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Versammlung

Landwirtschaft wehrt sich

Bei einer Veranstaltung der CSU mit Vertretern des Bauernverbandes wurden die Folgen des Volksbegehrens beleuchtet.
Von Peter Hartl

  • CSU-Ortsvorsitzender Matthias Weichs (2. v. l.) ehrte zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue. Foto: Peter Hartl
  • CSU-Ortsvorsitzender Matthias Weichs dankte Kreisobmann Josef Wutz und seinem Stellvertreter Franz Holzapfel. Foto: Peter Hartl

Arnschwang.Am Donnerstag hatte der CSU-Ortsverband Arnschwang zu einer Folgeveranstaltung zum Themenkreis „Natur und Umwelt“ in den Brunnerhof in Arnschwang eingeladen. In der gut besuchten Veranstaltung konnte der Ortsverband auch namhafte Vertreter des Bauernverbandes, wie den Kreisobmann und Bezirkspräsidenten Josef Wutz aus Schönthal und seinen stellvertretenden Kreisobmann Franz Holzapfel aus Wolfersdorf bei Zandt, begrüßen.

Zu Beginn ehrte der CSU Ortsverband die Jubilare der Jahre 2018 und 2019 (siehe Info). Außerdem ehrte der Ortsvorsitzende für 20 Jahre Andreas Brunner, für mehr als 15 Jahre Franz-Josef Schulenberg und Ludwig Ochsenmeier für zehn Jahre Zugehörigkeit. Matthias Weichs dankte den langjährigen Mitgliedern für ihre Treue, ihr Engagement und ihre Unterstützung für die CSU, sowie für ihre geleistete Arbeit im Ehrenamt der vergangenen Jahrzehnte.

Matthias Weichs übergab das Wort an Josef Wutz, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes. Dieser stellte in seinem Vortrag die Sichtweise seines Verbandes zum Thema „Zukunft Landwirtschaft – die Chancen und Herausforderungen der Landwirtschaft nach dem Volksbegehren“ vor.

Zukunftsfähige Lösungen

Beim Runden Tisch und in den politischen Gesprächen mit Politikern und Parteien habe sich der Bayerische Bauernverband in den letzten Wochen und Monaten für Lösungen im Sinne der Artenvielfalt und der Landwirtschaft gleichermaßen eingesetzt. Er will an einer Weiterentwicklung der Landwirtschaft mitarbeiten, gleichzeitig aber auch zukunftsfähige Lösungen für die Familien auf den Bauernhöfen erreichen. „Mit den nun verabschiedeten Landtagsbeschlüssen sind noch nicht alle Probleme gelöst, aber durch unsere Verbandsarbeit konnten nun doch oft praktikablere, rechtssicherere, aber vor allem mehr regionale Regelungen gefunden werden“, so Josef Wutz. Der Referent führte einige Beispiele auf: Zeitpunkte zum Walzen von Grünland könnten nun regional festgelegt werden, Streuobstwiesen dürften wie gewohnt bewirtschaftet und gepflegt werden, es gebe keine praxisfernen Vorgaben beim Mähen mehr, und die Gewässerrandstreifen wären auf einer Breite von fünf Metern ab der Uferlinie zu angrenzenden Äckern vorgesehen.

Gesellschaftliche Änderungen

Zur Stärkung der heimischen Öko-Landwirtschaft wurden in dem verabschiedeten Maßnahmenkatalog auch Punkte zur Stärkung der Nachfrage nach „Bio aus Bayern“, Verwendung von regionalen Lebensmitteln in Kantinen sowie die Errichtung zusätzlicher Ökomodellregionen vereinbart. Ohne gesellschaftliche Änderungen wären alle diese Regelungen aber nicht nachhaltig, so Josef Wutz zum Schluss seiner Ausführungen: So werden die Schulen im Maßnahmenkatalog nun auch verstärkt aufgerufen, die Alltagskompetenz sowie die eigenen Leistungen der Schüler zum Erhalt der Vielfalt in der Natur zu schulen und zu fördern.

Den Ausführungen von Josef Wutz schloss sich eine intensive Diskussion an, in der es sich vor allem um die wirtschaftlichen Folgen des Volksbegehres für die regionale Landwirtschaft drehte. Es könne nicht sein, so war der Grundtenor in der Runde, dass sich nur die Landwirtschaft ändern müsse: Jeder Bürger und jede gesellschaftliche Gruppe sei zur Förderung von mehr Artenvielfalt angehalten!

Ehrungen

  • 45 Jahre

    : Mehr als 45 Jahre sind Karl Weichs, Johann Mühlbauer und Georg Schönberger dabei.

  • 30 Jahre:

    Geehrt wurden Gerhard Weindl und Hans Hruschka (in Abwesenheit). (fgr)

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