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Lohberger Tierpark öffnet seine Pforten

Alle Vorkehrungen für eine Wiedereröffnung des Zoos sind getroffen. Trotzdem gelten weiterhin Sicherheitsbestimmungen.
Von Maria Frisch

Diese Ziegen scheinen schon in Vorfreude zu schwelgen: Das Spezialfutter ihrer Besucher hat ihnen gefehlt.  Foto: Maria Frisch
Diese Ziegen scheinen schon in Vorfreude zu schwelgen: Das Spezialfutter ihrer Besucher hat ihnen gefehlt. Foto: Maria Frisch

Lohberg.Die Temperaturen sind gestiegen – es grünt und blüht. Alles treibt nach draußen. Auch der Bayerwald-Tierpark in Lohberg soll am 11. Mai wieder Besucher empfangen dürfen. Knapp zwei Monate hatte der Zoo wegen der Corona-Bestimmungen geschlossen. Bürgermeister Franz Müller hat Verständnis für die Auszeit: „Oberstes Ziel ist der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung. Natürlich schmerzen die fehlenden Einnahmen bei fortlaufenden Betriebskosten schon. Für die Zeit der Lockerung wurden alle möglichen Vorkehrungen besprochen und umgesetzt, um jederzeit für eine Wiedereröffnung gewappnet zu sein.“

Sicherheitsauflagen bleiben

So fordern einige Schilder die Besucher dazu auf, den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Die Gemeinde Lohberg geht als Träger der Einrichtung davon aus, dass es dabei zu keinen Problemen kommen werde, da Menschen mittlerweile ohnehin an die Regeln gewöhnt seien. Nachdem in Bayern die Spielplätze vorerst geschlossen bleiben, wird auch der Abenteuerspielplatz im Zentrum des Parks von einer Benutzung ausgeschlossen. Abgesehen von einem „Imbiss- to- go“ wird es vorerst auch keine gastronomischen Angebote geben. „Die Sicherheitsvorschriften müssen eingehalten werden. Dies gilt auch beim Eintritt an der Kasse“, sagt Bürgermeister Müller. Es gelte, Warteschlangen zu vermeiden und die Hygienevorschriften zu befolgen.

Die Gemeinde wartet schon seit dem 27. April auf eine mögliche Öffnung, nachdem aus der Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts bereits eine Lockerung in Aussicht gestellt worden war. Doch nach der Verlängerung des Kontaktverbots mussten die Parkführung und die Mitarbeiter weiterhin auf die Zusage warten.

In der Auszeit haben die Tierpfleger viele Reparaturen getätigt.  Foto: Maria Frisch
In der Auszeit haben die Tierpfleger viele Reparaturen getätigt. Foto: Maria Frisch

Die ausbleibende Betriebsamkeit würde den Tieren aber wohl weniger auffallen, als ihren Besuchern. Zu diesem Schluss kommt die fachliche Leiterin des Zoos, Claudia Schuh: „Die Spezies leben mit anderen Artgenossen zusammen in einem Gehege, so dass sie sich mehr miteinander und eher weniger mit den Gästen beschäftigen.“ Lediglich im Streichelzoo würden die Tierpfleger auf vermehrtes Meckern stoßen, wenn sich ein Mitarbeiter nähere. Die Ziegen seien aber auch die einzigen Zoobewohner, die sonst direkten Kontakt zu Besuchern hätten und von ihnen Spezialfutter verabreicht bekämen – das würden sie schon vermissen. Die Tierpfleger versuchten, die gute Seite des Stillstands zu sehen. Sie erneuerten den Bodenbelag des Kinderspielplatzes mit Hackschnitzeln.

Bullenhitze im Bayerwald Tierpark Lohberg

Da hierbei Schritt für Schritt verrottete Holzteile mit beständigem Eisen ersetzt werden, renovierten die Mitarbeiter auch gleich die verrottete Rinne nebst Bodenverankerungen zum Wasserrad. Wegen der fehlenden Einnahmen will die Gemeinde heuer bewusst größere Maßnahmen ausklammern. „Das Augenmerk gilt eher Kleinigkeiten, die das Budget wenig belasten“, so der Bürgermeister. Dazu zählten neue Behausungen für die Waschbären und das Betonieren eines Futtertroges für die Schweine .

Tierversorgung stets gegeben

Auch im Zoo wurde auf Notbetrieb umgestellt. Keine Abstriche habe es aber bei der täglichen Routine von Fütterung und Reinigung gegeben. „Die Versorgung der Tiere bleibt in jeder Hinsicht gewährleistet“, betont Claudia Schuh. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die diesjährigen Besucherzahlen voraussichtlich als Negativrekord in die Statistik eingehen werden. .

Hintergründe

  • Tierpark:

    Der Zoo feierte erst im letzten Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Dort können Waschbären genauso besichtigt werden wie Schneeulen oder Rentiere. Über 400 Tiere und über 100 Arten sind dort beheimatet.

  • Spende:

    Wer den Zoo in der Corona-Krise unterstützen möchte, kann dies durch eine Futterspende für die Tiere tun. Genauere Informationen unter: www.bayerwald-tierpark.de

„Der Start im Januar und Februar war phänomenal. Dennoch liegt es mir fern, zu jammern“, so Franz Müller. Die renommierte Freizeiteinrichtung müsse die bittere Pille genauso schlucken, wie viele andere Unternehmer. Dabei hatte der Tierpark erst 2019 sein großes Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen gefeiert. (kfl)

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