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Montag, 25. Juni 2018 20° 5

Frauenbund

Miteinander reden – aber wie?

Bernhard Suttner gab den Zuhörerinnen beim kleinen Bezirkstag in Arnschwang Tipps für eine bessere Gesprächskultur.

  • In St. Martin in Arnschwang wurde eine Maiandacht gefeiert .Foto: Martina Christoph
  • Isabel Walczuch dankte Bernhard Suttner. Foto: Martina Christoph

Furth im Wald.Der Frauenbund-Bezirk Furth im Wald/Hohenbogenwinkel hatte am Montag seine zwölf Zweigvereine zum kleinen Bezirkstag nach Arnschwang eingeladen. Zuvor hatte man in der St.-Martins-Kirche eine Maiandacht mit Pfarrer Joseph Kata gefeiert. Die engagierten Damen des Arnschwanger Frauenbundes gestalteten diese unter dem Motto „Maria – Lebensbegleiterin“. Willkommen geheißen wurden die Frauen von der Vorsitzenden Fanni Ketterl. Musikalisch gefühlvoll mitgestaltet wurde die Andacht von der Gruppe Fei Sche.

Im Gasthaus Brunner Hof begrüßte Bezirkschefin Isabel Walczuch den geistlichen Beirat Richard Meier, die Vorstandsmitglieder der Zweigvereine sowie den Bildungsreferenten Bernhard Suttner. „Miteinander reden – aber wie?“ war dessen Thema. Suttner, Bildungsreferent und Politologe aus Windberg (Kreis Straubing-Bogen), zog seine Zuhörerinnen mit anschaulichen, teils auch amüsanten Beispielen in seinen Bann.

„Das Miteinander-Reden gelte gemeinhin als das wichtigste Mittel, um Probleme zu lösen, sagte der Referent. Dennoch dürfe niemand die Augen davor verschließen, dass man nicht alle Probleme durch Kommunikation lösen kann: „So unangenehm das sein mag: Oft genug sind Taten statt Worte, also eine selbstkritische Verhaltensänderung der Konfliktpartner nötig“. Fünf Tipps, um zu einer besseren Gesprächskultur zu kommen, legte Suttner den Zuhörerinnen ans Herz:

1. Alle „Startsituationen“ sollen positiv beginnen, also frei von belastenden, schwierigen oder gar negativen Gesprächsarten gehalten werden. Wer ankommt, hat ein Recht darauf, „nur“ freundlich begrüßt zu werden. 2.

Die „Vielfalt von Gesprächsarten“, vergleichbar mit einem breiten Fächer von Möglichkeiten, bewahren oder wiederherstellen. Damit sind die Arten des Miteinanderredens gemeint, wie Bedanken, Entschuldigen, Bitten, Fragen, Loben, Kritisieren…

3. Weniger „Du-Botschaften“, mehr „Ich-Botschaften“ senden. Denn die Du-Botschaft greift an, provoziert. Die Ich-Botschaft hingegen lässt wissen, wie ich mich fühle. 4. „Verallgemeinerungen vermeiden“, wie z.B. „du hörst mir nie zu“, „niemand kümmert sich um meine Probleme“, „immer muss ich alles allein machen“… Eine Aussage soll sich immer auf einen aktuellen Einzelfall beziehen.

5.„Gutes Zuhören“: Zuhören heißt, sich sichtbar zuwenden (Körperhaltung). Schnelle Antworten und Ratschläge sollten vermieden werden. Besser ist es mit kleinen Sprachzeichen zu ermutigen: „Aha…“, „Tatsächlich?...“, „Oh je…“. Man sollte vorsichtig sein mit raschen Antworten. Wer diese fünf Tipps beherzige, sei auf einem guten Weg, wieder besser mit Kollegen, in der Familie oder mit Lehrern und Eltern ins Gespräch zu kommen. Einen Ratschlag gab Suttner den Anwesenden noch mit auf den Weg: Beim „Miteinander unterwegs sein“, z.B. bei einem gemeinsamen Spaziergang, kommt man oft besser miteinander ins Gespräch.

Für Dekan Meier war dies die letzte Veranstaltung im Frauenbund-Bezirk, da er ja bekanntlich im September in eine neue Pfarrei wechselt. Walczuch dankte ihm für sein Engagement und seine Unterstützung und übergab ihm ein Buchgeschenk. Meier lud die Bezirksmitglieder ein, ihn an seiner neuen Wirkungsstätte zu besuchen.

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