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Kommunalpolitik

Manfred Ruhland nimmt Mandat an

Der SPD-Bürgermeisterkandidat in Waldmünchen hat seine Enttäuschung verarbeitet. Eine Wahlempfehlung gibt er nicht ab.

Manfred Ruhland hatte bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag nur 5,4 Prozent der Stimmen erhalten. Foto: Archiv/Schoplocher
Manfred Ruhland hatte bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag nur 5,4 Prozent der Stimmen erhalten. Foto: Archiv/Schoplocher

Waldmünchen.Manfred Ruhland, der im ersten Wahlgang gescheiterte Bürgermeisterkandidat der SPD, hat sich nach einigen Tagen Bedenkzeit entschlossen, sein Mandat anzunehmen und seine Arbeit im Stadtrat fortzusetzen. Das gab er am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

„Ohne Veränderung“

Er bedankte sich darin bei allen Bürgern, die ihm am Sonntag mit ihrer Stimme das Vertrauen ausgesprochen hätten. Gleichzeitig räumte er ein, dass ihn das Ergebnis von 5,4 Prozent doch enttäuscht habe. Ruhland: „Ich habe immer wieder die mangelnde Transparenz bei den Beschlussvorlagen und der Durchführung der Stadtratssitzungen angesprochen und mehr Informationen angemahnt. Auch das Verschieben von Tagungsordnungspunkten in die nichtöffentliche Sitzung habe ich mehrfach kritisiert, leider ohne substanzielle Veränderung.“

„Ich habe immer wieder die mangelnde Transparenz bei den Beschlussvorlagen und der Durchführung der Stadtratssitzungen angesprochen und mehr Informationen angemahnt.“

Manfred Ruhland

Und der SPD-Mann nennt ein Beispiel. Durch einen Pressebericht von einer CSU-Wahlkampfveranstaltung hätten er und weitere Mitglieder des Stadtrates erfahren, dass „der Bürgermeister und sein Stellvertreter seit 2016 konkret an der Einrichtung eines Gründerzentrums arbeiten“. Wenn Weichenstellungen von so einer Tragweite im Hinterzimmer getroffen und der Rest des Stadtrates durch die Presse vor vollendete Tatsachen gestellt würden, sei das das Gegenteil von Transparenz und notwendiger Information.

Die Mehrheit eingebüßt

Der Ausgang der Wahl habe ein Ergebnis erbracht, durch das die CSU ihre absolute Mehrheit eingebüßt habe und die Möglichkeit gegeben sei, „dass sich in Sachen Transparenz und Informationspolitik im Stadtrat neue Perspektiven eröffnen“. Am 29. März habe der Wähler darüber zu entscheiden, wer die künftigen Herausforderungen offen und im toleranten Miteinander angehen und bewältigen solle. Auf Nachfrage unseres Medienhauses erklärte er: „Ich habe mich aber nach reiflicher Überlegung entschieden, keine direkte Wahlempfehlung auszusprechen.“

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