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Sicherheit

Leben retten mit dem Defibrillator

Bürger ließen sich in die Nutzung des Defi einweisen.
Sigismund Fuchs

Keine Angst mussten die Bürger haben. Sie durften den Defi testen. Foto: rsu
Keine Angst mussten die Bürger haben. Sie durften den Defi testen. Foto: rsu

Zell.„Alles braucht seine Zeit“, sei es ein Notfall, ein Anruf, der Rettungsdienst oder die Anfahrt. Wichtig ist, nicht zu warten, denn trotz aller Technik braucht der Rettungswagen aus Wald mindestens zehn Minuten, aus Roding mindestes 25 Minuten und der Rettungshubschrauber 9 bis 10 Minuten. Den Defi zu holen, dauert fünf Minuten; er ist ans Feuerwehrhaus montiert.

Das Gerät kann von jedem jederzeit genutzt werden. Es wurde finanziert aus dem Erlös der Faschingshochzeit, die Vereine ihrerseits legten noch etwas drauf, so dass der Defi nicht auf Kosten der Gemeinde geht. Er wurde von der Dorfgemeinschaft gesponsert.

Im Feuerwehrhaus Schillertswiesen erfuhren die Teilnehmer, dass sie keine Angst vor dem Defi haben müssen. In kleineren Gruppen wurden sie von Arthur Schiegl und Thomas Baumer eingewiesen. Zunächst gingen sie einen Stock tiefer, wo an der Hauswand der Defi hängt. Jeder durfte ihn öffnen, und der Sprecher erklärte: „Schutzhaube öffnen, Defi entnehmen.“

Es geht ums Herz, wie in dem anschließenden Film zu sehen war. Das Herz schlägt pro Minute 50 bis 80 Mal, beim Kleinkind 120 Mal, bei einem 70- Jährigen 50 bis 70 Mal. An einem Tag bedeutet das 100000 Mal. 7000 Liter Blut werden pro Tag gepumpt. Schiegl hielt dagegen, dass ein Heizöltank 4000 bis 6000 Liter Inhalt hat. Er zeigte, was Herzstillstand bedeutet oder ein „Flimmern“. Ein unbehandelter Herzstillstand führe zum Tod, deshalb sei sofort Erste Hilfe nötig und der Notruf 112.

Die Verwendung gelte für alle Patienten jeder Altersgruppe, die nicht ansprechbar sind, keine normale Atmung haben oder keine Anzeichen für eine Kreislauftätigkeit erkennen lassen. Beim Öffnen des Defibrillators geben Sprachanweisungen klare, verständliche Anleitungen zur Behandlung eines „Herzstillstand-Patienten“. Wichtig ist auch, den Brustkorb des Patienten von der Kleidung zu befreien und eventuell zu rasieren, um die Klebeelektroden anbringen zu können. Schiegl sprach den Kindermodus an. Bei Kleinkindern sollen die Klebe-Elektroden auf Brust und Rücken angebracht werden. (rsu)

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