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Region Cham
Donnerstag, 24. Mai 2018 22° 8

Flurbereinigung

Letzte Bohrstöcke geschlagen

Vier Wochen waren drei Trupps unterwegs, um auf dem rund 450 Hektar umfassenden Areal Proben zu nehmen.
Von Georg Sturm

  • Punktlandung: Am letzten Freitag wurde pünktlich kurz vor 12 Uhr die letzte Probe auf dem rund 450 Hektar umfassenden Areal gezogen. Fotos: Sturm
  • Die mit den Bohrstöcken gezogenen Proben wurden wegen Bewertungsgleichheit immer wieder verglichen.

Rötz.Seit 26. März rührt sich einiges auf der rund 450 Hektar umfassenden Fläche des Flurbereinigungsverfahrens Rötz. An diesem Tag begann als wichtiger Mosaikstein die für vielfache weitere Schritte notwendige Wertermittlung – die im Vorfeld auf vier Wochen angesetzt war. Diese endete am Freitag, 21. April, zur Mittagszeit mit einer Punktlandung.

In diesen vier Wochen waren täglich drei Trupps – Schätzer, Vertreter der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft und mindestens je ein Helfer – mit den Vorständen des Verfahrens, Baurätin Teresa Meyer und Technischem Amtsrat Georg Schamberger im Verfahrensgebiet unterwegs, um die Bodenproben zu ziehen, die für die qualitative Bewertung der einzelnen Grundstücke notwendig sind. Dazu musste jeweils mit Muskelkraft ein Bohrstock mit dem Schlegel mindestens 70 Zentimeter in den Boden geschlagen werden – im Abstand von höchstens 30 Meter. In den vier Wochen waren dies weit über 5000 Proben, die gezogen wurden. Diese wurden dann entsprechend der Bodenbeschaffenheit von Krume, Verwitterungsschicht und Untergrund bewertet und das Ergebnis in einer Wertzahl festgehalten. Diese fließt zusammen mit weiteren Faktoren wie Lage und Geländeneigung bzw. weitere äußere Einflüsse in die Berechnung der Wertverhältniszahl der einzelnen Grundstücke ein. Diese werden in den nächsten Monaten von Mitarbeitern des Amtes für ländliche Entwicklung errechnet und dann die Grundstücksbesitzer darüber informiert.

In einer kleinen Bilanz dieses ersten wichtigen Schritts im Flurbereinigungsverfahren zeigten sich die Vertreter des Amtes mit dem Ablauf sehr zufrieden. Sie sprachen von einer sehr harmonischen Zusammenarbeit. Ein großes Kompliment galt dem örtlichen Beauftragten Josef Kulzer, der für den gesamten Zeitraum nicht nur stets drei Vorstandsmitglieder „suchen“ musste, sondern auch jeweils mindestens drei Helfer. Dies war wegen der Berufstätigkeit der meisten nicht immer einfach.

Als Nächstes stehen nun die Planungen für das Wegenetz an, mit dem einmal die einzelnen Grundstücke erschlossen werden sollen.

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