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Region Cham
Sonntag, 22. Juli 2018 22° 6

Osternacht

Liebe zwischen Gott und Menschen

Pater Peter Renju feierte mit Gläubigen die Auferstehung.

Pater Renju taucht die Osterkerze in das Weihwasser.Foto: cci
Pater Renju taucht die Osterkerze in das Weihwasser.Foto: cci

Cham.„Christus ist erstanden“, das ist die frohmachende Botschaft dieser Heiligen Nacht und das Hauptthema der österlichen Verkündigung. Vor den Treppen zu den beiden großen Eingangstüren der Klosterkirche Maria Hilf flackerte am Samstagabend das Osterfeuer. Zwei Ministranten hatten ein Auge darauf, dass es nicht zu groß oder vom Wind ausgeblasen wurde. Viele der Gläubigen blieben, bevor sie in das Gotteshaus gingen, vor dem Feuer stehen. „Es hat schon etwas besonderes, so ein Feuer“, meinte eine Frau. Pater Peter Renju segnete mit seinen Mitbrüdern und -schwestern das Feuer, bevor er die neue Osterkerze, die von Anna-Maria Dietl gestaltet wurde, entzündete. Anschließend wurde in die völlig dunkel Klosterkirche, mit der Osterkerze, die Bruder Wolfgang trug, zum Altar gezogen. Es hat etwas mystisches, wenn das „Lumen Christi“ in der dunklen Kirche ertönt. Bevor die Geistlichen den Altarraum erreichten, wurden die mitgebrachten Osterkerzen entzündet. Schwester Erika sang den Lobpreis und nach den Lesungen, die die Schöpfungsgeschichte erzählten, folgte der Höhepunkt der Osternacht. Die Altarkerzen wurden entzündet, die Orgel setzte zum großen Gloria an und alle Kirchenglocken begannen zu läuten. „Es ist die Nacht der Befreiung“, so Pater Renju. In seiner Festpredigt ging Renju auf die Schriftlesungen der Nacht ein. Die Osternacht erzähle gleichsam eine Liebesgeschichte, und sie erzähle sie ausführlich und mit vielen Vorgeschichten. Renju weiter: „Die Liebesgeschichte zwischen Gott und den Menschen. Im alten Testament besonders zwischen Gott und dem auserwählten Volk Israel.“ In der Osternacht feiern und bekennen die Christen, dass sie mit all ihrer Sehnsucht hineingenommen werden in den Lebensstrom des liebenden Gottes. „Ich wünsche uns allen, dass diese Sehnsucht in unseren Herzen lebendig ist und dass wir uns vom auferstandenen Herrn zur Lebendigkeit und zum Leben in Fülle anstiften lassen“, so Pater Renju. Nachdem der Geistliche das österliche Wasser gesegnet hatte, tauchte er die Osterkerze in das geweihte Wasser und die Gläubigen erneuerten das Taufversprechen. Am Ende der Osternacht wurden alle mitgebrachten Osterspeisen gesegnet. (cci)

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