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Lohberger Rat ist aufgestellt

Der Tierpark verzeichnet so viele Patenschaften wie nie. Rita Wellisch und Hermann Kaml bleiben Stellvertreter.
von Maria Frisch

Franz Müller vereidigte die drei neuen Gemeinderäte Stefan Seidl, Jochen Dick und Heinrich Moser (von links).  Foto: Maria Frisch
Franz Müller vereidigte die drei neuen Gemeinderäte Stefan Seidl, Jochen Dick und Heinrich Moser (von links). Foto: Maria Frisch

Lohberg.Der „Dorfstadl“ bewährt sich inzwischen als Multifunktionsgebäude, weil wegen der Innenrenovierung der Pfarrkirche dort am Wochenende die Gottesdienste stattfinden und sich die Räumlichkeiten derzeit ebenso für sonstige Zusammenkünfte anbieten. Am Donnerstag berief auch der neue Gemeinderat dort seine konstituierende Sitzung ein.

Bürgermeister Franz Müller hieß insbesondere die neu gewählten Gemeinderäte willkommen. Das Gremium ist aufgrund der aktuellen Gemeindegröße auf 13 geschrumpft. Müller vereidigte mit Stefan Seidl, Jochen Dick und Heinrich Moser die neuen Gesichter in der Runde. Der Rat beschloss, wieder zwei Bürgermeister-Stellvertreter zu wählen. Franz Müller schlug Rita Wellisch als Zweite Bürgermeisterin vor. Sie bringe bereits viele Jahre Erfahrung als Gemeinderätin und stellvertretende Rathauschefin mit. Sie wurde einstimmig wiedergewählt. Erfahrung attestierte Müller auch Hermann Kaml, bisheriger Dritter Bürgermeister, der für dieses Amt einstimmig wiedergewählt wurde.

Geschäftsleiter Alois Schneck hatte den Räten bereits im Vorfeld den Verwaltungsentwurf für die neue Geschäftsordnung zugesandt. Änderungen gibt es etwa bei Betragsgrenzen für die alleinige Zuständigkeit des Bürgermeisters. Der Auftragswert wurde von 5000 Euro auf 8000 Euro erhöht, bei der Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben passte man die Summe auf 4000 Euro an. Mit aufgenommen wurden noch genehmigungsfreie Bauvorhaben in Bebauungsplangebieten. „Vom Bayerischen Gemeindetag war jeweils ein gewisser Betrag pro Einwohner vorgegeben“, erklärte Schneck die Vorgehensweise bei der Festsetzung der Wertgrenzen. Die Räte segneten die neue Geschäftsordnung einstimmig ab.

Neuer Ausschuss gewählt

Zum Erlass einer Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts gab es ebenso Änderungen, weil Lohberg bisher keine Ausschüsse hatte. „Wir benötigen künftig einen Rechnungsprüfungsausschuss“, sagte Alois Schneck. Der Rat wählte Hermann Kaml als Vorsitzenden, weitere Mitglieder sind Klaus Aschenbrenner, Anja Liebl und Franz Weinfurtner. Verbandsräte für den Abwasserzweckverband Lamer Winkel sind Franz Müller, Martin Dachs und Josef Mühlbauer, die bei Bedarf von Rita Wellisch, Hermann Kaml und Kurt Biller vertreten werden.

Bauanträge

  • Neubau:

    Die Gemeinderäte genehmigten den Antrag von Martin und Silvana Aschenbrenner auf den Neubau eines Wohnhauses mit Stellplätzen in Huberwies 6.

  • Schuppen:

    Grünes Licht gab es auch zum Gesuch von Stefan Seidl auf Anbau an den bestehenden Holzschuppen in der Lehmgrubenstraße 2. Die Abweichung vom Bebauungsplan ist nach Ansicht der Räte städtebaulich vertretbar.

Zum Schulverband Lam wurden der Bürgermeister und Klaus Aschenbrenner, vertreten von Rita Wellisch und Kurt Biller, entsandt. Derzeit besuchen 55 Schüler aus Lohberg die Mittelschule in Lam. Sollte sich diese Anzahl auf unter 50 verringern, müsse ein Verbandsrat ausscheiden, könne jedoch bei Bedarf wieder hinzustoßen. Für die Senioren bestellte das Gremium Hermann Treml als Beauftragten, seine Vertreterin ist Anja Liebl. Jugendbeauftragte ist Anja Liebl, vertreten von Hermann Treml, und Familienbeauftragte wurde Rita Wellisch, vertreten von Heinrich Moser. Den Bürgermeister ernannten die Räte zum Eheschließungs-Standesbeamten. Im nichtöffentlichen Teil erhöhten sie zudem das Sitzungsgeld von 20 auf 30 Euro.

Tierpark für Besucher vorbereitet

Franz Müller sagte, dass der Bayerwald-Tierpark seit Montag wieder geöffnet hat. Im Eingangsbereich sind Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittelspender angebracht, Aus- und Eingang sind getrennt passierbar. „Man merkt, dass die Leute froh sind, dass sie wieder eine Freizeiteinrichtung besuchen können“, sagte Müller „Es wurden in dieser achtwöchigen Schließzeit so viele Patenschaften gezeichnet, wie noch nie, sowohl von Auswärtigen, als auch Einheimischen.“ Patenschaften können auch weiterhin geschlossen werden, die Gemeinde sei froh und dankbar für die Unterstützung.

Besonders gefordert sei das Personal am Vatertag und am Pfingstwochenende, wenn viele Besucher erwartet werden. „Alle begehbaren Gebäude, wo es zu eng würde, sind zugesperrt. Das Kiosk hat einen To-Go-Verkauf“, sagte Müller. Der Spielplatz sei für jeweils 15 Kinder geöffnet, wobei die Eltern dies im Interesse ihrer Kinder eigenverantwortlich überwachen sollen.

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