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Kommune

Ladestationen für E-Bikes werden gebaut

Der Stadtrat beschafft die technische Einrichtung über Cerchov plus. Die Parkmoral im Stadtkern soll verbessert werden.
Von Georg Sturm

Mehrere Fahrrädern können, wie auf dem Foto, gleichzeitig geladen werden. Foto: ewr
Mehrere Fahrrädern können, wie auf dem Foto, gleichzeitig geladen werden. Foto: ewr

Rötz.Die zum Teil bereits fertiggestellte Ortsdurchfahrtfahrt hat auch Auswirkungen auf den ruhenden Verkehr. Es läuft nicht so, wie wir es gerne hätten, räumte Bürgermeister Ludwig Reger in der Sitzung gegenüber den Stadträten ein. So habe er eine Diskussion über ein Parkplatzkonzept auf die Tagesordnung der Sitzung gesetzt. Das Ergebnis sollte ein Parkplatzkonzept für die Stadt Rötz sein.

Vonseiten der Verwaltung werde vorgeschlagen, für den Bereich der Ortsdurchfahrt, eventuell auch für den gesamten Altstadtbereich, eine einheitliche Parkzone mit einer festgelegten Höchstparkdauer festzusetzen. Die jeweils betroffenen Straßenanlieger könnten von der Regelung durch Ausstellung eines Parkausweises ausgenommen werden. Die sonstigen Dauerparker (vor allem Berufstätige) könnten derzeit auf den Parkplatz beim Fürstenkasten oder auf den Parkplatz bei der FreizeitWelle, später auf weitere geplante zentrumsnahe Parkplätze ausweichen.

Einig war sich das Gremium, dass das Parkplatzproblem gelöst werden müsse. So manchen sei nicht bewusst, dass für Behinderte ausgewiesene Parkplätze für diese auch freigehalten werden müssen. Elisabeth Seebauer appellierte an die Vernunft der Autofahrer und stellte dazu fest: Tagsüber will man mit dem Auto bis vors Geschäft fahren, abends geht es dann zum Lauftraining.

Tino Gmach hinterfragte, wie Kurzzeit-Parkzonen überwacht werden könnten. Dazu merkte Wolfgang Spieß an, dass von der Bevölkerung Befürchtungen geäußert würden, man könne private Überwacher einsetzen. Bei diesem Thema sah allerdings Bürgermeister Reger rot: „Die will ich nicht, außer das Gremium besteht darauf“. Doch da scheint man sich derzeit einig zu sein. Man will zunächst aufklären und mit dem städtebaulichen Berater Christian Schönberger und den Fachbehörden – Verkehrsbehörde im Landratsamt, Polizei, staatlichem Bauamt und Ordnungsamt der Stadt – ein Konzept erarbeiten und vorstellen. Sollte das nicht den erhofften Erfolg haben, müsse man weitere Schritte gehen.

E-Bike-Region erleben

Zur Verbesserung der Erkenn- und Erlebbarkeit der E-Bike-Region im Aktionsbündnis Cerchov plus/Hohenbogenwinkel stimmte das Gremium einer Kooperationsvereinbarung zwischen den zehn beteiligtem Kommunen zu. Dabei geht es innerhalb eines Gesamtkonzeptes um den Aufbau einer E-Bike-Ladeinfrastruktur, insgesamt 28 Ladestationen. Vier davon sind zunächst in Rötz geplant - beim Hallenbad, am Marktplatz, bei der Museumsschänke Salzfriedlhof in Hillstett sowie am Schwarzwihrberg. An jeder Ladesäule können drei bis vier Fahrräder geladen werden, wie Bürgermeister Reger informiert. Er verwies außerdem darauf, dass außerhalb dieses Konzeptes beim neuen Wasserkraftwerk am oberen Stauwehr des Eixendorfer Sees schon eine Ladestation im Betrieb ist.

Der Stadtrat war sich einig, sich sowohl operativ an der Projektumsetzung sowie mit einem kommunalen Eigenanteil von 9208 Euro zu beteiligen. Man werde sich außerdem zur Projektdurchführung bzw. Liquidität mit einer Umlage an den Gesamtkosten beteiligen, die die Stadt nach Auszahlung des Förderanteils wieder zurückerhält. Die Kosten für den Ladestrom werden von den Standortgemeinden übernommen. Stadtrat Albert Haimerl äußerte den Wunsch, eine dieser Ladesäulen im Bereich der Fahrradunterführung an der B 22 in seiner Heimatgemeinde Pillmersried aufzustellen. Laut Bürgermeister stehe bei Feststellung der Notwendigkeit einer Erweiterung nichts im Weg.

Logo für den Städtebau

Im weiteren Verlauf schlug in Vertretung des städtebaulichen Beraters Christian Schönberger dessen Bruder Korbinian vor, zur besseren Erkennbarkeit des Schriftverkehrs, der im Zuge der Städtebauförderung geführt wird, ein eigenes Logo zu verwenden, und entsprechende Vorschläge wurden vorgelegt. Auf Anregung von Frank Gazinski einigte man sich auf das bestehende Logo „Rötz“, das um das Wort „Straßenbau“ ergänzt wird.

Einhellige Zustimmung fanden der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet an der B 22 und damit einhergehend die erste Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes im Parallelverfahren. Es wurden die entsprechenden Satzungs- und Feststellungsbeschlüsse gefasst.

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