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Auszeichnung

Manfred Zollner neuer Further Ehrenbürger

Der erfolgreiche Unternehmer wird damit für seine enormen Verdienste um Furth und den Drachenstich geehrt.
Von Wolfgang Baumgartner

Bürgermeister Müller gab bekannt, dass Manfred Zollner (l.) neuer Ehrenbürger wird.

Furth im Wald.Die Drachenstichstadt hat einen neuen Ehrenbürger. „Am 21.September hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, Manfred Zollner, Seniorchef des gleichnamigen Unternehmens in Zandt, die Ehrenbürger-Würde zu verleihen“, teilte gestern Bürgermeister Johannes Müller bei einer Pressekonferenz mit. „Das ist für mich eine außerordentliche Ehre, ich freue mich sehr über diese Anerkennung“, konstatierte der erfolgreiche Firmengründer und Chef des größten Unternehmens im Landkreis.

Die Grenzstadt will nach den Worten des Rathauschefs mit dieser Ehrung die enormen Verdienste von Manfred Zollner würdigen. „Ohne ihn hätten wir keinen neuen Drachen“, fügte Müller hinzu.

Großer Festakt geplant

Die offizielle Verleihung der Urkunde soll bei einem Festakt im Großen Rathaussaal erfolgen. Der Termin steht noch nicht fest. Sicher dagegen ist, dass die Verkündung gestern „schon ein denkwürdiger Moment“ in der Geschichte der Drachenstich-Stadt und im Leben von Manfred Zollner war. Laut Müller herrschte im Stadtrat absolute Einigkeit, die herausragenden Leistungen von Manfred Zollner für Furth im Wald und für das älteste Deutsche Volksschauspiel durch die Verleihung der Ehrenbürgerschaft zu würdigen. Nach dem Beschluss im Plenum reiste am 29. Oktober eine Delegation bestehend aus den drei Bürgermeistern und den Fraktionsvorsitzenden nach Zandt, um bei Manfred Zollner vorstellig zu werden. Sichtlich gerührt habe der Mann, dem Furth einen neuen Drachen zu verdanken hat, diese Würdigung angenommen.

„Wir sind sehr stolz auf unseren neuen Ehrenbürger“, freute sich am Donnerstag der Bürgermeister. Manfred Zollner habe dafür gesorgt, dass die Identität der Further Bürger – der neue Drache – als einzigartiges und einmaliges Wunderwerk der Technik gebaut worden sei.

Manfred Zollner, ein Visionär, der aus einem Zwei-Mann-Betrieb ein weltweit operierendes Unternehmen mit rund 7000 Beschäftigten aufbaute, bedankte sich gestern für „diese lobenden Worte.“

Auszeichnung Verpflichtung

Als die drei Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden bei ihm in Zandt vorstellig geworden sind, freute er sich aber nicht nur über ihre Botschaft, sondern auch über die „Einigkeit, die in Furth ja nicht immer vorhanden ist!“ Für den 70-Jährigen ist die Ehrenbürger-Würde nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung. „Ich bin mit Furth im Wald sehr eng verbunden; durch den Betrieb hier und natürlich durch den Drachen!“

Letzterer habe sogar ihn, der aus dem Nichts ein Imperium aufgebaut hat, „so manche schlaflose Nacht beschert.“ Manfred Zollner erinnerte sich an die Anfänge und wie es eigentlich dazu kam, dass sein Unternehmen in Zandt das Wagnis einging, dieses High-Tech-Reptil zu bauen. Die Weichen dafür hätten Bürgermeister Johannes Müller und Rechtsanwalt Ludwig Wanninger gestellt. „Diese beiden ließen nicht locker und haben mich praktisch vergewaltigt“, schmunzelt Manfred Zollner. Die wiederholten Appelle „du kannst den Drachen bauen“, haben den Seniorchef schließlich dazu bewegt, sein Wort zu geben. Und damit war es geschehen. Denn ein Manfred Zollner hält Wort, auch wenn es darum geht, das schier Unmögliche möglich zu machen und auch dann, wenn die Wirtschaft die größte Nachkriegskrise bewältigen muss, wie 2009 geschehen. „Können und Kosten“ waren die entscheidenden Fragen. Als die Visionen auf dem Reißbrett allmählich Wirklichkeit wurden, sank der Stellenwert der „Kosten“. „Wir standen im Wort und das 13-köpfige Team um Sandro Bauer konnte loslegen!“ Der Seniorchef sorgte für die nötige Rückendeckung und die Ingenieure und Spezialisten aus Zandt schafften eine „mechatronische Glanzleistung“, wie es der Präsident der Technischen Universität München, Professor Dr. Dr. Wolfgang Hermann im Juli formulierte. Mit Leidenschaft und Begeisterung bauten die Mitarbeiter von Manfred Zollner einen weltweit einzigartigen Laufroboter. „Jeder gab sein Bestes und keiner war sich selbst für niedrige Arbeiten zu schade“, berichtete Zollner, der bereites Ehrenbürger von Zandt ist. Was die Unterbringung des High-Tech-Reptils betrifft, hat er eine klare Meinung. „Die Requisitenhalle ist ideal!“ Der Drache sei das Aushängeschild von Furth im Wald. Und deshalb hätten die Verantwortlichen durchaus früher die Weichen für eine adäquate Unterbringen stellen können.

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