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Maibaum heimlich aufgestellt

Unbekannte haben auf dem Markplatz von Waldmünchen einen Baum angebracht. „Brauchtum lebt auch jetzt“ ist darauf zu lesen.

Die Tradition des Maibaum-Aufstellens fiel dieses Jahr wegen Corona vielerorts ins Wasser. Daher haben Unbekannte in Waldmünchen offenbar eine Nacht-und-Nebel-Aktion gestartet. Foto: Ruhland
Die Tradition des Maibaum-Aufstellens fiel dieses Jahr wegen Corona vielerorts ins Wasser. Daher haben Unbekannte in Waldmünchen offenbar eine Nacht-und-Nebel-Aktion gestartet. Foto: Ruhland

Waldmünchen.Den Marktplatz Waldmünchens ziert ein Maibaum, wenn auch in eingeschränktem Maße. Das Exemplar, welches bislang noch Unbekannte in der „Walpurgisnacht“ in die Höhe gehievt haben, ist zwar um etliches kürzer als der Baum, den die Waldmünchner sonst gewohnt sind, hat aber trotzdem alle Merkmale eines ganz normalen Maibaums. Es fehlen weder die Baumspitze noch der Kranz, angebracht sind die weißblauen Bänder und auch ein Hinweisschild.

Dieses Schild mit der Aufschrift „Brauchtum lebt auch jetzt“ und mit dem bayerischen Rautenmuster eingerahmt, macht auch klar, dass das reduzierte und geheime Maibaumstellen einiges an Vorbereitung gekostet hat. Wenn die Brauchtumspfleger, die den Baum auch fachgerecht im Boden verkeilt haben, sich beim Bürgermeister zu erkennen geben, dann wäre eine angemessene Brotzeit auf jeden Fall angebracht.

Vom weiteren Brauch, dem „Grusch zusammentragen um den Maibaum“ war am Marktplatz nichts zu sehen, vielleicht hat sich da auch ausgewirkt, dass endlich der ersehnte Regen in der Walpurgisnacht herunterkam und so mancher Haus- und Gartenbesitzer seine Hausbänke, Gartentürl und sonstige Dinge vorsorglich in Sicherheit gebracht hatte.

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