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Region Cham
Samstag, 18. August 2018 29° 3

Kommune

Landwirte bekommen mehr für Klärschlamm

Nach 13 Jahren ohne Erhöhung bezahlt der Abwasserzweckverband Willmering mehr Geld für den Kubikmeter.

Willmering.Nicht mal eine Stunde dauerte die Sitzung des Abwasserzweckverbands Willmering am Mittwoch im Gasthaus Wagner. Die Sitzung war gut vorbereitet, und so konnte der Vorsitzende, Bürgermeister Hans Eichstetter, die zu klärenden Punkte abarbeiten und so ganz nebenbei auch den Vorbericht zum Haushaltsplan genehmigen lassen.

Zunächst ging es aber um die Neufestsetzung der Entschädigung für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung. Die Landwirte, die noch Klärschlamm auf ihre Felder ausbringen, haben Antrag auf Erhöhung der Entschädigung von 15 Euro pro Kubikmeter auf 19Euro gestellt, mit der Begründung, dass durch die notwendig gewordene Fremdausbringung die Kosten um ca. 3,50 Euro pro Kubikmeter gestiegen sind. Außerdem kommen immer weitere erschwerende Auflagen hinzu. Eichstetter wies darauf hin, dass die letzte Erhöhung 2005 war. Weil außerdem durch die Fremdausbringung durch den Maschinenring Cham zu den normalen Arbeitszeiten des Klärwärters keine Überstunden mehr anfallen, bringt das eine Ersparnis der Zeitzuschläge und senkt dadurch die Kosten. Die Entschädigung für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung festzusetzen, fiel nach kurzer Diskussion einstimmig.

Einstimmig beschlossen wurden danach noch die Haushaltssatzung 2018, der Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2021 sowie der Stellenplan, bei dem sich auch alle einig waren, auch in diesem Jahr wieder für sechs Monate eine Aushilfskraft einzustellen. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 420 600 Euro und setzt sich aus dem Verwaltungshaushalt in Höhe von 325 100 Euro sowie dem Vermögenshaushalt mit 95 500 Euro zusammen. Dazu bemerkte Eichstetter noch, dass das Jahr 2017 mit einem Überschuss von 49 000 Euro abschloss. Der ergab sich aus gut 1000 Euro Erstattungen von anderen Gemeinden sowie einer Rücklagenentnahme in Höhe von 67 000 Euro. Zusätzliche Einsparungen ergaben sich beim Unterhalt, Aufwendungen für Verwaltung und Betrieb. Mit 71 000 Euro wurde am meisten bei der Fällmittelstation eingespart. Der Vorsitzende freute sich darüber, dass die Verbandsumlage nur geringfügig von 249 600 auf 249 800 Euro angestiegen ist.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshauhalt sind auch die Kosten in Höhe von über 30 000 Euro für 1600 Kubikmeter Klärschlamm enthalten. Dieser Klärschlamm muss vor Aufbringen durch Landwirte auf deren Felder zuvor penibel auf Schadstoffe untersucht werden. Nur wenn seitens des Landratsamtes keine Bedenken bestehen. Kann dieses Kläranlagenabfallprodukt in die Felder eingearbeitet werden. Abschließend stellte der AZV Vorsitzende noch fest, dass arbeitsmäßig und anlagenmäßig alles bestens abläuft. „Auch personell sind wir auf einem sehr guten Stand, und dadurch ist auch gewährleistet, dass die Kläranlage optimal arbeitet. Der Schuldenstand des AZV wird sich Ende 2018 auf 986 000 Euro belaufen, die durch zinsgünstige Darlehen abgedeckt sind. Außerdem hat der Verband mit der Rücklage von fast 240 000 Euro ein Finanzpolster.“ (fsh)

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