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Auszeichnung

Kulturpreis für ein wildes Trio

Die drei Musikkabarettisten von „Da Huawa, da Meier und I" sind die diesjährigen Schauer-Preisträger des Landkreises Cham.
Von Antonia Schmidbauer

„Da Huawa, da Meier und I
„Da Huawa, da Meier und I" mit Jury-Sprecher Theo Zellner (li.) und Landrat Franz Löffler (re.) Fotos: csa

Schorndorf.In Anerkennung ihres herausragenden Beitrags „zu einer Kultur, die lachen macht“ und „zu einer Kultur, die miteinander macht“, wurde am Dienstagabend auf Burg Neuhaus an die Musikkabarettgruppe „Da Huawa, da Meier und I“ der Kulturpreis „Schauer 2018“ verliehen. „Mehr als 100 Live-Auftritte pro Jahr zeugen von gefragtsein, von Schwung, Witz und hintergründigem Humor“, so Theo Zellner als Sprecher der Jury.

Zwei Schauer-Preisträger unter sich: Toni Lauerer und Jürgen Kirner von der „Couplet-AG“.
Zwei Schauer-Preisträger unter sich: Toni Lauerer und Jürgen Kirner von der „Couplet-AG“.

Seit inzwischen 17 Jahren wird auf Burg Neuhaus unter der Patenschaft des Landkreises die Schauer-Auszeichnung vergeben. Wie Walter Reiser von der Laienbühne Schorndorf bei der Begrüßung betonte, „sind dies immer besondere Abende“. Mit dem Kulturpreis beabsichtige die Laienbühne Schorndorf einerseits an den verstorbenen Neuhauser Burgbesitzer, Förderer und Freund Vinzenz Schauer zu erinnern. Zum anderen sollen mit dem "Schauer" Personen, Gruppen oder Einrichtungen geehrt werden, die im kulturellen Bereich wirken.

Kulturpreis für Da Huawa, da Meier und I

Name passt zum Preis

Die Jury-Mitglieder sowie Kultusminister Bernd Sibler und Laienbühne-Vorsitzende Rita Reiser freuen sich mit „Da Huawa, da Meier und I“.
Die Jury-Mitglieder sowie Kultusminister Bernd Sibler und Laienbühne-Vorsitzende Rita Reiser freuen sich mit „Da Huawa, da Meier und I“.

Die Bezeichnung „Schauer" sei einfach, kurz sowie prägnant und verbindet mehrere Gedanken: Weitblick, nach vorne orientiert, aber immer im Einklang mit dem Althergebrachten. Der Name „Schauer" passe außerdem ganz ausgezeichnet sowohl zum Logo der Gemeinde Schorndorf („Immer in Bewegung“) als auch des Landkreises Cham („Beste Aussichten“). Glaskünstler Hubert Hödl gelingt es bei den Anfertigungen in hervorragender Art und Weise, die Gedanken des Schauer-Kulturpreises zum Ausdruck zu bringen. Kein „Schauer" ist wie der andere, jeder bleibt für sich ein Unikat. Zahlreichen Ehrengäste, angefangen von der Geistlichkeit und der Burgherrin Thekla Schauer bis hin zu MdL Bernd Sibler, bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, galt ein herzliches Willkommen. „Von Schorndorf gehen viele kulturelle Aktivitäten aus“, so 1. Bürgermeister Max Schmaderer sichtlich stolz.

Sibler begeistert von Neuhaus

Minister Bernd Sibler zeigte sich von der Örtlichkeit begeistert.
Minister Bernd Sibler zeigte sich von der Örtlichkeit begeistert.

Das Gemeindeoberhaupt verwies nicht nur auf die Laienbühne und das „Theater auf der Burg“, sondern auch auf die Schorndorfer Schauspieler bei den beliebten Chamer Stadtführungen. Statt von dem schönsten Arsch der Welt im Landkreis Cham sprach Schmaderer lieber „von Schorndorf am Nabel der Welt“, würden doch die Laienbühne und der Kulturpreis Schauer beste Imagewerbung betreiben. Wort gehalten hat Staatsminister Bernd Sibler und ist nach Neuhaus zum Schauer-Abend gekommen, worüber sich Laienbühne-Vorstand Säp Kiesl besonders freute. Staatsminister Bernd Sibler überreichte den Tourismus Award nochmals an die beiden Spielleiter Kurt Laumer und Rita Reiser. Bernd Sibler zeigte sich vom Ambiente auf Burg Neuhaus begeistert: „Ein toller Ort, da schlägt einem das Herz höher“.

Die Laudatio

  • Lob

    „Wir sind wieder einmal beim Musikkabarett gelandet“, begann Jury-Sprecher Theo Zellner. Christian Maier (da Huawa), Matthias Meier (da Meier) und Sepp Haslinger (I) würden unbestritten zum erfolgreichsten auf Bayerns und Österreichs Bühnen gehören. Nicht zu vergessen Siegi Mühlbauer, der nicht mehr dabei ist.

  • Textmacher

    Zellner bezeichnete sie als Vollblutmusiker, Komödianten, Wortakrobaten und Textmacher im besten Sinne des Wortes. Die Lieder würden mal mit viel „Gfui“ bestechen, seien mal kritisch, mal ernst, mal hintersinnig, mal urkomisch, „sie kombinieren bayerische Volksmusik mit Musikrichtungen aus aller Welt.“

  • Komik

    Musik als fetzige Begleitung von Komik und Humor, aber auch von Satire und Polemik bis hin zu gesellschaftskritischen Beiträgen. „Mir gefällt, wie sie den ewigen Meckerern die schlechte Laune abgewöhnen“, so Zellner. Natürlich hätten sie das schöne Bayernland im Blick, sie würden aber beim Singen durchaus mit Seitenhieben im Untergrund wühlen einer allzu oberflächlichen Idylle und Heimattümelei. (csa)

Matthias Meier von „Da Huawa, da Meier und I" schreibt einmal im Monat eine Kolumne für unser Medienhaus. Hier lesen Sie alle Teile.

Wunderbares Ambiente mit wunderbarem Wetter kombiniert
Wunderbares Ambiente mit wunderbarem Wetter kombiniert

Süffiges Bier, gutes Essen und lauter Leute, die gut drauf sind, „das macht Bayern aus, das macht die Oberpfalz aus, das macht den Landkreis Cham aus.“ Jury-Sprecher Theo Zellner dankte der Laienbühne Schorndorf für die Möglichkeit, seit nunmehr 2002 einen Kulturpreis auszuloben. Mit der „Burg“ verbinde man im Landkreis Cham die Burg in Neuhaus: „Ein Ort ungezwungener Unterhaltung, jenseits des Alltags, ein Stück kultureller Bereicherung der Region, ein Ort, wo Laienspieler das Ehrenamt beim Spiel und bei der Gastlichkeit auf die Spitze treiben“. Kultur in der Provinz sei nicht provinziell, sondern Laienspiel auf höchstem Niveau und in seiner Bedeutung gleichzusetzen mit den subventionierten Angeboten. (csa)

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