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Furth im Wald

Lehrreiches Stück zum Tag

Am „Tag der Bibliotheken“ am Donnerstag hatte die Leiterin der Further Stadtbibliothek, Angelika Ochsenmeier, zu einer Kinderrunde mit Lesung der Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe in die Bücherei am Schloßplatz eingeladen.
Johann Gruber

Mit etwas handwerklichem Geschick wurde in kurzer Zeit aus einem Blatt Schaumstoff und einem Bleistift ein Mini-Zauberbesen. Foto: Johann Gruber
Mit etwas handwerklichem Geschick wurde in kurzer Zeit aus einem Blatt Schaumstoff und einem Bleistift ein Mini-Zauberbesen. Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.Goethe, einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichter, wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren, er starb 1832 in Weimar. Er gilt als Universalgelehrter. Als Schriftsteller erlangte er schon im Alter von 25 Jahren mit dem Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ große Popularität.

Angelika Ochsenmeier hatte für ihre Lesung des Goethestücks das Büchlein „Der Zauberlehrling“ von Marko Simsa & Doris Eisenburger zugrundegelegt und trug die in Ich-Form geschriebenen Texte vor. „Liebes Zaubervolk“, begrüßte sie gut ein Dutzend Kinder, „ich begrüße euch herzlich im Lesesaal unserer altehrwürdigen Zauberschule. Vor über 200 Jahren, als ich noch ein junger und unerfahrener Zauberlehrling war, richtig grün hinter den Ohren, da passierte mir das Missgeschick, von dem ich euch jetzt berichten werde. Großartig, dachte ich an dem Tag, an dem sich mein Hexenmeister einmal wegbegeben hatte, denn ich hatte einen ausgefuchsten Plan: Die Geister meines Meisters sollten an diesem Tag endlich einmal nach meinem Willen leben.“

Doch dann passierte es: Der Badezuber lief über, und der Besen schüttete weiter Kübel um Kübel Wasser hinein. Denn dass man zum Aufhören auch einen Zauberspruch braucht, daran hatte ich nicht gedacht. Es kam mir eine rettende Idee und ich spaltete mit dem Hackebeil den ungehorsamen Besen. Aber ach herrje, fortan schleppten gleich zwei Besen Wasser in die Badestube. Das Haus lief voll Wasser, und Tische, Stühle, eine Flasche, ein Fass, ein Kontrafagott und ein Globus mit einer Katze obenauf schwammen zur Türe hinaus. Herr und Meister! Hör mich rufen, flehte ich nun verzweifelt. Und endlich kam der große Meister. Und es war wirklich Rettung in letzter Sekunde, denn mein großer Meister hatte die richten Zauberworte auf der Stelle gesprochen“...

Die Vorleserin besprach mit den Kindern die Geschichte voller Emotionen. Nach einer Stärkung an der Saftbar machten sich die Kinder daran, einen Zauberbesen zu basteln. Sie schnitten Rechtecke aus Schaumstoffblättern und machten auf einer Seite Einschnitte. Mit Klebstoff bestrichen und um einen Bleistift gewickelt war im Nu ein kleiner Besen fertig, der auch als Schreibgerät zu nutzen war. (fer)

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