dezember, an dem die Frauen und Männer aus den umliegenden Höfen mit Fackeln den Ort erleuchteten, er die Krippe mit dem Heu, dem Ochsen und dem Esel vorfand. Nicht Figuren, sondern die Menschen dort stellten die Krippenszene dar. Wie überliefert wurde, kehrte an diesem Weihnachtsfest 1223 jeder in seliger Freude nach Hause zurück.

Jede Krippe, so verschieden sie auch sind, lasse uns erleben, was Gott für uns Großes getan hat. Er schenkt sich selbst, in dem Jesus ein Mensch wird. Jesus ist das große Licht, er zeigt uns den Weg durchs Leben. Wer sein Licht auf sich aufnimmt, der wird selbst zu einem leuchtenden Stern, der anderen Licht, Hoffnung und Freude schenken kann.

Gott will uns klar machen, den Weg des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen zu gehen, er will, dass wir uns mutig den Herausforderungen des Lebens stellen. Er lässt uns die Freiheit, aber er verspricht uns, immer für uns da zu sein. So wird auch deutlich, dass die Menschwerdung Gottes nicht etwas Fernes oder Vergangenes ist, sondern jeden von uns betrifft. Die Freude über dieses Geschenk, dass Gottes Sohn Mensch geworden ist, verkündete der Engel den Hirten.

„Brechen auch wir auf und schauen wir in unseren Krippen dieses großes Ereignis an,“ sagte der Pfarrer. Gott sei auch für uns in dem Kind in der Krippe Mensch geworden. Das ist das große Geschenk, das Gott auch heute wieder neu schenken will.

Mit dem Lied „Stille Nacht, heilige Nacht…“ in der abgedunkelten Kirche ging der Festgottesdienst zu Ende.

Am Kirchenausgang konnten sich die Gläubigen mit Kletzenbrot aus den Körben der beiden Geistlichen und der Ministranten bedienen. (wpp)

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