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Kultur

Lichtenegger Bund glücken zwei Wahlen

Neben einer neuen Vorstandschaft gibt es auch einen Schirmherrn: Künstler Peter Lang sagte den Rimbacher Theaterspielern zu.
Von Ursula von Massow

Der Boandlkramer fliegt letztlich auf, was dem aktuellen Erfolgs-Stück seine Wendung verleiht. Foto: Archiv/Wutz
Der Boandlkramer fliegt letztlich auf, was dem aktuellen Erfolgs-Stück seine Wendung verleiht. Foto: Archiv/Wutz

Rimbach.Am Freitag standen gleich zwei wichtige Entscheidungen bei der Hauptversammlung des Lichtenegger Bund im Gasthaus Sterr in Rimbach-Auberg an. Zum einen wurde eine neue Vorstandschaft gewählt, zum anderen ein Schirmherr für die dritte Spielzeit des Brander Kaspar gesucht. Vorsitzender Walter Kolbeck grüßte alle Mitglieder und Spieler sowie den Ehrenschirmherrn von 2006, Rudi Kolbeck.

Für eine mit rund 2000 Einwohnern eher kleine Gemeinde wie Rimbach sei es enorm, welchen Bekanntheitsgrad der Ort durch den Lichtenegger Bund gewonnen habe, zeigte sich Kolbeck überzeugt. Daraus resultiere fast schon die Verpflichtung, immer noch besser werden zu wollen, um den guten Ruf erhalten zu können. Das sei jedoch nur mit der gut organisierten Gemeinschaftsarbeit aller Mitwirkenden zu erreichen, weshalb der Vorsitzende die Bitte äußerte, dass sich die bewährte Vorstandschaft zur Weiterarbeit für die nächsten zwei Jahre bereiterklären sollte.

Der Brandner-Kaspar feiert in Lichtenegg Premiere

Am 16. März wird gebeten

Dass die Inszenierung des altbekannten Stückes „Der Brandner Kaspar“ eine richtige Entscheidung gewesen ist, bekräftigte Kolbeck außerdem. Das Stück wird bereits im dritten Jahr gespielt, wobei die Aufführungen nach dem Start des Vorverkaufs im Dezember binnen zwei Tagen ausverkauft waren.

Nach den Grußworten des Vorsitzenden hatte Schriftführer Ernst Martin seinen Rechenschaftsbericht über die Vereinstätigkeit der vergangenen beiden Jahre mit anschaulichen Bildern zusammengefasst. Die Aktionen reichten von der Werbe- und Eintütaktion im März 2016 über das Schirmherrnbitten bei Minister Brunner in München bis hin zum Vereinsausflug 2017 ins Elsaß und Fernseh-Aufnahmen im Dezember 2017 im Holmeierhaus.

Die neue Vorstandschaft des LiBu Foto: kum
Die neue Vorstandschaft des LiBu Foto: kum

Evi Maurer als Vereinskassierin gab den Kassenbericht: Der Verein hat dank der guten Nachfrage für das neue Stück über die üblichen Investitionen hinaus einige Anschaffungen tätigen können im Bereich der Licht- und Tontechnik und auch Rücklagen gebildet für die weitere Erneuerung der Tribünenmöblierung und die Sanierung sowie den Ausbau des Beleuchterhauses und für notwendige Renovierungsarbeiten nach den durch Witterung verursachten Schäden an Bühne und Brandnerhaus. Erfreut zeigte sich Kolbeck über das harmonische Miteinander im Verein, was ihn dazu veranlasst habe, weitere zwei Jahre das Amt des Vorsitzenden ausüben zu wollen. Auch die bewährte Vorstandschaft samt Beisitzern würden sich bis auf wenige Ausnahmen alle zur Wiederwahl stellen.

Die neue Vorstandschaft

  • 1. Vorsitzender:

    Walter Kolbeck

  • 2. Vorsitzende:

    Leo Knabe und Ludwig Kern

  • Schriftführer:

    Ernst Martin

  • Kassier:

    Evi Maurer

  • Die ausscheidenden Beisitzer:

    Matthias Wegner, Elisabeth Jeter, Sepp Brey und Heinz Winklmüller sind nicht mehr dabei.

  • Im Amt verbleiben und wurden wiedergewählt:

    Wolfgang Reimer, Kathrin Altmann, Ev Bablick, Tony Jeter, Gerd Gollek, Matthias Schulte, Max Weiß , Ursula von Massow, Gabi Hofner, Reinhold Berzl

  • Neu berufen und als Beisitzer wurden gewählt:

    Fredi Eckert und Alois Gruber

  • Kassenprüfer:

    Heinz Winklmüller und Gabi Hofner stellen sich weiterhin als Kassenprüfer zur Verfügung.

  • Jugendsprecher:

    Ins Amt wurden gewählt: Lisa Perlinger und Sophia Heinrichmeyer (kum)

Eine weitere wichtige Entscheidung gab der Verein dann am Montag bekannt: Peter Lang, der renommierte Künstler, der in Gleißenberg lebt, wird Schirmherr bei den Aufführungen des „Brandner Kaspar“ in der anstehenden Theater-Saison des Lichtenegger Bundes. Am 16.März wird ihm der LiBu das Ehrenamt antragen. Den 52-jährigen gebürtigen Oberbayern führten seine Mal-Aufenthalte schon nach Patagonien, Island und auf die in knapp 1900 Meter Höhe gelegene Hass-Alm bei Hinterstoda in Österreich. Bei den mehrwöchigen Malaufenthalten nutzt Lang einen eigens dafür umgebauten Wohncontainer für seine Arbeit.

Ein Ausblick auf Termine

Der Gleißenberger, der seit dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München freischaffend tätig ist, hat eine eigene Maltechnik mit einer Schlagschnur entwickelt. Die Bilder Langs sind in Hinterstola und seit kurzem auch in der Galerie Art Affair in Regensburg zu sehen.

Auch Termine abseits der Bühne und das Schirmherrenbitten im März stehen beim LiBu bereits fest: So wird am 29. April, dem 68. Todestag von Pfarrer Dr. Otto Menzinger, dem Begründer und geistigen Urheber der Lichtenegger Burgfestspiele, eine Wallfahrt zum Gedenkstein unternommen. Auch eine Theaterfahrt nach Innsbruck ist geplant, mit entsprechendem Rahmenprogramm in Innsbrucks Umgebung.

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