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Wahlkampf

Lobeshymnen für Landkreis Cham

Staatsminister Albert Füracker (CSU) sah in Rötz „lauter glückliche Menschen“. Eine Frage aber konnte er nicht beantworten.
Günther Hofmann

Bürgermeister Reger, Landrat Löffler, MdB Karl Holmeier und MdL Gerhard Hopp (v. re.) nahmen Minister Albert Füracker in ihre Mitte.  Foto: Günther Hofmann
Bürgermeister Reger, Landrat Löffler, MdB Karl Holmeier und MdL Gerhard Hopp (v. re.) nahmen Minister Albert Füracker in ihre Mitte. Foto: Günther Hofmann

Rötz.„Scheinbar gibt es im Landkreis Cham lauter junge glückliche Leute“: Das war die Aussage von Staatsminister Albert Füracker bei seinem Besuch im Fürstenkasten. Er war auf Einladung der Jungen Liste Landkreis Cham nach Rötz gekommen.

JU-Kreisvorsitzender Matthias Scherr freute sich über den guten Besuch bei der Vorstellung der Jungen Liste Landkreis Cham, die unter dem Motto „JU-Liste lädt Gäste ein“ stand. Er zeigte ein Video zur Kreistagsbewerbung. „Wir wollen Großes bewegen“, sagte er. Bürgermeister Ludwig Reger meinte, der Finanzminister aus unserer Heimat stehe für unsere Heimat.

Laut Matthias Scherr hat es noch nie eine JU-Liste auf Kreisebene gegeben. Er äußerte sich stolz, dass man aus dem gesamten Landkreis 60 Kandidaten, alle unter 40 Jahre, zusammenbekommen habe. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Landkreis so gut dastehe, aber dafür brauche es immer auch junge Leute.

„Ich freue mich, dass es eine junge Liste über den ganzen Landkreis gibt“, sagte Landrat Franz Löffler. Die Liste sei die Zukunft der nächsten sechs Jahre, denn es stelle sich die Frage, „wie unser Lebensraum morgen ausschaut“.

Der Landkreis Cham sei eine Zuzugsregion geworden, diese Position müsse ausgebaut werden. Auch die künstliche Intelligenz müsse hier funktionieren. Mit der Gründung einer eigenen Firma für den Breitbandausbau sei ein weiterer Meilenstein geschaffen worden. Zum Thema Funkmasten sagte Löffler in Richtung Reger, jeder wolle Empfang haben, keiner aber einen Mast dafür. Die Sicherheitsabstände müssten eingehalten werden.

„Eine super Sache“

„Eine super Sache mit dieser jungen Liste“: Mit dieser Einschätzung begann Minister Füracker seine Ausführungen. Er lobte den Landrat, dieser sei nicht nur der beste Landrat in Bayern, sondern überall. Früher hatte man große Sorgen im Landkreis mit bis zu 40 Prozent Arbeitslosigkeit, jetzt habe man einen Fachkräftemangel. Füracker lobte auch den Mut der Oberpfälzer, immer etwas selbst in die Hand zu nehmen.

Jung bedeute aber nicht automatisch kompetent, daran müsse viel gearbeitet werden. Füracker: „Früher waren wir das Armenhaus in der Oberpfalz, und jetzt gehen dem Landkreis Cham die Ideen nicht aus.“ Dies sei nur möglich, weil zur Politik ein gutes Miteinander gehöre. Er forderte die Kreistagskandidaten auf, nicht aufzugeben, wenn es beim ersten Mal mit einem Mandat nicht klappt.

Eine Frage an den Minister: Ob vielleicht Rötz auch einmal Ziel einer Behördenverlagerung sei. Füracker erklärte den Ablauf der vergangenen und der jetzigen Verlagerungen und konnte für Rötz nichts versprechen.

„Ein trauriger Tag“

Auch mit dem Geld-Verteilen für die Landwirtschaft werde es nicht so einfach. Nachdem aus „Great Britain nun Little England“ geworden sei, müsse man schauen, wie das Geld in der EU verteilt werde. Füracker: „Es war auf jeden Fall ein trauriger Tag beim Brexit.“

Da keine Fragen mehr kamen, meinte Füracker zum Schluss: „Scheinbar gibt es im Landkreis Cham lauter glückliche junge Menschen.“ Ein paar Bürger suchten aber noch das private Gespräch mit dem Minister, wozu er auch bereit war.

Der letzte Akt bei seinem Besuch war der Eintrag in das goldene Buch der Stadt. Albert Füracker schrieb: „Dank für den so freundlichen Empfang in der wunderschönen Stadt Rötz. Alles erdenklich Gute den Bürgerinnen und Bürgern.“ (whg)

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