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CHAM

Mit Spartipps zur Steuer viel Geld sparen

Werner Schwarzbach, der Vorsitzende des DGB-Kreisverband Cham, hatte eingeladen zu einem Vortrag

Katja Ertl mit Referent Rudi Pirzer, und Werner Schwarzbach
Katja Ertl mit Referent Rudi Pirzer, und Werner Schwarzbach

CHAM.mit dem Thema „Staat und Steuern“ unter dem Motto „Hol dir deine Steuern zurück“. Als Referent eingeladen war Rudi Pirzer.

Zunächst aber stellte Schwarzbach noch mit Katja Ertl die neue DGB-Regionssekretärin vor, die unter anderem auch den Bereich Cham mit betreut. „Steueränderungen 2017 und Ausblick auf 2018. Auf was muss ich schauen, dass ich nichts vergesse“, begann Pirzer seinen Vortrag. Alle Rentner und Pensionäre in Deutschland müssen gegenüber dem Finanzamt eine Erklärung zu Ihren Renteneinkünften abgeben. Das kann eine vollständige Steuererklärung sein oder aber eine Nichtveranlagungsbescheinigung wegen zu geringer Einkünfte. Man kann sich klassisch die Formulare für die Steuererklärung ausdrucken und die Werte direkt dort eintragen oder die Steuererklärung am Computer erstellen. Die am Computer hat einige Vorteile, denn so werden komplizierte Steuerformulare in einfache Eingabemasken übersetzt und man erhält zu jeder Eingabe direkt Hilfestellung.

Pirzer hatte viele Broschüren mit dabei und unter anderem auch eine Anleitung zur Einkommensteuerklärung, die von den Finanzämtern herausgegeben wird. Er erklärte auch die Begriffe Lohnsteuer und Einkommensteuer. Wer verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, muss die Formulare bis zum 31. Mai des Folgejahres einreichen. Ist abzusehen, dass man diesen Termin nicht einhalten könne, sollte man beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.

Wer sich von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lässt, hat grundsätzlich länger Zeit. Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 haben Sie für die Abgabe zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli des Folgejahres. Dies regelt das Steuermodernisierungsgesetz. Pirzer wies ausdrücklich darauf hin, dass ab 2019 Fristverstöße strenger verfolgt werden. Dann verlangt das Finanzamt auf jeden Fall einen Verspätungszuschlag. Dieser beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.

Der Referent schilderte die sieben Einkunftsarten mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger Arbeit, aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung, sowie Sonstige Einkünfte im Sinne des § 22. Der Altersentlastungsbetrag ist eine der Steuervergünstigungen, die ältere Steuerzahler bei der Einkommensteuer entlasten soll. Der Freibetrag kommt vor allem den Steuerzahlern zugute, deren Alterseinkünfte nicht in Altersruhegeldern oder Pensionen bestehen. Nach § 24a EStG wird der Altersentlastungsbetrag einem Steuerzahler gewährt, der vor dem Beginn des Kalenderjahres, in dem er das Einkommen bezogen hat, das 64. Lebensjahr vollendet hat.

Für die Gewährung des Altersentlastungsbetrages muss kein Antrag gestellt werden. Er wird vom Finanzamt von Amts wegen gewährt. Wer gewisse Punkte beachte, könne so insgesamt bis zu 4000 Euro direkt von ihrer Steuerschuld abziehen. (fsh)

Vortrag

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