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Region Cham
Dienstag, 25. September 2018 13° 1

Einsatz

Lagerhalle voll Stroh stand in Flammen

Aus noch ungeklärter Ursache brach in Treffelstein in einer Traglufthalle neben einer Biogasanlage ein Feuer aus.
Von Georg Sturm

Beim Eintreffen der ersten Helfer stand das Stroh in der Traglufthalle bereits in Vollbrand. Fotos: Sturm
Beim Eintreffen der ersten Helfer stand das Stroh in der Traglufthalle bereits in Vollbrand. Fotos: Sturm

Treffelstein.„Brand einer Biogas-Anlage in Treffelstein“ hieß es am Samstagnachmittag zunächst und die Integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin 13 Feuerwehren und Fachstellen sowie den Rettungsdienst.

Beim Eintreffen der ersten Helfer entschärfte sich glücklicherweise die Lage – es brannte glücklicherweise „nur“ eine weit von der Biogasanlage entfernte etwa 20 mal 10 Meter große Traglufthalle, in der Stroh vom Vorjahr als Futter für die Biogasanlage sowie etwa zehn Ster Brennholz gelagert waren.

Häcksler herausgefahren

Ein in der Halle untergestellter neuwertiger Häcksler konnte glücklicherweise vom Brandleider noch geistesgegenwärtig herausgefahren waren.

Der Besitzer des Areals hatte in der Biogasanlage gearbeitet, als er kurz nach Mittag den Brand in der etwa 200 Meter entfernten Halle das Feuer bemerkte. Er setzte darauf den Notruf ab und fuhr den Häcksler heraus.

Mit dem Lader wurden die brennenden Glutstöcke ins Freie gebracht.
Mit dem Lader wurden die brennenden Glutstöcke ins Freie gebracht.

Zunächst konnte beim Eintreffen der Feuerwehren das Feuer nur mit Wasser aus den Tanks der Löschfahrzeuge aus Tiefenbach, Waldmünchen und Rötz bekämpft werden. Die Brandbekämpfung war aufgrund starker Rauchentwicklung und den Dämpfen der Plastik-Außenhaut der Halle nur unter Atemschutz möglich. Die dunkle Rauchsäule wies außerdem allen Einsatzkräften den Weg zum außerhalb von Treffelstein liegenden Brandobjekt.

Von zwei Seiten wurde auf Anweisung der Einsatzleitung – KBM Andreas Bierl und KBM Michael Sturm –von den Aktiven der nach und nach eintreffenden Wehren vom einige 100 Meter entfernten Silbersee Schlauchleitungen zum Brandobjekt aufgebaut, um die Löschfahrzeuge zu speisen und zusätzlichen den Brand zu bekämpfen.

Als das offene Feuer nach massiven Wassereinsatz weitgehend erstickt war, entschied sich de Feuerwehr-Einsatzleitung, den immer wieder aufgrimmenden Strohhaufen auseinanderzureißen.

Dazu wurde ein Lader eingesetzt – gefahren von einem Feuerwehrmann unter Atemschutz, der das Stroh auf das angrenzende Feld fuhr. Dort wurde es von Einsatzkräften unter Atemschutz abgelöscht. Es dauerte einige Zeit, bis die Halle geräumt war, und es endgültig hieß : „Feuer aus!“

Hitze setzte den Helfern zu

Die Rauchsäule war von Weitem sichtbar.
Die Rauchsäule war von Weitem sichtbar.

Bei den sonnigen Temperaturen forderte der Einsatz allen Helfern, insbesondere aber den zahlreich einsetzten Atemschutzträgern einiges ab. So schaute Treffelsteins Bürgermeister Helmut Heumann nicht nur an der Einsatzstelle vorbei, er kümmerte sich auch, dass reichlich alkoholfreies zum Trinken da war.

Vorsorglich standen auch Rettungsdienst und Notarzt bereit, die glücklicherweise nur einen Betroffenen, den Besitzer des Häckslers, ambulant versorgen mussten.

In einer ersten Erklärung informierten die Polizeibeamten der Polizei Waldmünchen vor Ort, dass der Brandleider den Schaden auf etwa 20 000 Euro beziffert. Zur Brandursache konnte noch keine Aussage gemacht werden, diese muss von Spezialisten ermittelt werden.

Die alarmierten Helfer: Feuerwehr: UGÖEL Katzbach, Landratsamt Cham, THW, Kreiseinsatzzentrale, Feuerwehrarzt, die Feuerwehren Waldmünchen, Rötz, Breitenried, Biberbach, Spielberg, Steinlohe, Treffelstein, Tiefenbach, ABC-Zug Cham, GWA Furth;Feuerwehreinsatzleitung: KBR Michael Stahl, KBI Mario Bierl, KBM Andreas Bierl, KBM Michael Sturm; Rettungsdienst: RTW der Rötzer Malteser, KTW BRK Waldmünchen, Notart, Einsatzleiter Michael Daiminger

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