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Region Cham
Freitag, 21. September 2018 26° 3

Musik

„Liederzauber“ der Ökumene

Evangelische und katholische Chöre und Musiker aus Cham und Pemfling begeisterten bei einem Konzert in der Spitalkirche.

  • Chorleiterin Margarete Hetzelein führte Souverän den Taktstock für die Chorgemeinschaften. Fotos: cpf
  • Das Saxophonduo Lämmle-Handl in Aktion

Cham.Eigentlich lautete das Konzertmotto „Liederzauber im Garten“, der Wettergott meinte es in diesem Jahr jedoch nicht so gut mit der Chorgemeinschaft aus dem evangelischen Kirchenchor Cham und dem katholischen Kirchenchor Pemfling-, dem evangelischen Posaunenchor und dem Saxophonduo Roswitha Lämmle und Rudi Handl, so dass man kurzerhand in die Spitalkirche ausweichen musste. Dem Publikumsinteresse tat dies jedoch keinen Abbruch. In kürzester Zeit war die Spitalkirche bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass nur noch Stehplätze zu ergattern waren.

Zur Eröffnung des Konzertes zogen die Chormitglieder, an der Spitze Pfarrer Michael Reißer mit der Trommel, mit dem Kanon „Mit Haut und Haar“ von Uli Führe in das Kirchenschiff ein und nahmen im Presbyterium Aufstellung. Von den Konzertbesuchern wurden die Chormitglieder mit großem Applaus empfangen. Der evangelische Dekan Walter Kotschenreuther und der katholische Prodekan Michael Reißer sprachen einladende Worte. Chorleiterin Margarete Hetzelein gab bekannt, dass man sehr fleißig geübt habe für dieses Konzert.

Der Klassiker „Am Sonntag will mein Süßer….“ wurde vom Posaunenchor rhythmisch und zum Schunkeln einladend zum Besten gegeben, bevor dann der Chor den Kanon „Komm folge mir ins Freie“ in der Intonation äußerst sicher darbot. Nächster Konzertpunkt war ein vom Saxophonduo Roswitha Lämmle und Rudi Handl in Begleitung von der Chorleiterin Margarete Hetzelein auf dem E-Piano vorgetragenes Potpourri von Melodien, die an frühere Zeiten erinnerten und zum Träumen einluden. Die ebenfalls allseits bekannte Weise „Viele verachten die edele Musik“ von Johann Kaspar Bachofen trug die Chorgemeinschaft in einem vierstimmigen Satz vor. Als Überraschung des Abends brachte der Landfrauenchor Cham eine andere Version von „Viele verachten die edele Musik“ dreistimmig zu Gehör. Mit dem Stück „Im Wagen vor mir“ von Hans Blum erreichte das Konzert seinen ersten Höhepunkt. Tosender Applaus war der Lohn für die tolle Interpretation. Für eine kurze Verschnaufpause sorgte das Saxophonduo mit dem gefühlvoll vorgetragenen Stück „Frag den Abendwind“. Karl-May-Fans kamen mit dem Stück „Winnetou“ voll auf ihre Kosten.

Als weitere Überraschung traten die beiden Geistlichen, Kotschenreuther und Reißer, vor den Chor und sangen ausdrucksstark mit Gestik und Mimik das „Duetto buffo die due gatti (Katzenduett)“ von Gioachino Rossini. Die Männer der Chorgemeinschaft hatten ein Überraschungslied für die Frauen parat: „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ aus der Operette „Die Drei von der Tankstelle“. Der Landfrauenchor revanchierte sich mit einem Lied vom Trinken: „Vive la Compagnie“.

Mit dem religiösen Lied „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ aus dem Musical „Daniel“ neigte sich der Konzertnachmittag dem Ende zu. Dekan Kotschenreuther bedankte sich bei allen Mitwirkenden und besonders bei Chorleiterin Margarete Hetzelein, dem Leiter des Posaunenchors Willi Schramm, den zwei Saxophonisten. Vom Publikum gab’s Standing Ovations. (cpf)

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