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Wahlkampf

Mit Diplomatie und Gefühl

Bei der Abschlussversammlung der Freien Wähler gab sich Bürgermeisterkandidat Gerhard Hofmann selbstbewusst.
Günther Hofmann

Ein strahlender, zuversichtlicher Bürgermeisterkandidat für Rötz: Gerhard Hofmann  Foto: Günther Hofmann
Ein strahlender, zuversichtlicher Bürgermeisterkandidat für Rötz: Gerhard Hofmann Foto: Günther Hofmann

Rötz.„Eure Zukunft liegt uns und mir am Herzen, denn es ist ja auch meine Zukunft!“ Das war ein Kernsatz von Bürgermeisterkandidat Gerhard Hofmann bei der Abschlussveranstaltung der Freien Wähler im Fürstenkasten.

Es mussten noch Stühle herangeschafft werden, damit alle Besucher einen Platz bekamen. Der Saal platzte aus allen Nähten, als die Oberlandmusikanten auf den Wahlkampfabschluss einstimmten.

„Ich bin von der Resonanz überwältigt,“ sagte Fraktionssprecher Tino Gmach. Er hieß Landratskandidat Julian Preidl, Kreisvorsitzenden Hans Kraus und Josef Sturm, der aus der Liste krankheitsbedingt herausgefallen war, willkommen. „25 Jahre, Student und noch nie was gearbeitet, kann das gut gehen?“ So stellte Gmach Julian Preidl scherzhaft vor, um dann gleich zu betonen, dass es sehr wohl gut gehen könne. Preidl habe die guten Ideen von Hans Stangl übernommen und gehöre zur YouTube-Generation.

Dann übernahm Julian Preidl das Zepter. Er studiert in Bamberg Politikwissenschaft und steht vor dem Abschluss. Er ist Gründer einer Produktionsfirma, die sich auf Werbe- und Imagefilme sowie Contentmarketing spezialisiert. Zur Umweltpolitik sagte er, was noch passieren müsse, damit der Klimawandel ernst genommen wird. Er verstehe die Aussage von Landrat Löffler nicht, dass man aus dem Klimawandel keinen Hype machen dürfe. Landwirte würden gerne investieren in Wind und Photovoltaik, aber Anträge blieben lange im Landratsamt liegen.

„In die Bürger investieren“

Zur Digitalisierung sagte Preidl, „dass wir leider schon sehr weit hinten dran sind“. „Ich muss in die Bürger investieren und nicht umgekehrt.“ Preidl sprach weitere Themen an: Wirtschaft, Gesundheit, Politik für junge Familien und Senioren sowie den ÖPNV.

Kreisvorsitzender Hans Kraus: „Es weht ein frischer neuer Wind.“ Die Freien Wähler seien die zweitstärkste Kraft im Landkreis. Und weiter: „Wir haben einen Bomben-Kandidaten in Rötz, der Ideen bringt und der sich für die Bürger der Stadt einsetzen wird.“ Die Freien Wähler bräuchten im Landkreis Unterstützung, darum wurde Gerhard Hofmann auch auf Platz 3 auf der Liste 8 FWSL gesetzt.

Vor der Vorstellung der Stadtratskandidaten berichtete Tino Gmach von den Versammlungen auf dem Land. Es sei überall proppenvoll gewesen. Ein Ruck gehe durch die Bürger. Die FW hätten viel Zuspruch erfahren, seien aber auch kritisiert worden.

„Das ist heute schon eine andere Hausnummer als eine FC-Versammlung“, sagte Bürgermeisterkandidat Gerhard Hofmann. „Ich stehe heute hier, weil ich Bürgermeister werden will.“ Es brauche Diplomatie und Gefühl und die Erfahrung im Umgang mit Menschen. Die Themen aller drei Bürgermeisterkandidaten seien ähnlich, aber es komme darauf an, wie man sie umsetze. Bei Gesprächen dürfe niemand als Verlierer gehen. Die Verwaltung müsse Dienstleister werden. Hofmann mit Blick auf die Zuhörer: „Eure Zukunft liegt mir am Herzen, denn es ist ja auch meine Zukunft!“ Rötz habe keine Gelddruckmaschine, was gewollt werde, müsse bezahlt werden. Hofmann Wunsch: „Wir wollen acht Stadtratssitze, und ich will im Bürgermeistersessel sitzen.“

Überraschung für Hofmann

Dann stellten sich die 15 Kandidaten vor. Zwischendurch spielten die Oberlandmusikanten auf. Vor der Diskussion gab es eine Überraschung für Hofmann. Zehn seiner Arbeitskollegen waren mit Transparenten gekommen, und einer sagte: „Gerhard Hofmann ist erst seit dreieinhalb Jahren bei uns, aber Wellen hat er schon für zehn Jahre geschlagen.“

Thema Funkmast im Rötzer Süden: Dies sei eine schwierige Sache, so Tino Gmach, jeder wolle Empfang, aber die Standortsuche sei überall sehr schwierig. Klaus Dirscherl sagte, je mehr Masten, desto geringer die Belastung bei Handy-Nutzung. Das Hallenbad könne vielleicht bis Ende der Woche mit einer Notleitung versorgt werden. Kläranlage und Feuerwehrhaus stünden auf der Prioritätenliste ganz oben. Wichtig sei auch die Bekämpfung des Leerstands. Eine ganze Generation sei durch den Denkmalschutz behindert worden. (whg)

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