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Beschluss

Mehr Übersicht für Wanderer im Zellertal

Gemeinderat genehmigt die Aufstellung von 2300 Tourenschildern und 3680 Einhängern. Rund 140 000 Euro kostet das Projekt.
Von Eduard Reith

Das Zellertal soll für Wanderer attraktiver werden. Schilder sollen bei der Orientierung helfen.  Foto: Swen Pförtner/dpa
Das Zellertal soll für Wanderer attraktiver werden. Schilder sollen bei der Orientierung helfen. Foto: Swen Pförtner/dpa

Arnbruck.Die beginnende Bausaison macht sich auch in Arnbruck bemerkbar. Der Gemeinderat musste in seiner jüngsten Sitzung zunächst acht Bauanträge behandeln. Fünf davon dürfen veröffentlicht werden.

Sabrina und Karl Wittenzellner haben den Neubau eines Einfamilienhauses in Thalersdorf beantragt. Andreas Tremmel will an das elterliche Wohnhaus in Schmiedau anbauen. Christina und Stefan Fischer beabsichtigen einen Wohnhausneubau mit Nebengebäuden als Ersatzbau in Baumgarten. Stefan Gröller will in Trautmannsried eine bestehende Garage um nutzen mit familiengerechter Erweiterung zu einem Einfamilienhaus. In Gutendorf plant Josef Penzkofer den Anbau einer landwirtschaftlichen Halle. Allen Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Erlaubnis soll verweigert werden

In der Bürgerversammlung stellte Josef Graßl den Antrag, dass die Grundstückseigentümer, auf deren Grundstücken die Wasserversorgung Bayerischer Wald (WBW) für den Ringschluss bis zum Steinkreuz die Wasserleitung verlegen will, ihre Erlaubnis verweigern, bis die WBW die von ihnen nicht mehr benötigte Quelle im Gemeindegebiet an die Gemeinde abgibt. Gemeinderat Stefan Achatz erinnert, dass die Gemeinde selber der größte Grundstückseigentümer ist und die Grabungsarbeiten untersagen kann. Geschäftsleiter Hans Graßl weist darauf hin, dass die Gemeinde einen Liefervertrag mit der WBW hat und in Niederndorf die Leitungen der WBW und den Übergabeschacht nutzt.

Bürgermeister Hermann Brandl informierte, dass er bereits einen Termin mit dem Leiter der WBW und den betroffenen Grundstücksbesitzern hat, um diese Angelegenheit zu klären. Bei diesem Gespräch sollten auch seine beiden Stellvertreter teilnehmen.

Die Leiterin der Tourist-Information, Renate Kollmer, präsentierte dem Gemeinderat die verschiedenen Varianten der Tourenbeschilderung. Der Gemeinderat sprach sich für Hohlraumkastenschilder, wovon 2300 Schilder benötigt werden, mit Einhängern (3680 Stück) zu Gesamtkosten von rund 140 500 Euro aus. Bei dieser Variante sind auf den Schildern die Ziele und auf den dazugehörigen Einhängern die Touren dargestellt. Die geringere Zahl der Schilder verursachen weniger Montage- und Unterhaltskosten. Für Zwischen-Wegweiser müssen rund 8500 Euro aufgebracht werden. Auf die Gemeinde Arnbruck entfallen zehn bis zwölf Prozent der Kosten.

Weitere Themen

  • Liebfrauenquelle:

    Auf die Frage von Gemeinderat Gerhard Hirtreiter nach Kosten für die Gemeinde für die Renovierung der Liebfrauenkapelle entgegnete Kämmerer Graßl, dass für diese Maßnahme keine Kosten anfallen. (ket)

In etlichen Vorgesprächen haben sich die vier Bürgermeister der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Zellertal verständigt, einen Bautechniker/Bauingenieur einzustellen. Geschäftsleiter Graßl erläuterte dem Gemeinderat, dass ein dementsprechender Fachmann die örtlichen Bauleitungen mit Schwerpunkt Tiefbau übernehmen soll. Zu seinen Aufgaben gehören das Erstellen von Leistungsverzeichnissen und das Durchführen von VOB-gerechten Ausschreibungen sowie die bautechnische Betreuung und Einarbeitung von Neuerungen ins Geoinformationssystem (GIS). Der Sitz des Bautechnikers soll Bodenmais sein und abgerechnet soll nach tatsächlichen Stunden der Aufgaben werden.

Geschäftsleiter und Kämmerer Hans Graßl teilte weiter mit, dass eine Umsetzungsbegleitung von der ILE angedacht ist, welche Projekte begleitet und koordiniert. Dies soll keine Festanstellung sein, sondern es sollen entsprechende Dienstleister gemeinsame Projekte begleiten und die Aufsicht führen. Das Wanderwegekonzept hat gezeigt, dass dies dabei schon von Vorteil für die Gemeinden gewesen wäre.

Graßl erläuterte die über- und außerplanmäßigen Ausgaben im Haushaltsjahr 2019 dem Gemeinderat, wobei überplanmäßige Ausgaben bis zu einem Betrag von 2500 Euro und außerplanmäßige Ausgaben bis zu 1000 Euro in die Zuständigkeit des ersten Bürgermeisters fallen. Die Haushaltsüberschreitungen waren alle plausibel darzustellen und wurden vom Gemeinderat mit einer Gegenstimme genehmigt.

Der Gemeinderat musste auf Anregung der überörtlichen Rechnungsprüfung am Landratsamt die Beschlüsse hinsichtlich der Reduzierung der Öffnungszeiten der Tourist-Info und der Freieintritte der Schwimmsparte des Sportvereins zu Trainingszwecken bestätigen. Das Ergebnis war einstimmig.

Elementarversicherung für’s Bad

Die Bayerische Versicherungskammer hat der Gemeinde ein Angebot für eine erweiterte Versicherung von Elementarschäden ihrer Liegenschaften unterbreitet. Sachbearbeiterin Stefanie Müller hatte alle Liegenschaften, Versicherungen und Mehrkosten für die Elementarschadenversicherung zusammengefasst. Der Gemeinderat kam überein, dass lediglich für das Panoramabad die Elementarversicherung ohne Selbstbeteiligung zu Mehrkosten von rund 1000 Euro abgeschlossen werden soll.

Bürgermeister Hermann Brandl terminierte die nächste Gemeinderatssitzung für den 1. und die nächste ILE-Sitzung für den 2. April. Die letzte Gemeinderatssitzung der endenden Wahlperiode ist Ende April, es kann aber noch eine Sondersitzung für den Kindergarten erforderlich werden.

Kämmerer Graßl informierte anschließend über die Förderinitiative „Innen statt Außen“. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Gemeinde einen Beschluss auf den Verzicht aus Ausweisung neuen Baulandes fasst. Kleine Erweiterungen seien innerörtlich erlaubt. Eine Dorferneuerung sei nicht erforderlich, sondern nur die private, die bereits im Gange ist. Antragsteller für das Förderprogramm sind nur Kommunen, die ein schlüssiges Konzept vorlegen und den Bereich festlegen müssen, was der Bauausschuss machen soll. Die Kommune kann den bis zu 90-prozentigen Zuschuss unter bestimmten Voraussetzungen an Privatpersonen weiterreichen, sie muss aber finanziell in Vorleistung gehen.

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