MyMz
Anzeige

Bilanz

Mitglieder dringend gesucht

Das Kuratorium zur Förderung des grenzüberschreitenden Wallfahrts- und Begegnungszentrums Neukirchen braucht Verstärkung.
von Helga Brandl

  • Zuversichtlich blickt die wiedergewählte Vorstandschaft des Kuratoriums auf die dreijährige Wahlperiode. Foto: Helga Brandl
  • Franziska Baumann überraschte Pfarrer Georg Englmeier mit einem besonderen Kunstwerk Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Interessiert verfolgten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung des Kuratoriums zur Förderung des grenzüberschreitenden Wallfahrts- und Begegnungszentrums Neukirchen b. Hl. Blut am Donnerstagabend im Katharinensaal die Ausführungen von Pfarrer Georg Englmeier, der alle Anwesenden aufforderte, sich zum stillen Gedenken für die verstorbenen Kuratoriums-Mitglieder von den Plätzen zu erheben.

Der Vorsitzende berichtete von einer guten Aufgabenverteilung und dankte Egid Hofmann für die Geschäftsabwicklung, Josef Staudacher für das Verwalten der Finanzen sowie Peter Staudacher für das schriftliche Festhalten aller wichtigen Vorgänge. Für die reibungslosen innerbetrieblichen Abläufe wie Terminplanung, Organisation, Sauberkeit, Bedienung und dergleichen dankte Englmeier Sabine Müller, Roswitha Dirscherl, Roswitha Reitmeier und den fleißigen Mitgliedern des Frauenbundes.

Die Mitgliederentwicklung stagniert und ist derzeit bei 198, so Engl-meier. Der Vorsitzende verwies darauf, dass der Bestand des Vereinsvermögens immer bei rund 35 000 Euro zwecks Rücklagen für später anfallende Renovierungsarbeiten für das Klosterensemble liegen sollte. Wünschenswert wäre es, diesen Bestand zu erwirtschaften und durch Mitgliedsbeiträge und Spenden zu ermöglichen. Erfreulich sei, dass Egid Hofmann den Erlös aus der Imkerei dem Kuratorium zur Verfügung stellt.

Wie Englmeier informierte, wurde für den Klostergarten ein neuer Flyer entworfen, anhand dessen man sich selbst orientieren und einen guten Überblick über die Gartenanlage schaffen kann. Ein „Systemwechsel“, dass Besucher alleine in den Garten kommen, wurde nicht umgesetzt, da mit Pater Augustinus ein Ordensbruder bereit war, in die Gartenführungen einzusteigen. Zusammen mit Roswitha Reitmeier gibt es zwei erfahrene Gästebegleiter im Klostergarten.

Charakter des Gartens erhalten

Nach und nach werden alle Fenster im Klostergebäude abgeschliffen und gestrichen. War es 2017 die Südseite, stehen heuer die Ost- und Nordseite an. Im März 2018 wurden durch das Landkreis-Gartenbauamt die Obstbäume beschnitten und der Buchs im Franziskusgarten in Form gebracht, denn der natürliche Charakter dieses Gartens soll erhalten bleiben. Kreisfachberaterin Renate Mühlbauer riet, dass vor allem der Besinnungsgarten des Sonnengesanges nach zehn Jahren wieder einer Ergänzung oder Erneuerung der Bepflanzung bedarf. In die Fußstapfen des bisherigen Gärtners Karl Brandl, der in Rente geht, tritt Ferdinand Bachl.

An baulichen Maßnahmen wurden der Parkplatz nördlich des Begegnungszentrums befestigt, im Eingangsbereich der Klosterkirche und -pforte der Putz erneuert, im Wohnbereich der Patres die Zimmer und Gänge getüncht. Ein ständig wiederkehrendes Thema ist der Katharinensaal, der zwar für einzelne Redner eine hervorragende Akustik hat, durch eine große Menschenmenge aber eine fast unerträgliche Phonetik aufbaut. Nach einer Ortsbegehung kam man zur Überzeugung, dass mehrere kleinere Maßnahmen eine gewünschte Lösung ermöglichen könnten.

Englmeier verkündete erfreut die Aktivitäten bezüglich der Zehnjahrfeier des Klostergartens, der 2009 eingeweiht wurde. Dahingehend soll auch das Pfarrfest am 21. Juli ausgerichtet werden. Am 3./4. Oktober soll es eine größere Feier des Franziskusfestes geben. Außerdem dürfen Kinder bei einer „Viecherl-Segnung“ im Klostergarten ihre Haustiere mitbringen.

Kassier Josef Staudacher stellte detailliert die Einnahmen und Ausgaben für das Kalenderjahr 2018 gegenüber, woraus sich ein Defizit von 5891,84 Euro errechnete. Er konstatierte eine große Summe aus dem Honigverkauf, bedauerte jedoch ein enorm gesunkenes Spendenaufkommen, woraus der Verlust im Geschäftsjahr resultiert. Die Prüfung der Belege durch Franz Plötz und Ludwig Pongratz ergab eine gewissenhafte und korrekte Buchführung.

Geschenk der besonderen Art

Namensgebend stand die hl. Katharina von Alexandrien Pate für die Bezeichnung des großen Saals im Haus zur Aussaat, dessen Wand ein Bild der Heiligen ziert. Diese hochintelligente Frau nahm Franziska Baumann aus Bad Kötzting als Vorbild und verewigte sie in hochkünstlerischer und filigraner Mal- und Schnitt-Technik auf Ziegenpergament. Über dieses Geschenk der besonderen Art freuten sich Pfarrer Georg Englmeier und Egid Hofmann bei der Versammlung. Das Werk soll unterm Christuskreuz im Ägidi-Stüberl einen würdigen Platz bekommen.

Einstimmig angenommen wurde der Haushaltsentwurf für das laufende Geschäftsjahr. Es gelte, neue Mitglieder zu werben, die dringend gebraucht würden. Neben der Wallfahrtskirche sind das Kloster und der Klostergarten das geistige Zentrum und der Stolz der Marktgemeinde, bekräftigte Bürgermeister Markus Müller. Er sehe in der einmaligen Gartenanlage eine Bereicherung für den Tourismus, die man hegen und pflegen müsse und sicherte weiter jegliche Unterstützung zu.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht