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Mit dem LBV am Muttertag Vögel zählen

Vor ihrer nächsten Mitmachaktion fragen sich auch die Naturschützer in Cham besorgt: Wie geht es der Blaumeise in der Region?

Die Blaumeise wird aktuell von einer unbekannten Krankheit bedroht.  Foto: Rosl Roessner
Die Blaumeise wird aktuell von einer unbekannten Krankheit bedroht. Foto: Rosl Roessner

Cham.Wer fliegt und piept vor unseren Fenstern, in den Gärten und auf den Balkonen? Das soll die 16. Stunde der Gartenvögel zeigen. Die LBV-Kreisgruppe ruft alle Landkreisbürger vom 8. bis zum 10. Mai dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

Dieses Jahr erwarten die Naturschützer mit besonderer Spannung und Sorge die Gartenvogeldaten: „Wie geht es der Blaumeise, einer unserer häufigsten und beliebtesten Vogelarten? Hat das auffällige Massensterben durch eine bislang unbekannte Krankheit Auswirkungen auf den Bestand auch bei uns im Landkreis?“, fragen sich die LBV-Verantwortlichen.

Reihenweise tote Meisen

Über das Osterwochenende hat der LBV innerhalb von nur sechs Tagen mehr als 650 Meldungen über tote oder kranke Meisen erhalten.

„Viele Menschen haben mit den Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur in ihrer Nähe wieder neu schätzen gelernt.“

Der LBV in einer Einschätzung zu Corona

Viele Menschen haben mit den Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur in ihrer Nähe wieder neu schätzen gelernt, berichtet der LBV. Gartenvögel wie Blau- oder Kohlmeise hätten dabei in diesem Frühling sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit erfahren als in anderen Jahren.

„Wir freuen uns, wenn sich das gestiegene Interesse an der Natur vor der Haustüre in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt“, sagen die Chamer Naturschützer.

Den Futterplatz wechseln

Wer Gartenvögeln helfen möchte, sollte seinen Hof oder Garten zum Mini-Naturschutzgebiet aufrüsten. Besonders wichtig ist es auch, bei Ganzjahresfutterstellen auf eine besondere Hygiene zu achten und den Futterplatz zu wechseln. Tipps hat der LBV unter www.lbv.de/garten zusammengestellt.

Und so funktioniert die Teilnahme: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Lauf einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Nummer am 9./10. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr (08 00) 1 15 71 15 – oder unter www.stunde-der-gartenvoegel.lbv.de gemeldet werden.

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