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Vortrag

Mit Bewegung besser lernen

Das Interesse am Infoabend „Der Schlüssel zum Lernen ist Bewegung“ der Kita St. Martin war groß.
Von Franz Bucher

Martina Gruber und Anuschka Wiegand machten mit den Eltern Bewegungsspiele. Foto: Bucher
Martina Gruber und Anuschka Wiegand machten mit den Eltern Bewegungsspiele. Foto: Bucher

Rötz.Wer sich bewegt, der lernt besser, da sind sich Hirnforscher und Pädagogen einig. Denn Bewegung unterstützt die Vernetzung der Gehirnzellen. So nehmen Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration zu und bauen Schulstress ab.

Zum Thema „Der Schlüssel zum Lernen ist Bewegung“ hatte die Kindertagesstätte St. Martin wegen des großen Interesses der Eltern in die Pausenhalle der Grund- und Mittelschule eingeladen. Die Referentinnen waren Martina Gruber, Physiotherapeutin, Kinesiologin und Heilpraktikerin, und Anuschka Wiegand, Fachwirtin Sozial und Gesundheit und Kinesiologin.

Ziel des Vortrages war, den Eltern zu verdeutlichen, warum Bewegung so wichtig ist und wie sich Bewegung positiv aufs Lernen auswirkt. Sie selber haben Erfahrungen mit Kindern im Kindergarten gemacht und dabei festgestellt, wie bewegungsarm doch die Kinder sind. Viele Eltern legten Wert darauf, dass sich ihr Kind ja nicht schmutzig macht. Dabei sei es wichtig, dass die Kinder herumtoben, spielen und sich an der frischen Luft bewegen, betonten sie. Sich vor den Fernseher setzen und sich berieseln lassen und dazu noch essen, sei falsch. Vielmehr bräuchten Fähigkeiten, die Kinder im Kindergarten erlernten und brauchen, später nicht mehr gelernt werden.

Vieles sei in der Vergangenheit verloren gegangen. Die Medien hätten viel kaputt gemacht. Heute, so betonen sie, gehe es darum, das Bewusstsein wachzurütteln, dass Kinder sich bewegen sollen. Dadurch kommen sie auch viel besser durch den Schulalltag.

In letzter Zeit habe sich auch im Kindergarten das Umfeld geändert. Kinder kommen viel zu wenig an die frische Luft zum Spielen. Durch die Berufstätigkeit der Eltern hätten diese auch zu wenig Zeit für die Kinder. Warum Bewegung so wichtig ist, erläuterte Anuschka Wiegand. Über Bewegung setzen sich Kinder mit ihrer Umwelt auseinander. Alle Sinnesempfindungen beruhten auf Bewegung, betonte sie. Bewegung stärke das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein. Kinder wirkten heutzutage oft „übertherapiert“, stellten sie fest. Kinder sollten ruhig den Schulweg alleine gehen. Die Erfahrungen einer Lehrerin dazu: „Kinder, die den Schulweg zu Fuß zurücklegen, sind im Unterricht sehr viel ausgeglichener“.

„Über-Kreuz-Bewegungen“ könnten helfen, Stress abzubauen und wieder auf den Boden zu kommen. Und dann wurden die Eltern aufgefordert, aktiv mitzumachen. Da vieles mit dem Gehirn zu tun hat, informierten die Referentinnen über Aufbau und Funktion des Gehirns.

Das Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften, die miteinander verbunden sind. Diese Verbindung wird umso stärker, je mehr man sich bewegt, so die Referentinnen. Die Bewegung mache das Gehirn frei.

Je mehr Freude und Spaß Kinder an der Bewegung haben, desto mehr kann der Stressspiegel gesenkt werden. Dazu wird die Konzentration trainiert und das Gehirn geschult. Gruber stellte den Eltern Übungen vor, ehe die Kinder aus dem Haus gehen. Abschließend durften alle Eltern bei Bewegungsspielen mitmachen. (wbx)

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