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Messen mit Mindestabstand und Sparbesetzung

Das mögliche Kontingent von 50 Gottesdienstbesuchern wurde nicht ausgeschöpft.

Ungewohntes Bild mit Mindestabstand und spärlicher Besetzung bei den ersten öffentlichen Gottesdiensten nach der Corona-Pause Foto: cls
Ungewohntes Bild mit Mindestabstand und spärlicher Besetzung bei den ersten öffentlichen Gottesdiensten nach der Corona-Pause Foto: cls

Schorndorf.Auch in der Pfarrkirche Schorndorf wurden am Samstag und Sonntag die Gottesdienste nach längerer Zeit wieder öffentlich gefeiert. Und dennoch war „einiges anders“, wie auch Ruhestandspfarrer Hans Gschlößl feststellen musste.

Schon während der Woche sind die notwendigen Vorbereitungen getroffen und etwa maximal 50 zu belegende Plätze kenntlich gemacht worden. Das begrenzte Kontingent ist werktags bei den Messen, Rosenkränzen oder Maiandachten kein Problem. Gespannt war aber erwartet worden, ob die Plätze für den Vorabendgottesdienst am Samstag bzw. die Pfarrmesse am Sonntag ausreichen würden. Und sie waren es, denn am Samstag wurden nur knapp über 30 und am Sonntag nur knapp über 20 Gottesdienstbesucher gezählt. Offensichtlich hatten doch einige Pfarrbürger befürchtet, eventuell mangels ausreichender Plätze wieder unverrichteter Dinge umkehren zu müssen.

Den diözesanen Anweisungen für die Liturgie zur Einhaltung der staatlichen Infektionsvorschriften wurde uneingeschränkt Folge geleistet. Die Kirchentüren waren offen, so dass sie nicht berührt werden mussten. Mitglieder des Pfarrgemeinderates bzw. der Kirchenverwaltung erfassten beim Betreten die Namen der Teilnehmer. Der Weihwasserkessel blieb leer, stattdessen war ein Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Auch auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wurde geachtet. Statt der Kollekte wurden Sammelkörbchen am Eingang positioniert. Auch die Vorgabe, dass die Liturgie 60 Minuten nicht überschreiten darf, wurde mit rund einer Dreiviertelstunde mehr als eingehalten.

„Endlich sind wir wieder in unserer Kirche“, so Ruhestandspfarrer Gschlößl, „ich freue mich sehr, Sie wieder zu sehen.“ Es sei eine neue und ungewohnte Zeit, „eine Zeit mit und nach Corona“. Doch auch diese neuen Schritte und diese neuen Wege würde der Herr mit uns gehen, genauso wie bei unseren Umwegen, Abwegen und Irrwegen. Doch auch in dieser Situation dürften wir Christus restlos vertrauen, „dass er unseren Weg kennt“. Natürlich sei es oftmals kein Zuckerschlecken, den Weg mit Jesus zu gehen, „das kann beschwerlich sein.“

Auch auf die Kommunionspendung in würdiger Weise muss derzeit verzichtet werden. „Anstand heißt Abstand“, so Gschlößl zur Devise dieser Corona-Wochen, „Abstand ist der beste Schutz.“. Der Seelsorger verwies sinngemäß auf die bekannte Bibelstelle „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich geheimnisvoll gegenwärtig.“ Und wo wurde die „geistige Kommunion“ mit einer stillen Meditation abgerundet.

Zum Abschluss dankte Gschlößl den Gläubigen fürs Kommen und spendete am Muttertag ganz besonders auch allen Müttern Gottes Segen. Nachdem in den kleineren Dorfkapellen der Pfarrei, etwa in Knöbling, Thierling und Neuhaus, heuer die Maiandachten nicht abgehalten werden können, ergeht umso mehr herzliche Einladung zu den Maiandachten in der Pfarrkirche Schorndorf, jeweils freitags und sonntags um 19 Uhr. (cls)

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