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Schule

Löten, bis die Kolben qualmen

Die Schüler erleben mit der Firma Crown die Technikwelt.
Jakob Moro

Schutzbrille ist Pflicht, wenn im Technikraum gearbeitet wird. Auch Mädchen begeistert Technik.  Foto: Jakob Moro
Schutzbrille ist Pflicht, wenn im Technikraum gearbeitet wird. Auch Mädchen begeistert Technik. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Kinder kommen freiwillig am Nachmittag in den Werkraum, um dort hochkonzentriert zu basteln, zu löten und zu schrauben. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zum Lehrplan. Die Kinder lernen ohne Lerndruck die Welt der Technik kennen. Elektronische Bausätze werden von den Kindern gelötet, so entstehen selbstgebaute LED-Taschenlampen, Wechselblinker, eine Sirene und vieles mehr. Am letzten „Praxistag“ dürfen sie elektrische Geräte zerlegen. Dabei sind sie so sehr in ihre Arbeit vertieft, dass sie es gar nicht merken, wer ihnen gerade über die Schulter schaut. An sechs Nachmittagen treffen sich die Mädchen und Buben zum Tüfteln. Aber nicht nur als angehende Techniker sind die Viertklässler an diesem Nachmittag unterwegs. Der besondere Kick an diesem außergewöhnlichen „Unterrichtnachmittag“, ist, dass das technische Wissen und Know-how nicht von lehrerähnlichen Erwachsenen vermittelt wird, sondern von Auszubildenden. Von der Firma „Crown Gabelstapler GmbH“ in Roding kommen an den jeweiligen Nachmittagen der Ausbildungsleiter Enrico Münch und vier Auszubildende an die Grundschule nach Stamsried.

Sie halfen den Mädchen und Buben, den Bausatz für den ersten Tag auszupacken und gaben Hilfestellung beim Einsetzen der Widerstände, galt es doch, ein High-Tech-Namensschild herzustellen. Das weltweit operierende Unternehmen, die Firma „Crown Gabelstapler“, bildet am Fertigungsstandort Roding in den Bereichen Industriekaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker, Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker in der Anwendungsentwicklung sowie in der Systemintegration aus. Einige dieser Azubis engagieren sich in dem Projekt Technik für Kinder. Und sie sind mit vollem Eifer dabei, wie das Beispiel an der Schule in Stamsried zeigt. Hier werden die Auszubildenden das erste Mal in ihrem Berufsleben zu „Ausbildern“ und können Schülern zeigen, was sie schon in ihrer Ausbildung gelernt haben. (rjm)

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