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Politik

Liste des Altlandkreises WÜM steht

Drei Bürgermeister führen die parteibergreifende Liste an. Die Wähler kommen längst auch „von außen“.
Von Petra Schoplocher

Nein, Ludwig Prögler serviert nicht, er sammelt die Stimmkarten ein. Einstimmig wurden schließlich Namen und Reihung der Kandidaten auf der Altlandkreisliste beschlossen.  Fotos: Schoplocher
Nein, Ludwig Prögler serviert nicht, er sammelt die Stimmkarten ein. Einstimmig wurden schließlich Namen und Reihung der Kandidaten auf der Altlandkreisliste beschlossen. Fotos: Schoplocher

Waldmünchen.Die Ziele sind klar: Die Heimat stärken und stützen, am besten wieder mit mindestens sechs Kreisräten und einem Landrat, der Franz Löffler heißt. Mit entschlossenen Worten und einem einstimmigen Votum wurde die gemeinsame Liste des ehemaligen Landkreises Waldmünchen für die Kommunalwahl 2020 auf den Weg gebracht.

45 Mal CSU, 15 Mal Freie Wähler: So stellt sich die Liste, die Waldmünchens Bürgermeister Markus Ackermann anführt, dar. Dieser untermauerte bei der Nominierungsversammlung in Schönthal die Bedeutung des Schulterschlusses aus CSU und Freien Wählern zum Wohle des Altlandkreises, den es seit 1972 gibt. Zwischen fünf und acht Mandate habe man stets erringen können, zuletzt waren es sechs.

Ackermann zeigte sich überzeugt, dass gute Kandidaten zur Verfügung stünden und verwies darauf, dass die Stimmen für die „Grenzlandunion und Parteilose Wählergruppe“ zu einem nicht unerheblichen Teil von außen kommen würde. Umso wichtiger sei es, als Team aufzutreten.

Tiefenbach war Spitzenreiter

Das beste Wahlergebnis fuhr die Liste 2014 in Tiefenbach mit 77,36 Prozent ein, es folgten Treffelstein (73,76), Schönthal (69,79) und Waldmünchen. In Rötz betrug der Stimmenanteil 61,70 Prozent. Ackermann rechnet mit einer etwa zehnprozentigen Abwanderung der Wähler Richtung CSU, weil deren Kandidaten Landrat Franz Löffler anführt und „einige, die den Landrat wählen, die Stimme dort lassen.“ Dennoch werde man Löffler zu hundert Prozent unterstützen. „Wir wollen, dass er gewählt wird, aber dann unsere Liste“, gab er als Parole aus.

Weil die Junge Union auf Kreisebene mit einer eigenen Mannschaft antreten wird, fielen deren drei Listenplätze an die CSU. Neu ist auch das „Nein“ zu Listenverbindungen mit der Hohenbogen- oder der Grenzlandliste.

Regularien: Josef Brückl (stehend) sammelt Unterschriften.
Regularien: Josef Brückl (stehend) sammelt Unterschriften.

„Weniger inhaltlich, eher organisatorisch“: So definierten die Verantwortlichen der Altlandkreisliste den Abend in Schönthal. Den Inhalt besorgte dann der Landrat, dessen Referat länger dauerte als das gesamte Prozedere vorher. Franz Löffler betonte, dass die Liste eine gute und erfolgreiche Tradition sowie eine gute Stimme im Kreistag habe. Er sprach von einer spannenden Zeit mit vielen Chancen. Das Schöne am Wahlkampf sei, dass man Menschen begeistern könne. Nie sei man so nah am Bürger als bei Kommunalwahlen, was auch für die Demokratie ein wichtiger Pfeiler sei.

Der Landrat erklärte anhand von Angehörigen Entlastungsgesetz oder Grundrente, dass und wie auf Bundesebene getroffenen Entscheidungen Auswirkungen auf die kommunale Ebene haben. „So muss man Themen auch zu Ende denken“, forderte er und machte deutlich, dass die Bezirksumlage steigen werde. „Ihr könnt Euch jetzt schon freuen“, wandte er sich an die neuen Kreisräte der Gruppe, denn dies wird Auswirkungen auf die Kreisumlage haben.

