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Martin Stoiber wurde vereidigt

Den Amtseid als Bürgermeister der Stadt Cham nahm ihm am Donnerstag der älteste Stadtrat im Gremium, Günther Lommer, ab.
Von Christoph Klöckner

Martin Stoiber (r.) wurde am Donnerstagabend in der Stadthalle von Günther Lommer vereidigt.  Foto: Luis Münch
Martin Stoiber (r.) wurde am Donnerstagabend in der Stadthalle von Günther Lommer vereidigt. Foto: Luis Münch

Cham.Das Bild hat schon etwas Historisches: Der Erste Bürgermeister der Stadt Cham ist erstmals nach dem 2. Weltkrieg ein Christsozialer und löst damit eine lange Reihe anderer Farben auf dem Chefsessel ab. Martin Stoiber ist am Donnerstagabend bei der konstituierenden Stadtratssitzung in der Stadthalle vereidigt worden.

Günther Lommer (CSU) durfte ihm als ältester Stadtrat im Gremium den Amtseid abnehmen. Auch das ist etwas Besonderes. Denn zum einen ist Lommer nur im Stadtrat, weil Martin Stoiber (CSU) die Stichwahl gegen Christian Plötz Ende März gewonnen hatte.

Elf neue Stadträte legten vor Bürgermeister Martin Stoiber ihren Eid ab. Foto: Luis Münch
Elf neue Stadträte legten vor Bürgermeister Martin Stoiber ihren Eid ab. Foto: Luis Münch

Dadurch wurde dessen Platz im Stadtrat frei und Lommer nahm ihn als erster Nachrücker ein. Zum anderen war Lommer mit der Kandidatur Stoibers für die CSU ursprünglich nicht zufrieden, machte dies auch öffentlich – und musste sich am Ende eines Besseren belehren lassen.

Elf neue Stadträte vereidigt

Mit der Eidesformel, die Stoiber zu sprechen hatte, schwor er dem Grundgesetz der Bundesrepublik und der Verfassung des Freistaates Bayern seine Treue, wie auch im Anschluss die elf neuen Stadträte im Gremium. Denen nahm Martin Stoiber als seine erste öffentliche Amtshandlung den Eid ab. In einer kurzen Antrittsrede machte er deutlich, dass er in den ersten Tagen vor allem mit der Coronakrise beschäftigt gewesen sei. Er bot allen eine gute Zusammenarbeit an und betonte, dass ihm die Bürgernähe besonders wichtig sei.

Die Eidesformel

  • Treue:

    Der neue Bürgermeister Martin Stoiber wiederholte die Worte, die ihm Stadtrat Günther Lommer vorsprach.

  • Schwur:

    „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mit Gott helfe.“

Er werde den Auftrag ernst nehmen. Stoiber sprach Themen wie die Finanzlage oder den Leerstand an, wünschte sich Ideen, um die Stadt vorwärtszubringen. Schließlich wurden zwei Stellvertreter des Ersten Bürgermeisters gewählt. Hier hatte es im Vorfeld Irritationen gegeben.

Dendorfer wird zweiter Bürgermeister

Walter Dendorfer hatte als Sprecher der stärksten Fraktion den 2. Bürgermeisterposten für die AG Chamland reklamiert und wurde von der Mehrheit am Donnerstag auf Vorschlag von Günther Lommer (CSU) mit 17 Stimmen ins Amt gewählt.

Er löst die bisherige zweite Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller (CSU) ab, die als einziges Mitglied nicht bei der Sitzung anwesend war. Sie hatte bei der Wahl mit 3356 Stimmen das beste Wahlergebnis in der Fraktionsgemeinschaft CSU/Chamland erreicht. Dafür wurde Barbara Dankerl (CSU) zur Dritten Bürgermeisterin gewählt, die 16 Stimmen erhielt.

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