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Mittwoch, 15. August 2018 24° 3

Natur

Mittelschüler machen Märchenwiese hübsch

Die Grund- und Mittelschule aus Lam und Lohberg bringt den Lebensraum von Auerwild am Arber wieder richtig in Form.

  • Für die 8. Klasse der Mittelschule aus Lam/Lohberg ging es hoch auf den Arber. Fotos: Anette Lafaire
  • Schüler bei der Naturpflege

Lam.Die Grund- und Mittelschule Lam und Lohberg darf sich bald Naturparkschule nennen. Dabei ist die Idee entstanden, mit einer der größeren Klassen eine Pflegeaktion im Arbergebiet durchzuführen. Nach einer kurzen Busfahrt zum Brennes ging es für die 8. Klasse zum Wandertag mit Arbergebietsbetreuerin Anette Lafaire Richtung Arber. Doch nicht der Gipfel war das Ziel, sondern die sogenannte Märchenwiese.

Schon während des Hinweges bekamen die Schüler Informationen zum Auerwild und über die Beschränkungen im Winter und Frühjahr im Auerwildschutzgebiet zu hören. Denn es sollte an diesem Morgen etwas für das Auerhuhn gemacht werden. Dafür muss man aber erstmal wissen, dass das Auerhuhn lichte Wälder mit reichlich Heidelbeersträuchern und Ameisenhaufen bevorzugt. Die Märchenwiese ist bisher ein optimaler Lebensraum für diese Raufußhühner. Doch wenn die Fichten, die sich dort finden, groß werden, entsteht ein dichter Wald und der Lebensraum fällt weg. Daher wollten die Schüler etwas für das Auerhuhn machen und die jungen Fichten entfernen. Nach einer guten Stunde Wanderung war die Märchenwiese erreicht, eine kleine Brotzeit wurde eingelegt und dann ging es an die Arbeit. Alle waren mit Garten- oder Baumscheren „bewaffnet“, ein Trupp hatte Abfallsammelzangen dabei und sammelte Müll entlang des Wanderweges ein. Doch der Müllbeutel blieb erfreulicherweise fast leer.

Die restlichen Schüler fanden mehr Arbeit, denn zwischen den hohen Heidelbeersträuchern fanden sich viele kleine Fichten, die zu beseitigen waren. Schon nach kurzer Zeit waren alle eifrig am Schneiden oder auch Ausziehen der jungen Fichten, und hier bewahrheitete sich der Spruch: „Viele Hände bereiten der Arbeit schnell ein Ende.“ Nach einer guten Stunde war die Märchenwiese so gut wie befreit von jungen Fichten, so dass für die nächsten Jahre erstmal keine Pflegeaktion nötig ist. Nach einer kurzen Verschnaufpause, wobei auch gleichzeitig die gesammelte Ernte bewundert wurde, ging es wieder zurück zum Brennes, wo schon der Bus für die Heimfahrt wartete. Gebietsbetreuerin Anette Lafaire bedankte sich nochmals bei den Schüler und Schülerinnen für ihre tatkräftige Unterstützung.

Märchenwiese

Lebensraum: Die sogenannte Märchenwiese gehört zum Auerwildschutzgebiet am Arber. Die Tiere bevorzugen lichte Wälder mit reichlich Heidelbeersträuchern und Ameisenhaufen.

Problem: Werden die Fichten auf der Märchenwiese groß, beeinträchtigt das den Lebensraum für die Raufußhühner. Die Schüler stutzten bei ihrer Aktion die jungen Fichten zurecht.

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