Rund um die Wahlen

  • Reihenfolge:

    Angeführt wird die Liste von Waldmünchens Bürgermeister Markus Ackermann. Es folgen seine Amtskollegen Ludwig Reger (Rötz) und Ludwig Prögler (Tiefenbach). Wolfgang Kürzinger auf Platz vier ist der erste Freie Wähler.

  • Empfehlung:

    Einmütig sprach sich die Liste dafür aus, Landrat Franz Löffler zu unterstützen.

  • Beauftragte:

    Bestimmt wurden nicht nur die Kandidaten und Ersatzbewerber, sondern auch die Listenbeauftragen: Dies sind für die Grenzlandunion wie bisher Josef Brückl und Walter Urban für die Parteilose Wählergruppe.

Löffler verwies auf viele Erfolge wie den Zuzugs- und Bildungslandkreis oder die positive wirtschaftliche Entwicklung inklusive Arbeitsmarkt, betonte aber zugleich, dass der Rückblick nur die halbe Wahrheit sei. „Die Menschen wollen wissen, wie es weiter geht.“ Folglich dürften zwei Studiengänge nicht zufrieden stimmen, nannte er eines von zahlreichen Beispielen.

Grüne Themen seien nicht den Grünen vorbehalten, rückte er zurecht und verwies auf Aktionen wie Schulgärten oder Hausbäume, die den Blühwiesen folgen könnten.

Die Namen

1. Markus Ackermann, 2. Ludwig Reger, 3. Ludwig Prögler , 4, Wolfgang Kürzinger (Prosdorf), 5. Helmut Heumann (Treffelstein), 6. Peter Wolf (Rötz), 7. Dr. Thomas Braun (Schönthal), 8. Siegfried Wagner (Freie Wähler), 9. Martina Mathes, 10. Alfons Gruber (FW/alle drei Waldmünchen), 11. Dr. Alois Plößl (Schönthal), 12. Anton Ruhland (Waldmünchen), 13. Josef Wutz (Schönthal), 14. Christa Bucher (FW/Treffelstein), 15. Karl Heinz Hofmann (Rötz), 16. Johann Beer (Waldmünchen), 17. Dr. Stefan Spindler (Rötz), 18. Claudia Brückl, 19. Dieter Müller (FW/ beide Waldmünchen), 20. Josef Königsberger (Tiefenbach), 21. Günter Schober (FW), 22. Martin Frank (beide Waldmünchen), 23. Stephan Thomas (Schönthal). 24. Stefan Paa (FW/Waldmünchen), 25. Matthias Wutz (Schönthal), 26. Johann Stibich (Rötz), 27. Alexander Schneider, 28. Klaus Roßmann (beide Waldmünchen), 29. Georg Dietl (Schönthal), 30. Hans-Joachim Bücherl (Rötz), 31. Christian Lommer (FW), 32. Jürgen Lampatzer (beide Waldmünchen), 33. Thomas Saßl (Tiefenbach), 34. Klaus Hetzl (FW), 35. Elisabeth Hutterer, 36. Eduard Deml (alle drei Waldmünchen), 37. Gottfried Frielingsdorf (Rötz), 38. Andreas Wittmann), 39. Christian Pfaffl (FW/beide Waldmünchen), 40. Kirstin Wolf (Rötz), 41. Martin Hupf (Schönthal), 42. Stephan Rötzer, 43. Gerhard Gruber (beide Rötz), 44. Georg Ederer (FW/Treffelstein), 45. Stefan Zisler (Waldmünchen), 46. Alfred Bindl (Treffelstein). 47. Georg Schmid (Tiefenbach), 48. Monika Hoffmann, 49. Andreas Dietl (beide Waldmünchen), 50. Karin Bierlmeier (Rötz), 51. Nikolaus Scherr (FW/Tiefenbach), 52. Wolfgang Spießl (Rötz). 53. Günther Gruber (Rötz), 54. Andreas Eisenhart, 55. Markus Liegl (FW/beide Waldmünchen), 56. Josef Schneider (Tiefenbach), 57. Benjamin Schlegl (Waldmünchen), 58. Ernst Spichtinger (FW/Treffelstein), 59. Thomas Schröpfer, 60. Urban Walter (FW/beide Waldmünchen).

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