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Politik

Landrat verteidigt seine „Komplexität“

Durch überregionale Tätigkeiten entsteht ein positiver Effekt, sagt Franz Löffler vor der CSU Arnschwang. Das sei kein Widerspruch.
von Peter Hartl

Landrat Franz Löffler und die Kreistagskandidaten  Foto: Peter Hartl
Landrat Franz Löffler und die Kreistagskandidaten Foto: Peter Hartl

Arnschwang.Der CSU-Ortverband Arnschwang hatte zu einem politischen Frühschoppen in den Brunner Hof eingeladen. Zum Thema dieser Veranstaltung war die Landkreispolitik bestimmt worden. Ortsvorsitzender Matthias Weichs freute sich deshalb sehr, Landrat Franz Löffler begrüßen zu können. Zahlreiche interessierte Bürger fanden sich ein.

Nach einem kurzen Ausflug in die Gemeindepolitik von Arnschwang, mit einer eindrucksvollen Bilanz der vergangenen Jahre, startete Michael Multerer seine Ausführungen. Die Gemeinde sei gut gerüstet für die Zukunft. Viele interessante Projekte stünden an, zum Teil schon entschieden und zum Teil in der Findungsphase. Kommunalpolitiker gäbe es, um Entscheidung zu treffen und nicht um Probleme zu verdrängen. Die Menschen würden das erwarten. Ganz besonders lobte deshalb Multerer die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. Gegenseitiges Vertrauen sei die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit.

Ein „wasserdichter Vertrag“

Mit Hinweis auf die anstehenden Wahlveranstaltungen aller Gruppierungen in Arnschwang ging Multerer nur in sehr kompakter Form auf die Ergebnisse und die Ziele der Arnschwanger Kommunalpolitik ein. Schnell wurde zur Landkreispolitik und die Arbeit im Kreistag übergegangen. Es sei schön, dass die Kreisräte der Hohenbogenliste eine etablierte Gruppierung sei. Dieser regionalen Liste sei es zu verdanken, dass die kleineren Kommunen eine vernünftige Chance hätten, ein Kreistagsmandat zu besetzen.

Die fünf Kreisräte der Hohenbogenliste seien bei allen Entscheidungen eingebunden gewesen und hätten ihren Anteil an einer guten und stabilen Entwicklung im Landkreis beigetragen. Deutliche Worte fand der Bürgermeister zum Thema Breitband. Da würden sich Leute hinstellen und rausposaunen, der Landrat hätte keine Zeit, um sich darum zu kümmern, sonst wüssten die in München, dass es bei uns Granit im Boden gäbe. Jeder mit kommunalpolitischer Erfahrung weiß, welche unsaubere Kampagne hier gefahren werde. Er selbst sei bei vielen Gesprächen mit mNet dabei gewesen, so Multerer weiter. Dem Landrat hier irgendeinen Fehler zuzuschieben, hielte er für abwegig und beweise völlige Unkenntnis und kommunalpolitische Naivität. „Ich mach jetzt alles schneller und besser! Wie? Das erzähle ich Euch nachher“, laute offenbar die Devise. Schade sei, dass gute, fleißige und richtige Arbeit heute mit einem Handstreich im Internet vor einem großen Publikum schlecht gemacht werden kann. Dabei sei es allein dem Landrat zu verdanken, dass ein absolut wasserdichter Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen zu Schadenersatzansprüchen des Landkreises führte.

Veränderung trifft die Region

Anschließend übernahm Landrat Franz Löffler das Wort. Er ging er auf die Fakten im Landkreis Cham ein. Er zeigte auf, dass die Globalisierung kein abstrakter Begriff sei. Viele würden meinen, es sei kein Thema für uns, wenn sich die USA mit China streiten oder sich Großbritannien aus der EU verabschiede. Über 50 Prozent der im Landkreis produzierten Produkte gingen in den Export. Damit träfe jede Veränderung auch unsere Region.

Auch die Themen Migration, bei der im Landkreis gute Integrationsarbeit geleistet würde, Durchschnittseinkommen, Arbeitslosenquote, Bevölkerungsentwicklung und die Situation der Pflegefachkräfte, wurden erläutert. Franz Löffler war dann die Komplexität des Amtes eines Landrats noch einige Zeit wert. Gerade deshalb, weil ein Landrat überregionale Tätigkeiten annimmt, entstünde ein positiver Effekt für den Heimatlandkreis. „Dort werden Weichen gestellt, dort werden Entscheidungen getroffen, die den Landkreis und seine Kommunen unmittelbar betreffen. Es ist geradezu grotesk darin einen Widerspruch zu erfinden“, so der Landrat weiter.

die Ziele

  • Diskussion:

    In der ausführlichen Diskussion wurden neben dem Mobilfunkausbau und dem ÖPNV noch diverse andere Themen erläutert. Matthias Weichs zeigte sich erfreut über den Verlauf der Versammlung und die positive Stimmung.

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