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Bildung

Lehrlinge erhalten Zeugnisse

Die Schüler der Chamer Berufsschule haben ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Das wurde gefeiert.

Die geehrten Klassenbesten mit ihren Klassenlehrern und Schulleiter Siegfried Zistler neben OStR Christian Schötz (li.) Foto: Andreas May
Die geehrten Klassenbesten mit ihren Klassenlehrern und Schulleiter Siegfried Zistler neben OStR Christian Schötz (li.) Foto: Andreas May

Cham.Sowohl Oberstudienrat Christian Schötz als auch Berufsschulleiter Siegfried Zistler waren sich einig: Es sei immer wieder etwas Besonderes, den Schülerinnen und Schülern nach erfolgreich absolvierter Ausbildung die Abschlusszeugnisse zu überreichen. 90 Abschlussschüler durchliefen in den meist dreieinhalb Jahren Ausbildungsdauer seit September 2016 einen Prozess, dessen Lerninhalte sich an der Werner-von-SiemensBerufsschule und in den Betrieben widerspiegelten.

Schötz hielt die Begrüßungsrede und blickte auf die vergangene Zeit zurück. Ein Highlight sei zweifelsohne der Finnlandaustausch gewesen, bei dem mehrere Schüler für insgesamt drei Wochen in Skandinavien weilten. Schötz zeigte sich sehr zufrieden mit den insgesamt vier Klassen und den Entwicklungen der Schüler. Es habe keine disziplinarischen Vorkommnisse gegeben. Besonders stolz sei man auf die freundschaftliche Beziehung zu den Schülern.

Mit den Bereichen Elektronik für Betriebstechnik, Elektronik für Geräte- und Systemtechnik sowie Mechatronik haben sich die Schüler in einem der Zukunftsbereich des Landkreises ausbilden lassen, bemerkte Schulleiter Zistler. Er richtete seine Abschlussrede zukunftsorientiert an die Schüler und habe einen Einblick in das übergreifende Netzwerk im Landkreis, etwa zwischen Berufsschule, IHK und Technologie Campus.

Ratschläge vom Schulleiter

Zistler appellierte an die Schüler, globales Denken zu entwickeln und sich als Bürger der gesamten Erde zu sehen. Weiter solle man sich an der Mitte orientieren und nicht an den Extremen. Besonders wichtig sei es in der heutigen Zeit, agil zu sein. Damit meinte der Schulleiter insbesondere die Offenheit für Veränderungen sowie ein hohes Maß an Kundenorientierung. Bedeutsam sei weiterhin, Fehler einzuräumen, kritikfähig zu sein und sich kommunikativ und transparent zu zeigen. Der letzte Ratschlag bezog sich auf die Denkweise der jungen Erwachsenen: „Werdet nicht zum Dauergrantler“, mahnte Zistler zur Bewahrung positiven Denkens in nicht immer einfachen Zeiten. Er bedankte sich abschließend bei den Schülern für ihre Mitarbeit und ließ auch die anwesenden Ausbilder nicht unerwähnt.

Musikalische Begleitung eines Schülerduos am Akkordeon und Piano gestaltete die Pausen zwischen den Redebeiträgen mit einheimischen Klängen. An einer Leinwand ließen per Diashow Klassenfotos oder Erlebnisbilder die angehenden Facharbeiter in Erinnerung schwelgen. Vier Schülervertreter nutzten nun die Gelegenheit, selbst noch Abschlussworte zu sprechen: „Es war eine geile Zeit“, sagte ein Schüler, „Die Ausbildung hat uns weitergebracht“, meinte ein Anderer. Die Bereicherung, welche die Schüler mit ihrer Ausbildung verbinden und das Gefühl, an der modernen Berufsschule gut aufgehoben gewesen zu sein, wurde mehr als verdeutlicht.

Vier Klassenbeste

Die Zeremonie schritt nun dem Höhepunkt entgegen. Die Verleihung der Abschlusszeugnisse stand an. Jeder Schüler wurde einzeln nach vorne gebeten, um sein Zeugnis in Empfang zu nehmen. Eine besondere Ehrung erhielten die jeweiligen Klassenbesten. Das war als Elektroniker für Betriebstechnik Patrik Hecht mit einem Notendurchschnitt von 1,11. Als bester Elektroniker für Geräte- und Systemtechnik erhielt Ludwig Achatz mit einem Notendurchschnitt von 1,37 eine Auszeichnung. Stefan Mayer meisterte seine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte- und Systemtechnik mit einem Notendurchschnitt von 1,11 ebenfalls als Klassenbester. Als Mechatroniker absolvierte Johannes Vogl seine Ausbildung mit einem Schnitt von 1,00 am besten. (cia)

Die Ausbildung

  • Unterricht:

    190 Berufsschultage liegen hinter den Schülern. Das entspricht 1300 Unterrichtsstunden.

  • Bereiche:

    17 Betriebstechniker, 48 Elektroniker und 25 Mechatroniker absolvierten ihre Ausbildung erfolgreich.

  • Vorbildung:

    75 Prozent begannen ihre Ausbildung nach Mittlerer Reife, der Rest nach Abitur oder Quali.

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