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Politik

Linke wirbt in Rötz um Kandidaten

Die Partei will bei den Kommunalwahlen mit einer Liste antreten, wenn sie Mitstreiter findet – und den Bürgermeister stellen.
Von Andreas May

Möchten künftig stärker in der Rötzer Politik mitmischen: Tobias Gazinski (links), Kreisvorsitzender Marius J. Brey und Manuela Grazinski Foto: May
Möchten künftig stärker in der Rötzer Politik mitmischen: Tobias Gazinski (links), Kreisvorsitzender Marius J. Brey und Manuela Grazinski Foto: May

Rötz.„Dein Rötz, linke Ideen für eine soziale Stadt“, so lautete das Motto im Rahmen des Treffens der Fraktion am Samstagabend in Rötz. Marius J. Brey begrüßte die zahlreichen Genossen im Restaurant Akropolis. Der Kreisvorsitzende berichtete von der Gelegenheit, im kommenden Jahr erstmals flächendeckend bei den bayerischen Kommunalwahlen antreten zu dürfen.

Hintergrund sei der Wegfall der Antragsvielfalt, da die Linke bei der letzten Bundestagswahl über die „magische“ Hürde von fünf Prozent springen konnte. Als neue Idee warb er für die Möglichkeit der Kandidatur für jedermann: „Alle Leute, die kandidieren wollen, können das tun“, so Brey auch im Hinblick auf die nicht notwendige Parteizugehörigkeit.

Linke hat Pläne für Rötz

Parteigenosse Tobias Gazinski war es vorbehalten, kommunalpolitische Forderungen des Kreisverbandes Mittlere Oberpfalz vorzustellen. Eine ganze Reihe von Dingen wurde benannt, die aus Sicht der Linken wünschenswert wären. So setze man sich etwa für soziale, lebendige, aber auch demokratische Kommunen ein. Gedacht wurde auch an senioren- und jugendgerechte Kommunen. Die Jugendlichen sollen mehr Mitbestimmung erhalten und auf Parlamente mit eigenem Budget zurückgreifen können.

Die moderne Kommune solle sich darüber hinaus durch Nachhaltigkeit, Mobilität und Bildungsreichtum auszeichnen. Sie soll aktiv sein und durch Engagement offene Räume schaffen, ihr Augenmerk auf ökologische Aspekte richten, aber auch den Ansprüchen der digitalen Entwicklung gerecht werden.

Beim Themenfeld „kulturell lebendige Kommunen“, wurde Gazinski auch in Bezug auf lokale Anliegen deutlich. Er setze sich etwa dafür ein, dass Sperrzeiten abgeschafft werden, auch um dem Wirtshaussterben in der Region entgegenzuwirken. Wirtschaftlich betrachtet soll Rötz für ortsfremde Firmen attraktiver gemacht werden. Darüber hinaus sollen bestehende Einrichtungen, wie der Fürstenkasten, häufiger und zielgruppengerichtet genutzt werden. Eine regelmäßige Disco-Veranstaltung war in diesem Zusammenhang ein konkreter Vorschlag.

Gazinski möchte Bürgermeister werden

Im Anschluss an den Vortrag warben die Organisatoren des Abends für die aktive Gestaltung an der Kommunalpolitik in und um Rötz. Hierfür sei eine „linke“ Liste für den Stadtrat wünschenswert, so der Wortlaut. Tobias Gazinski möchte gar als Bürgermeisterkandidat für eine positive Politik in Rötz eintreten.

Für den ersten Aufruf meldeten sich noch nicht genügend Freiwillige, so dass am Samstag noch keine Liste zusammenkam. Ohnehin betrachtet die Partei die Aktion aber als Prozess ohne sofortigen Entscheidungszwang. Der eine oder andere Zuhörer hatte in jedem Fall durch die Informationsvielfalt viele politische Anregungen zum Nachdenken – auch über ein mögliches lokalpolitisches Engagement – an die Hand.

Kontakt zur Linken

  • Online:

    Die Linke bietet die Möglichkeit, sich online über die Partei zu informieren, aber auch das Angebot der Kandidatur wahrzunehmen.

  • Forderungen:

    Relevant für sämtliche lokalpolitische Angelegenheiten ist die Website www.dein-cham.de. Dort finden sich alle kommunalpolitischen Forderungen der Fraktion nochmals im Detail.

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