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Mit erneuerbaren Energien in die Zukunft

Die Akademie Ostbayern startete an der Staatlichen Realschule Furth das spannende, lehrreiche Projekt „Junge Akademie“.

Projektleiter Hamper (li.) mit den Schülern, die ihre erarbeiteten Plakate zum Thema Energiewende präsentierten. Foto: Charlotte von Schelling
Projektleiter Hamper (li.) mit den Schülern, die ihre erarbeiteten Plakate zum Thema Energiewende präsentierten. Foto: Charlotte von Schelling

Furth im Wald.Um das Jahresthema „Energiewende“ mit all seinen Herausforderungen auch bei jungen Menschen präsent zu machen, startete die Akademie Ostbayern-Böhmen an der Staatlichen Realschule Furth im Wald das Projekt „Junge Akademie“. Mit der Unterstützung des Schulleiters Andreas Hoffmann sowie den Referenten Dr.-Ing. Roland Hofer und Wolfgang Duschl von der Bayernwerk AG führte Projektleiter Simon Hamper M.A. (Lehrer, Historiker, Museums- und Theaterpädagoge, Gründer und Geschäftsführer der Agentur Tausendsass sowie 2. Vorsitzender des Landesverbandes Museumspädagogik Bayern) durch den Tag.

Als der Aufschwung kam

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Andreas Hoffmann hörten rund 75 Schüler der 9. Klassen der Realschule den Vortrag von Dr. Hofer zum Thema regenerative Energien. Hofer betonte dabei, dass die Nutzung regenerativer Energien wie Wind- und Wasserkraft – entgegen vieler landläufiger Meinungen und politischer Aussagen – mitnichten neu sei, sondern im Gegenteil dazu fossile Brennstoffe erst ab dem 18. und 19. Jahrhundert genutzt wurden. Bergbau und Ölbohrungen führten dann ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum industriellen Aufschwung.

Danach ging Dr. Hofer näher auf die Funktionsprinzipien von Photovoltaik und Windkraftnutzung ein und erklärte, welche Vorteile, Herausforderungen und Lösungsansätze zur Steigerung der Energienutzung in diesem Bereich lägen. Im Anschluss gestalteten einige Schüler des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweiges mithilfe ihrer Notizen auf den von Hamper vorbereiteten Arbeitsblättern Plakate zu den Themen „Photovoltaik“, „Windkraft“, „Erneuerbare Energien: Geschichte, Herausforderungen, Lösungen“ und „Zukunftsvision 2050“, die sie am Ende vor der Gruppe präsentierten.

Die Vor- und Nachteile

Am Nachmittag erklärte Wolfgang Duschl einer Gruppe deutscher und tschechischer Schüler, die die Woche in Furth im Wald verbringen, zum Thema Elektromobilität die aktuellen Entwicklungen, die Vor- und Nachteile, die Lademethoden sowie die Herausforderungen für Verteilnetzbetreiber und stellte das Forschungsprojekt „Electrific“ vor, dessen Ziel es ist, die Nutzung von Elektrofahrzeugen für Endverbraucher attraktiver und nachhaltiger zu gestalten, vornehmlich durch die Integration des Ladevorgangs in den Alltag.

Wolfgang Duschl verdeutlichte zudem, dass sich vor allem China immer mehr als Treiber der E-Mobilität entwickelt. 2017 wurden dort mehr als eine halbe Million E-Autos neu zugelassen. In Europa nehme Norwegen die Vorreiterrolle ein, indem dort E-Mobilität stark subventioniert würde und Elektrofahrzeuge kostenlos parken sowie Bus- und Taxispuren mitnutzen dürften. Die bedeutendste Firma wäre jedoch immer noch Tesla, ein Unternehmen, das ganze Länder im Bereich der E-Mobilität in den Schatten stelle.

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