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Montag, 18. Juni 2018 24° 3

Rede

Löfflers direkte Ansage an die AfD

Beim politischen Frühschoppen in Hetzenbach fordert Landrat Franz Löffler, aufzustehen und der Partei entgegenzuwirken.

  • Zum Einzug der Vereine und des Festwirts mit Gefolge gehört natürlich zünftige Musik. Foto: Moro
  • Impressionen vom Einzug in Hetzenbach. Foto: Moro
  • Impressionen vom Einzug in Hetzenbach. Foto: Moro
  • Impressionen vom Einzug in Hetzenbach. Foto: Moro

Zell.Über Politik zu diskutieren, war schon immer wichtig. Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Thomas Schwarzfischer die Anwesenden beim politischen Frühschoppen im Zelt des Pfingstfestes in Hetzenbach am Pfingstsonntag. Er warf einen kurzen Blick auf die politischen Schlagzeilen weltweit, in Deutschland, in Bayern und auch im Landkreis Cham. Und: Er dankte der Festwirtsfamilie Piendl, die diese Tradition am Leben erhält.

Fragerunde mit Haimerl

Thomas Schwarzfischer (r.) hatte besondere Präsente für die Redner. Foto: Hirschberger
Thomas Schwarzfischer (r.) hatte besondere Präsente für die Redner. Foto: Hirschberger

Gestartet wurde mit einer Fragerunde mit der Landtagslistenkandidatin Barbara Haimerl. Ihre ideale Vorstellung sei, dass die CSU nach der Wahl allein regieren könne, sagte sie. Außerdem sprach sie über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für die man gute Rahmenbedingungen schaffen wolle. Man dürfe nur Versprechen machen, die auch eingehalten werden könnten, zum Beispiel einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Außerdem dankte sie den Vereinen „für ihre tolle Jugendarbeit“.

Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp sagte, für die CSU sei die Landtagswahl eine entscheidende Wahl. Man wolle Verantwortung tragen und habe den Vertrauensverlust ernst genommen. Die CSU habe sich in Bayern neu aufgestellt. Er sprach die Themen Sicherheit, Polizeiaufgabengesetz und Pflege an. Man müsse in die Sicherheit investieren, Sicherheit und Freiheit seien wichtige Punkte. Man wolle auch keinen Polizeistaat, die Menschen sollten sicher leben können. Die gesamte Gesellschaft solle im Mittelpunkt stehen. Man wolle den Menschen konkret vor Ort helfen.

„Genau hinschauen“

Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler sprach über die Eindrücke der vergangenen Tage. Es sei wichtig, sich in Europa zu positionieren, viele Länder würden nicht fragen, was sie für ein gemeinsames Europa tun könnten. Aber in schwierigen Fragen müsse man zusammenstehen.

Außerdem müsse man ganz genau hinschauen, welches ideologische Gedankengut sich bei der AfD finde. Hier müsse man aufstehen und entgegenwirken. Löffler sprach die Themen Steuergerechtigkeit, Abschaffung des Solis, Integration und Sicherheit an.

Kommunale Selbstverwaltung sei sehr wichtig, man müsse vor Ort selbst gestalten können. Die Gestaltungsmöglichkeiten müssten bei der Gemeinde bleiben. Außerdem sei es auch wichtig, christliche Werte und Bräuche zu pflegen. Es sei gut, „dass wir die christlich-abendländische Kultur haben, sonst wäre man nicht so weit gekommen“. Abschließend sprach er aktuelle Herausforderungen im Bezirk an. Löfflers Fazit: Die Arbeit mache Spaß, auch wenn sie nicht besonders populär sei. (rhi)

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