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Mittwoch, 20. Juni 2018 28° 2

Schiedsrichter

Martin Speckner ist Schiri des Jahres

Obmann Karl-Heinz Späth stellte beim Ehrungsabend fest, dass es in der Chamer Gruppe gut läuft. Er hat aber auch Sorgen.

  • Martin Speckner ist Vorzeige-Schiri der Chamer Gruppe. Der Bayernliga-Mann ist nach wir vor an der Basis präsent und engagiert sich im Lehrstab. Foto: ctm
  • Schiedsrichter des Jahres: Gute Leistungen auf dem Platz in der Bayernliga, bemerkenswerte Bewertungen in den Junioren-Bundesligen haben Martin Speckner die Auszeichnung Schiedsrichter des Jahres zum zweiten Mal hintereinander beschert. Seine ständige Verfügbarkeit belegt sein Engagement nicht nur in der Gruppe Cham, wo er dem Lehrstab angehört und sich auch um die förderungswürdigen Schiedsrichter annimmt. Foto: csz
  • Nachwuchs-Schiedsrichter 2017: Erst im März 2017 legte Patrick Heigl vom TSV Sattelpeilnstein die Schiedsrichter-Prüfung ab. Er meisterte seine ersten Spiele, auch mit Hilfe seines „Paten“ Hans Stocker. Die ersten Sporen verdiente sich der Neuling auch an der Linie beim Vereinskameraden Dieter Dendorfer. Bei genügendem Engagement wird er seinen Weg machen, weil er mit Fingerspitzengefühl gefördert wird nach dem Grundsatz „fördern aber auch fordern“. Foto: csz
  • Aktivster Schiedsrichter 2017: Zum neunten Mal wurde Peter Scholz der aktivste Schiedsrichter im Mix aus Lehrabend, Training und Spielen. Im fortgeschrittenen Alter wollte er es nochmals wissen – und es hat geklappt. Der ehemalige Bezirksoberliga-Schiri hält sich ständig fit und dreht seine Runden um den Platz. Auf dem Platz stimmt die Leistung, und er wird gerne als Assistent angefordert, um mit seiner Erfahrung zu unterstützen. Foto: csz

Cham.Sehr gut besucht war der Ehrungsabend der Chamer Schiris. Obmann Karl-Heinz Späth stellte erfreut fest, dass „es in der Gruppe Cham gut läuft“. Martin Speckner ist in der Bayernliga, Tobias Späth in der Landesliga. Mit Joseph Baumgartner, Dieter Dendorfer, Thomas Gebhardt, Fabian Kussinger, Sebastian Mauer, Fabian Seebauer und David Seefried sind sieben Chamer in der Bezirksliga nominiert.

„Für noch mehr Gespanne haben wir nicht genügend Schiedsrichter“, so der Obmann. Mit fast 3900 Spielen waren die Männer und Frauen an der Pfeife bestens ausgelastet. Dies wäre nicht zu schaffen gewesen, „wenn nicht alle so toll engagiert gewesen wären“.

Altersschnitt bereitet Sorgen

Sorgen bereitete dem Obmann der hohe Altersschnitt seiner Unparteiischen. „Wir hatten vergangenes Jahr zwei Neulingslehrgänge mit insgesamt nur zwölf Teilnehmern, da können wir die Abgänge nicht auffangen“, sagte Späth.

Aber nicht nur auf dem grünen Rasen oder unter dem Hallendach stimmte durchweg die Leistung, sondern auch gesellschaftlich war einiges geboten: Der Bundesligabesuch in München, der „Wandertag“ auf dem Regen und das Spiel gegen unsere Nachbarn aus Schwandorf und einige kleinere Events mehr.

Mit Hans Dammer (SV Schwarzhofen), 50 Jahre Schiri, Hans Geisler (ASV Cham) und Alfons Kainz (FC Wald/Süßenbach), jeweils 40 Jahre dabei, kamen drei neue Ehrenschiedsrichter hinzu. Eine nette Geste, verdiente Kameraden zu ehren, ist mittlerweile die Aktion „Danke Schiri“ geworden. In einem festlichen Rahmen, diesmal in der Kurklinik Bad Abbach, würdigte der Bezirk Peter Scholz (FC Stamsried) in der Kategorie „über 50“, Jürgen Kraus (SpVgg Mitterdorf) „unter 50“ und Teresa Mauerer (SG Silbersee) bei den Frauen. Ihr wird als Oberpfalz-Beste in Kürze auch vom Bayerischen Fußball-Verband in München eine weitere Ehrung zuteil.

