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Region Cham
Dienstag, 17. Juli 2018 27° 3

Glaube

Männerkongregation dankt Mitarbeitern

Die Mitarbeiter der 117 Pfarrgruppen des MMC Cham waren ins Geistliche Zentrum geladen, um ihren Dienst zu diskutieren.

Die Predigt hielt MMC-Präses Pater Sepp Schwemmer. Foto: Schmidbauer
Die Predigt hielt MMC-Präses Pater Sepp Schwemmer. Foto: Schmidbauer

Cham.Die Marianische Männerkongregation Cham (MMC) besteht aus 117 Pfarrgruppen. Vor Ort werden diese Gruppen von einem Obmann geführt. Dem stehen einer oder mehrere Mitarbeiter zur Seite. Deren Hauptaufgabe ist die Beitragseinziehung, die Verteilung der Sodalen-Post, dem Informationsblatt der MMC und, soweit erforderlich, Jubiläums- und Geburtstagsglückwünsche zu überbringen. Weil dieser Dienst so wichtig ist, lädt die MMC-Zentrale jährlich einmal die MMC-Mitarbeiter in das Geistliche Zentrum nach Cham ein. Dieser Mitarbeiter-Tag ist nicht nur ein Dankeschön für den Dienst, sondern auch ein Gebets- und Besinnungstag. Deshalb beginnt diese Begegnung mit der Feier des Sonntagsgottesdienstes und endet mit dem Rosenkranzgebet.

Am Sonntag war die Lesung aus dem ersten Buch Samuel ein Teil des Wortgottesdienstes. Der Präses der MMC, Pater Sepp Schwemmer, legte den Text der Lesung auf die Wertigkeit des Mitarbeiter-Dienstes kurz zusammengefasst so aus: „ Der junge Samuel schlief im Tempel des Herrn und dachte, als er seinen Namen hörte, der Hohepriester Eli hätte ihn gerufen. Auch Eli erkennt nicht gleich, sondern erst nach dem vierten Ruf, dass es der Herr ist, der den jungen Samuel gerufen hat. Auch wir brauchen einige Zeit, um auf den Ruf zu reagieren, ihn einzuordnen und umzusetzen. So den Ruf auch an euch Mitarbeiter, sich in die marianische Gemeinschaft einzubringen. Ein bedeutsamer Ruf an uns alle. Wir sollen hörbereit und hellhörig werden. Wach und offen sein, für das, was da noch auf uns zukommt. Lehre uns Herr, deinen Willen zu tun!“

Pater Petrus Donders gedacht

Nach der Messe in der Hauskapelle befasste sich der Präses im Alfons-Saal mit dem Sonntagsevangelium. Er sagte: „Es genügt nicht, über Jesus und seinen Weg etwas gehört oder gelesen zu haben. Die Jünger des Johannes haben das Wort vom Lamm Gottes gehört und sind Jesus nachgegangen und blieben bei ihm. Nun wussten sie, wer Jesus war. Und die Geschichte der Berufung ging weiter. Brüder und Freunde, einer sagte es dem anderen. So können Berufungen auch heute geschehen, wie auch ihr euch zur Mitarbeit in der MMC habt berufen lassen. Heute feiern wir den Gedenktag des seligen Pater Petrus Donders, einen Redemptoristen, der sich zur Missionsarbeit in Surinam berufen hat lassen.“

Weitere Besinnungs-Impulse beim MMC-Mitarbeitertag waren zwei Geschichten, die Präses Schwemmer vortrug. Einmal eine Traumerzählung von der Gottesmutter Maria und zum anderen eine Geschichte für den kommenden Alltag: „In der Geschichte von Maria geht es um einen Traum, den Maria hatte und ihrem Mann, dem hl. Josef erzählte. Dabei schildert Maria, dass Jesus ihr Sohn Geburtstag hatte und viele Menschen sich auf diesen Tag vorbereiteten. Sie haben sich schön gekleidet, Geschenke verpackt und unter einen Baum gelegt. Dann aber verteilten die Gäste die Geschenke untereinander. Sie waren also nicht für das Geburtstagskind bestimmt. Warum, weil die Gäste Jesus nicht kannten. Wie traurig für Jesus, auf seiner eigenen Geburtstagsfeier nicht erwünscht zu sein. Gott sei Dank, nur ein Traum der Gottesmutter Maria. Wie schrecklich, wenn es wirklich so wäre……?

Zeit zum Gebet und zur Einkehr

Die zweite Geschichte für den kommenden Alltag will uns, so Präses Schwemmer, sagen: „Es hängt von mir selbst ab, wie meine Umgebung auf mich wirkt. Vielleicht mehr als ich meine. Bin ich unausstehlich oder sorge ich für ein freundliches Klima, eine menschliche Atmosphäre. Und ich hoffe, dass ich es immer wieder schaffe, geduldiger mit den Mitmenschen umzugehen. Es liegt auch an mir. Immerhin habe ich die Chance, mindestens einen Teil der Welt zu verbessern: Mich selbst!“

Nach dem Besinnungsteil haben die MMC-Mitarbeiter, aufgeteilt in vier Gruppen, eine Antwort zu der Frage, wie es mir als Mitarbeiter in einer Pfarrgruppe geht, erarbeitet. Das im Plenum vorgetragene Ergebnis lautete, dass jeder den ihm zugewiesenen Dienst gerne macht. Die Zusammenarbeit mit dem Obmann und dem Pfarrer sei gut. Am Nachmittag bestand Gelegenheit für eine stille Gebetszeit und für das Rosenkranzgebet in der Klosterkirche. Abgeschlossen wurde der diesjährige Mitarbeiter-Tag der MMC mit der Überzeugung des Präses, „dass all unseren Aktivitäten Gott das Seine hinzufügt, damit etwas Rechtes daraus wird. So wie damals die Jünger zunächst noch ohne Mitte und ratlos waren, sind sie mit dem Herrn zu einer unvergänglichen Mitte geworden. Der Herr ist bei uns, wovor sollten wir uns fürchten? Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter Ihnen“!

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