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FALKENSTEIN

Mit Blick auf Sperrzeit eine Stunde mehr

So viele Zuhörer wie noch nie konnte Bürgermeisterin Heike Fries im Sitzungssaal des Rathauses zur

Bürgermeisterin Heike Fries vereidigte Helmut Holzer als Nachrücker für Marktrat Kulzer. Foto: rto
Bürgermeisterin Heike Fries vereidigte Helmut Holzer als Nachrücker für Marktrat Kulzer. Foto: rto

FALKENSTEIN.53. Sitzung des Marktgemeinderates willkommen heißen.

„Mit einem sehr weinenden Auge“ musste die Gemeindechefin zu Beginn der Sitzung Marktrat Mario Kulzer verabschieden, da dieser seinen Wohnsitz nach Zinzenzell, Gemeinde Wiesenfelden, verlegt. Kulzer bedankte sich an dieser Stelle bei allen, die ihn 2014 ins Gremium gewählt hatten und richtete auch einen Dank an seine Ratskollegen für die meist gute Zusammenarbeit. Das Nachrücken von Helmut Holzer wurde einstimmig befürwortet. Nach der Vereidigung Holzers als neues Marktgemeinderatsmitglied stieg das Gremium in die weitere Tagesordnung ein. Bei der Besetzung der Ausschüsse wird es keine Änderungen geben. Holzer übernimmt die Sitze von Kulzer im Fremdenverkehrs- und Kulturausschuss wie im Bauausschuss.

Dann wurde die Bitte der Landjugendgruppen aus Falkenstein, Arrach, Völling und Marienstein auf Sperrzeitverkürzung behandelt. Fries verlas dazu den schriftlichen Antrag, in dem die Jugendlichen ihre Sichtweise mit Argumenten, die dafür sprächen, ausführlich begründeten. EPHK Arthur Stelzer von der PI Roding erklärte, dass, obwohl es in Bayern schon seit circa 14 Jahren keine Sperrzeit mehr gebe, einige Kommunen trotzdem davon Gebrauch machen würden. Er erinnerte daran, dass vor etwa 15 Jahren der Alkoholmissbrauch im Landkreis allgemein sehr hoch gewesen sei und ihm die Lokalszene in Falkenstein in besonders negativer Erinnerung geblieben sei. Auch wenn das „Komasaufen“ heute kein Thema mehr wäre, sollte vonseiten der Polizei das Ausschankende um 2 und Betriebsende um 3 Uhr im Interesse der Sicherheit aller dennoch beibehalten werden. Die Erfahrungen sprächen eine deutliche Sprache.

Die Markträte, die dazu Stellung bezogen, meinten jedoch, dass die Jugendgruppen heute sehr verantwortungsbewusst und die Feste mit Security gut organisiert seien. In den zurückliegenden Jahren hätte es keine Probleme gegeben. Mit zwei Gegenstimmen entschied sich das Gremium für eine Stunde mehr – also Ausschankende um 3 und Betriebsende um 4 Uhr – auf Probe; gelte auch für die Wirtshäuser.

Ebenfalls mit zwei Gegenstimmen wurde dem Antrag des TSV auf Bezuschussung der Sportplatzsanierung stattgegeben. Franz-Josef Höcherl trug vor, dass die 1995 zur Bewässerung angeschaffte Schlauchtrommel nicht mehr zeitgemäß sei. Deshalb soll nun eine Beregnungsanlage (19 000 Euro) gekauft werden, auch die beiden Sportplätze müssten hergerichtet werden (ca. 7500 Euro). Nach Abzug der Sponsorengelder, Eigenleistung und Zuschuss des BLSV verbleibe ein Betrag von 5800 Euro. Marktrat Josef Dengler fragte, ob es denn eine Möglichkeit gäbe, statt einer Beregnungsanlage eine neue Schlauchtrommel anzuschaffen, da diese bestimmt günstiger sei. Joachim Eberl erklärte, wie kompliziert die Handhabung einer Schlauchtrommel sei, für deren Bedienung man obendrein einen Mann brauche, den der TSV nicht habe. Die Beregnungsanlage hingegen würde mit einer Zeitschaltuhr funktionieren. (rto)

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