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Entwicklung

Mehr Wert, weniger Kosten

Die vier ILE-Zellertal-Gemeinden sprechen sich für gemeinsam finanzierten Bauingenieur oder Bautechniker aus.

Bürgermeister Hans Hutter (Drachselsried), Gemeinderat Georg Preiß (Arnbruck), Gemeinderat Klaus Probst (Drachselsried), Bettina Gehrmann (Bodenmais), Marktgemeinderat Stefan Tremml (Bodenmais), Gemeinderat Robert Trum (Arnbruck), Bürgermeister Hermann Brandl (Arnbruck), Florian Müller (Bodenmais), Marktgemeinderat Max Kuchler (Bodenmais) und Gemeinderat Josef Limbeck, Langdorf (v. li.) Foto: Hans Hutter
Bürgermeister Hans Hutter (Drachselsried), Gemeinderat Georg Preiß (Arnbruck), Gemeinderat Klaus Probst (Drachselsried), Bettina Gehrmann (Bodenmais), Marktgemeinderat Stefan Tremml (Bodenmais), Gemeinderat Robert Trum (Arnbruck), Bürgermeister Hermann Brandl (Arnbruck), Florian Müller (Bodenmais), Marktgemeinderat Max Kuchler (Bodenmais) und Gemeinderat Josef Limbeck, Langdorf (v. li.) Foto: Hans Hutter

Drachselsried.Auf Einladung des Drachselsrieder SPD-Ortsvereins unter der Leitung von Hans Hutter gab es nun bereits zum vierten Mal ein offizielles Treffen dieser Art. „Die Basis für die gute und fruchtbare Kooperation in der ILE Zellertal ist die freundschaftliche und enge Zusammenarbeit der vier Kommunen auf Augenhöhe. Die SPD-Ortsvereine sind von den sich aus dieser Gemeinschaft ergebenden Vorteilen überzeugt“, stellte der Drachselsrieder Bürgermeister in seiner Begrüßung fest.

Mehrwerte generieren und Kosten einsparen: Unter diesem Motto stehen die Treffen der SPD-Gemeinderäte der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Zellertal, zu der neben den Gründungsmitgliedern Arnbruck und Drachselsried auch Bodenmais und Langdorf gehören. Vertreten waren zahlreiche SPD-Gemeinderäte und Vorstandsmitglieder aus den vier Gemeinden, die der Einladung ins Gasthaus zur Eiche nach Drachselsried gefolgt sind.

Nachdem die vier Kommunen bereits vor über einem Jahr gemeinsam einen IT-Spezialisten eingestellt haben, wurde in der Runde erneut die Idee aufgegriffen, auch über einen gemeinsamen Bauingenieur oder erfahrenen Bautechniker nachzudenken.

Kleine Gemeinden im Nachteil

Die vier Zellertal-Gemeinden kann man sowohl flächen- als auch einwohnermäßig durchaus mit den drei Städten im Landkreis Regen vergleichen. Jede Stadt habe einen Stadtbaumeister und ein entsprechend besetztes Stadtbauamt, kleine Kommunen seien hier im Nachteil, weil sie alles an externe Ingenieurbüros vergeben müssten.

Alle Anwesenden sahen in dem Vorschlag von Drachselsrieds Bürgermeister Hans Hutter einen Ansatz, über den man in den einzelnen Gemeinderatsgremien und in der nächsten Zusammenkunft der vier ILE-Bürgermeister nochmals intensiv nachdenken sollte. Hier entstünde großes Einsparpotenzial, damit die Kommunen mehr Geld für Investitionen frei hätten, oder auch, um die Haushalte konsolidieren zu können.

Auch das Wanderwegekonzept der ILE Zellertal und die gemeinsame Gemeinderatssitzung wurden ausgiebig besprochen. In der Sitzung ging es um die Vorstellung und Billigung des Wanderwegekonzepts. Die derzeitige Beschilderung ist lückenhaft und stimmt nicht mit der Natur überein. Auch die Inszenierung der Wanderwege ist teilweise fehlerhaft. Max Kuchler, Marktgemeinderat aus Bodenmais, plädierte für eine gelbe Beschilderung anstatt der Kompromisslösung mit grünen Schildern. Dieser Farbwechsel ist aber aufgrund des kategorischen Ablehnens anderer Stellen nicht durchführbar. Nach Ansicht der SPD-Räte sollte man in Zukunft entsprechende Kinderwanderwege und Wanderspielplätze neu schaffen, um sich wieder bedeutender als Region für Familienurlaub mit Kindern aufstellen zu können. Zudem sind die Aussichtspunkte und Kraftplätze für eine verstärkte Wahrnehmung besser herzurichten.

Unstimmigkeiten möglich

Dass es bei der Umsetzung von ILE-Projekten auch Unstimmigkeiten und Uneinigkeit zwischen den Gremien geben könnte, ist für die Gemeinderäte und SPD-Vorstandsmitglieder kein Problem. Es sei legitim, bei einem Projekt auch mal nicht dabei zu sein, wenn eine Gemeinde keinen Vorteil für sich sehe.

Dann wurden die im März 2020 anstehenden Kommunalwahlen angesprochen. Im Gesamtpaket der Themen fühlen sich die jeweiligen Verantwortlichen gut aufgestellt. Der Wunsch nach einem fairen Wahlkampf einigte sie von den einzelnen Ortsvereinen. Das nächste Treffen dieser Art wird Ende Dezember in Bodenmais stattfinden.

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