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Sommerferien

Mit dem E-Bike auf nach Malle?

Matthias Meier stellt seine eigenen Überlegungen dazu an, wie der „kleine Mann“ in der Urlaubszeit dem Klima Gutes tun kann.
Von Matthias Meier

Volle Kraft voraus nach Malle! Mit dem E-Bike und ein wenig Muskelkraft... Foto: Roland Weihrauch/dpa
Volle Kraft voraus nach Malle! Mit dem E-Bike und ein wenig Muskelkraft... Foto: Roland Weihrauch/dpa

Cham.Das Schönste im ganzen Jahr, das sind die Ferien – das war schon früher in der Schule so: Dies ist ein von den meisten von uns verdrängter Schlagertext von Roy Black und Anita aus dem Jahr 1971.

Wir machen Urlaub von der Bühne, Urlaub vom Büro, Urlaub von der Baustelle, Urlaub vom Alltag. Die Menschen nehmen sich gerade im August eine Auszeit von ihren Pflichten, die im Alltag nicht so schmecken. Verfolgt vom guten Beispiel der Klima-Aktivistin Greta, kommt es mir so vor, als ob wir auch in unserem Urlaub eine Auszeit vom immer gewichtigeren Thema Umweltschutz nehmen.

Wie fliegende Ameisen

Matthias Meier hebt in seinen Kolumnen schelmisch den Zeigefinger. Foto: Meier
Matthias Meier hebt in seinen Kolumnen schelmisch den Zeigefinger. Foto: Meier

Wir haben ja schließlich Urlaub, da kann man schon mal für einen Fuchzger nach Malle und zurück fliegen. Aber nicht nur in der Luft geht es zu wie auf einem fliegenden Ameisenhaufen. Genau zur Urlaubszeit lassen unsere österreichischen Nachbarn ihre Muskeln spielen und generieren kilometerlange Staus.

Der Österreicher an sich ist ja nicht dumm und weiß genau, Blechlawinen durch das Tiroler Land zu vermeiden. Nicht nur das, sie sind auch sehr gute Handwerker. Man müsste es irgendwie schaffen, unsere österreichischen Freunde nach Deutschland zu locken, denn heimkommen würden sie nicht mehr. Sie müssten alle hier bleiben und wir hätten das Problem mit dem Fachkräftemangel im Nu gelöst. Gegen diese Einwanderung dürfte auch die AfD keine Einwände haben. Der Österreicher ist für sie schließlich kein Ausländer.

„Einen anderen Grund als Kapitalgier kann so eine dumme Entscheidung, Rindfleisch-Importe aus den USA aktiv zu subventionieren, nicht haben.“

Matthias Meier

Aber die Parole heißt: „Schön den Ball flach halten“. Natürlich ist es klar, dass wir kleinen Frauen und Männer auch für eine positive Klima- und Wirtschaftsbilanz verantwortlich sind, jeder Einzelne. Aber was hilft es, wenn wir zu unserem Urlaubsort statt mit dem Flieger oder dem Auto mit dem E-Bike fahren würden? So lange die Entscheidungsträger der Politik nur den Kapitalismus in ihren Schädeln haben, gar nichts. Einen anderen Grund als Kapitalgier kann so eine dumme Entscheidung, Rindfleisch-Importe aus den USA aktiv zu subventionieren, nicht haben.

Kolumne

Da Meier und seine Ernährung

Grünzeug essen? Viel zu ungesund, weiß unser Kabarettist Matthias Meier – und auch, was man dagegen tun kann.

Mehr als genug Rindviecher

Da schmeißt man lieber unseren Bauern, die hervorragende Ware im eigenen Land produzieren, eine Subvention hin – und zwar genau so viel, dass sie nicht zum Sozialfall werden. Aber wenn schon die Rindviecher aus Amerika rübergeflogen werden, wie soll man dann argumentieren, dass man aus Klimaschutzgründen mit der Familie eine Flugreise lieber bleiben lassen sollte? Und im Übrigen: Rindfleisch ist einer der letzten Artikel, die wir importieren müssen, weil Rindviecher haben wir in Deutschland mehr als genug. Bis bald, euer Meier!

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