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Kritik an Akustik im Rodinger Stadtrat

Bürger klagen über die Hörbarkeit der Wortbeiträge im Haus Ostmark – obwohl die Technik dort erst verbessert wurde.

Nicht nur die Zuhörer hatten bei der Sitzung akustische Probleme, meint Georg Hecht.
Nicht nur die Zuhörer hatten bei der Sitzung akustische Probleme, meint Georg Hecht. Foto: Bastian Schreiner

Roding.In einem Leserbrief kritisiert der Rodinger Georg Hecht die akustischen Probleme bei der jüngsten Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag in der Stadthalle/Haus Ostmark. Er schreibt: „Als Rodinger Bürger wollte ich mir wieder einmal eine Stadtratsitzung mit ,dem neuen Personal‘ anhören. Ich war pünktlich da, suchte mir den günstigsten Platz aus und dachte: ,Super, da sind ja Mikrofone aufgebaut, da bekomme ich alles mit‘. Und als Pächterin Kathrin Schegerer die Mikrofone noch testete, meinte ich, jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen, da ich mit über 70 Jahren nicht mehr so ,fein höre‘.

Denkste! Kaum die Hälfte der gesprochenen Worte drang an mein Ohr. Klar, bei dem großen ,Corona-Abstand‘, dachte ich. Als Neu-Stadtrat Kerscher bei der Rede der Bürgermeisterin anscheinend auch akustische Probleme hatte, forderte er, ihr ein Mikrofon von den drei Standmikrofonen zu geben. Kurzfristig war es besser, dann wieder Sendepause. Keiner der Damen und Herren Stadträte, die einen Wortbeitrag in der Sitzung brachten, ging an die bereitgestellten Mikrofone. Dabei standen sie wie im Bundestag fast neben dem Sitzplatz des Redners. Klar, sicher lag ein harter Arbeitstag hinter den Räten, und da bleibt man beim Redebeitrag lieber sitzen, als das Mikrofon zu nutzen. Schade, so habe ich die Anfragen und Beiträge erst am Samstag aus der Zeitung gelesen, sofern die Herren Pressevertreter einen ,besseren Empfang‘ hatten !?“

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Bürgermeisterin verspricht Lösung

Hecht weiter: „Ich bin der Meinung, auch bei einigen Damen und Herren Stadträten kam das Gesprochene nicht immer an, denn einige hielten zur Verstärkung die Hand ans Ohr. Mit mir waren noch drei weitere jüngere Zuhörer mit im Saal und – ich fragte sie beim Ausgang: ,Habt ihr alles verstanden?‘ Die Antwort: ,Alles ned‘. Falls es nochmal eine Stadtratssitzung in der Stadthalle gibt, werde ich wieder als Zuhörer dort sein und lasse mich überraschen! Die technische Ausstattung unserer Stadthalle wurde doch verbessert und müsste eigentlich mehr ,hergeben‘! Ich freue mich auf die Wiederholung!“

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Mit der Kritik konfrontiert erklärt Bürgermeisterin Alexandra Riedl im Gespräch mit dem Bayerwald-Echo: „Wir werden versuchen, das Problem zu lösen!“ Die Sitzung am Donnerstag, 23. Juli, werde auf jeden Fall nochmal in der Stadthalle abgehalten, weil im Sitzungssaal des Rathauses die coronabedingten Abstände nicht eingehalten werden könnten. Sie freue sich über das Interesse der Bürger. Es sei dann natürlich schade, wenn die Wortbeiträge teilweise unverständlich seien. „Wir werden reagieren und das in den Griff bekommen“, verspricht Riedl.

Anlage habe keine Probleme

Sie werde vor der nächsten Sitzung die Stadträte auch nochmal eindringlich bitten, aufzustehen und die Mikros in den Gängen zu nutzen. Auch die Amtsleiter, die neben ihr sitzen, sollen künftig Mikrofone erhalten. „Herumreichen dürfen wir diese aus Hygiene-Gründen ja nicht“, sagt die Bürgermeisterin. Es könne sein, dass ihr Mikro bei der jüngsten Sitzung vielleicht zu leise eingestellt war. Technische Probleme mit der Anlage gebe es nicht – das hätten andere Veranstaltungen in der Vergangenheit gezeigt. (bs)

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