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Kritik an Bank-Schließung

Der Rimbacher Gemeinderat ist sauer, dass die Sparkasse die Filiale im Dorf schließt. Zudem beriet er über Bauanträge.
Siegfried Volkner

Der neue Rimbacher Gemeinderat bei seiner ersten Sitzung Foto: Siegfried Volkner
Der neue Rimbacher Gemeinderat bei seiner ersten Sitzung Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Bei der ersten Sitzung des Gemeinderates ging es nicht nur um Formalien, auch Bauanträge lagen bereits auf dem Tisch. Der Antrag auf Neubau eines Seminar- und Praxisgebäudes für Yoga und Physiotherapie in Holzständerbauweise im Rimbacher Fasanenweg stand ein weiteres Mal auf der Tagesordnung, weil für den Bau Abweichungen vom Bebauungsplan erforderlich wurden. Dazu erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen.

Zum Antrag auf Ersatzbau einer Garage und den Neubau eines Carports in der Kötztinger Straße in Thenried war noch abzuklären, ob dadurch nicht eine Sichtbehinderung bei der Einfahrt in die Kreisstraße entsteht. Dies ist nach Ansicht des Gemeinderates nicht der Fall und so wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Erneut auf der Tagesordnung stand der Antrag der ToL-Investmentgruppe aus Passau auf Nutzungsänderung einer Pension zum Wohnhaus mit acht Wohneinheiten in der Gartenstraße in Rimbach. Nach der ersten Planung waren neun Wohneinheiten vorgesehen. Da diese durch das Landratsamt nicht befürwortet wurde, erfolgte bei der neuen Planung die geforderte Reduzierung auf acht Wohneinheiten. Der Gemeinderat befürwortete den neuen Plan.

Sitzungsgeld wird nicht erhöht

Weiter musste der Gemeinderat noch einen Beschluss zur Höhe des Sitzungsgeldes, das zuletzt 25 Euro betrug, für die kommenden sechs Jahre fassen. Das Gremium stimmte geschlossen dem Vorschlag von Bürgermeister Heinz Niedermayer zu, das Sitzungsgeld bei derselben Höhe zu lassen. Dies soll zukünftig auch für die Sitzungen der Arbeitskreise gelten.

Dem Stich in ein Wespennest kam der Einwand von Gemeinderat Georg Mühlbauer gleich, als er die Schließung der Sparkassenfiliale in Rimbach ansprach und dies als eine Frechheit gegenüber den Bürgern bezeichnete. Denn dieser Meinung schlossen sich auch die weiteren Ratsmitglieder an. Die Corona-Krise habe nur als Vorwand gedient, die Schließung sei jedoch schon länger eine beschlossene Sache gewesen, deren Bekanntgabe aber wohl bewusst bis auf die Zeit nach den Kommunalwahlen hinausgezögert wurde, um nicht Stimmen zu verlieren – so die Ansicht der Räte.

Der neue Rat

  • Neuzugänge:

    Die fünf Mitglieder Michael Pongratz (CSU), Michael Kroner (FBR), Michael Traurig (FW) sowie Thomas Aschenbrenner und Christian Brandl (UWV) wurden vereidigt.

  • Vertreter:

    Der Gemeinderat hat zwei Bürgermeister-Stellvertreter gewählt. Zweiter Bürgermeister wurde Johann Kastl (FW), Dritter Bürgermeister wurde Christian Brandl (CSU).

Sie machten ihrem Ärger Luft und erhoben weitere Vorwürfe: Von Kundennähe sei hier nichts zu spüren. Offensichtlich würden nur noch Zahlen gelten. Vor allem die älteren Menschen auf dem Land blieben auf der Strecke. Besonders wütend machte die Rathausvertreter, dass auch Geldautomat und Auszugdrucker abgezogen werden sollen. Bürgermeister Niedermayer sagte zudem, dass auch die Vorgehensweise der Bekanntmachung nicht gerade die feine Art war, da er von der Schließung der Filiale am Morgen in der Zeitung erfuhr und erst gegen Mittag ein Anruf von der Geschäftsführung der Sparkasse kam. Auch wenn es offensichtlich eine beschlossene Sache sei, dass die Geschäftsstelle in Rimbach Ende August geschlossen werde, wolle man nach Lösungen suchen, so dass die Bevölkerung auch danach noch vor Ort die Möglichkeit hat, Bankgeschäfte zu tätigen.

Neue Rufbus-Route ist gestartet

Abschließend informierte Bürgermeister Heinz Niedermayer noch über die neu eingerichtete Rufbuslinie des Landkreises, die von Furth im Wald zum Hohenbogen führt. Für die Linie 913 sind Haltestellen im Gemeindebereich in Grafenried, Madersdorf und bei der Forstdiensthütte. Außerdem am Hohenbogen noch bei den Nato-Türmen, Abzweigung Berghaus und Abzweigung Schönblick. Der Rufbus verkehrt wochentags viermal und an Sonn- und Feiertagen fünfmal. Eine vorherige telefonische Anmeldung des Zusteigeortes und der Zusteigezeit ist erforderlich. (kvo)

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