„Am heutigen Tag stehen 212 Schiedsrichter auf der Mitgliederliste. Der Dank gilt aber dem Lehrteam um Tobias Späth, das unermüdlich auf Ausbildung setzt, damit genügend Spielleiter der Gruppe angehören“, so der Gruppenobmann.

Neulinge einfach auf den Platz zu schicken sei heutzutage ein „No Go“. Die Betreuung für die ganz Jungen sei unerlässlich und werde, soweit die Kapazitäten vorhanden sind, auch regelmäßig gemacht. Die Gruppe stehe gut da, musste aber auch einiges einstecken. Doch die Freude überwiege ganz klar. Martin Speckner habe es bis in die A-Jugend Bundesliga geschafft und sich dort etabliert.

Zwei Mann in Verbandsklassen

War die Gruppe lange Zeit ohne Schiri in den Verbandsklassen, sind Martin Speckner und Tobias Späth in der Landesliga im Einsatz. In der Spitzenliga der Oberpfalz seien es aktuell vier Junge, die dort eingesetzt werden: Fabian Kussinger, Fabian Seebauer und David Seefried sowie aktuell Sebastian Mauer, der den Förderaufstieg zur Rückrunde schaffte. Dazu kommen die Erfahrenen mit Dieter Dendorfer, Joseph Baumgartner und Thomas Gebhardt. „Da stimmt die Mischung ganz gut“, so der Obmann.

In der Kreisliga können Talente reifen und die Erfahrenen ihre Klasse zeigen. So kommen in der aktuellen Saison fünf Neue zum Einsatz, die ihre Sache mehr als ordentlich machten, neben den altbewährten im Bestandskader. Die Aufgabe einer Schiedsrichter-Gruppe sei ursächlich die Besetzung der Spiele der Kreisklasse und darunter sowie der Jugendspiele. Hier müsse Woche für Woche Schwerstarbeit von den Einteilern geleistet werden. Zum einen, für alle Spiele einen Schiri zu finden und zum anderen, den „richtigen Schiri“ zu schicken. Diese meist älteren Unparteiischen bilden das Rückgrat der Gruppe und seien unverzichtbar. Fast 3800 Spiele wurden im vergangenen Jahr mit Chamer Beteiligung geleitet, gewunken, gecoacht. Späth erinnerte an die enorme Zeit, die aufgebracht werden muss, damit ein „Vollsonntag“ mit Verbands-, Bezirks- und Kreiseinsätzen steht. Nach Auflösung der Gruppe Bad Kötzting fanden elf Schiedsrichter den Weg nach Cham. Sie alle wurden herzlich aufgenommen und werden entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt.

Mit der neu angeschafften technischen Unterstützung per Head-Set sind die Chamer Unparteiischen auch hier ordentlich aufgestellt und können auf dem Platz miteinander kommunizieren. Lehrwart Tobias Späth berichtete: „Wie jedes Jahr wurden wieder zwölf Lehrveranstaltungen angeboten, damit alle Schiedsrichter die Möglichkeit haben, auf ihr Soll von fünf Lehrabenden zu kommen und um für ihren Verein angerechnet zu werden. Der Winterleistungsprüfung mussten sich die Schiedsrichter ab der Kreisliga und die Förder-Schiedsrichter mit einem Lauftest im Chamer Stadion unterziehen.“

Weiterbildung der Talente

Das Thema „Der Schiri und die Zeit“ stand im Mittelpunkt eines Lehrabends, genauso wie das richtige Aus- und Rückwechseln. Aus dem Fundus der Spielszenen seien vom Lehrteam wichtige Instrumente der Spielführung herausgearbeitet worden, denn nicht immer sei alles so klar, wie es manchmal erscheinen würde, so Tobias Späth. Die Sommerlehrgänge bereiteten keine Schwierigkeiten, denn die gute Vorbereitung zahlte sich auch hier wieder einmal aus. Der Bezirk Oberpfalz fordert die Talente mit monatlichen Weiterbildungen. Stark eingebunden seien hier insbesondere die Talente im Bezirk. Sebastian Mauer schaffte schließlich den Sprung in die Bezirksliga noch im Herbst.

30 Trainingseinheiten gab es in der Halle oder im Freien bei den Vereinen. Die Trainingsbeteiligung habe sich auf einen passablen Durchschnittswert eingependelt, denn Fitness gehört auch beim Spielleiter zu den Grundvoraussetzungen. (csz)

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