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Glaube

Marienverehrer seit 60 Jahren

Beim Konvent der Marianischen Männerkongregation in Jägershof wurde der Sodale Eduard Brandl geehrt.
Von Helga Brandl

Pater Schwemmer (l.) und MMC-Obmann Josef Zisterer nahmen Eduard Brandl in die Mitte. Foto: Helga Brandl
Pater Schwemmer (l.) und MMC-Obmann Josef Zisterer nahmen Eduard Brandl in die Mitte. Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.„Ein Haus voll Glorie schauet – Kirche: Schatten… und Licht“ stand als Jahresthema 2019 über dem Konvent der Marianischen Männerkongregation Jägershof. Ein beeindruckender Gottesdienst in der Jägershofer Kirche mit Zentralpräses Pater Josef Schwemmer bildete den Auftakt zum Treffen der Sodalen, die MMC-Obmann Josef Zisterer anschließend im Jägershofer Schützenheim willkommen hieß.

Pater Schwemmer führte neben der schrumpfenden Zahl von Kirchenbesuchern und schwindendem Glaubenswissen auch Skandale an. Trotzdem sei die Kirche nicht so schlecht wie sie gemacht wird, denn neben dem Schatten gebe es auch sehr viel Licht, zeigte sich Schwemmer überzeugt. Internationalität prägte die Kirche von Anfang an und auch Krankenhäuser oder soziale Einrichtungen seien eine christliche Erfindung, wie die wenigsten wissen. Dass bei allem Rückgang der Kirchenbesucher „Nightfever“ (Anbetungsnacht) so großen Zulauf habe, zeige, wie Kirche Wichtiges erspüre. Die Menschen wollen beten, gerade wenn sie von Schicksalsschlägen getroffen werden. Damit werde deutlich, was gerne vergessen werde, dass nicht innerkirchliche Strukturdebatten, sondern der gelebte Glaube die Menschen weiterbringe.

„Was können wir tun, um nicht nur farblos mitzuschwimmen, sondern sich zu engagieren?“, fragte Schwemmer und schickte gleich die Antwort hinterher. „An uns allein liegt es, dass die lichtvolle Seite der Kirche wieder mehr zum Tragen kommt.“ Umkehr und Erneuerung seien täglich gefragt und nicht nur in der Advents- oder Fastenzeit. Vorbilder habe man genug, bekräftigte der Zentralpräses mit Blick auf so viele Selige und Heilige wie noch nie. Die Christen von heute hätten zu ihren Lebzeiten nur gute Päpste erlebt. Papst Franziskus gehe die aktuellen Probleme an und mache dies sehr gut. Die deutsche Kirche brauche sich nicht zu verstecken, bekräftigte der Referent, der mit Adveniat, Misereor, Renovabis oder dem Einsatz für die Migranten einige Beispiele anführte.

Mit dem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry „Was ich am tiefsten verabscheue, ist die Rolle des Zuschauers, der unbeteiligt ist oder tut. Man soll nie zuschauen. Man soll Zeuge sein, mittun und Verantwortung tragen“, kamen die Sodalen ins Gespräch und beendeten die Diskussionsrunde mit Gedanken von Bernhard Häring und einer Weisheit aus China.

Pater Schwemmer zeichnete im Beisein von MMC-Obmann Josef Zisterer den treuen Sodalen Eduard Brandl mit der Ehrennadel für 60-jährige Mitgliedschaft in der Männerkongregation aus und beendete einen aufschlussreichen Konvent.

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