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Donnerstag, 16. August 2018 27° 1

Verein

Mitterdorf blüht auf dank OGV

Dritter Bürgermeister Alfred Wittmann lobte die engagierte Arbeit. Gefräßige Ziegen am Heilbrünnl ärgern die Gartler.
von Thomas Mühlbauer

OGV-Chefin Angelika Dressel blickte auf das Jahr zurück. Foto: Mühlbauer
OGV-Chefin Angelika Dressel blickte auf das Jahr zurück. Foto: Mühlbauer

Roding.Am Dienstagabend blickte der Obst- und Gartenbauverein Mitterdorf mit Vorsitzender Angelika Dressel auf ein sehr aktives Vereinsjahr zurück. Aktuell zählt der Verein 290 Mitglieder, die wieder sehr viele Aktivitäten organisiert hatten. In das Jahr startete man im Januar mit dem Abbau des Christbaumes am Heilbrünnl. Im Februar folgte die Teilnahme an Frühjahrsversammlungen, ehe man im April Palmbuschen mit den Kindern bastelte. Im Frühling verschönert der OGV wesentlich das Ortsbild von Mitterdorf mit der Bepflanzung und der Reinigung der Verkehrsinsel.

Einmal wird noch bepflanzt

Auch wird von Mitgliedern die Bepflanzung am Heilbrünnl federführend organisiert. Hier sprach Dressel ein Problem an: Die Ziegen des dort ansässigen Heilbrünnlwirtes hätten zum Leidwesen der Gartler keinen Halt vor den Blumen- und Pflanztrögen gemacht und so die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung zunichte gemacht. Dieses Jahr werde einmal die Bepflanzung vorgenommen, sollte diese dann wieder aufgefressen werden, müsse sich der Heilbrünnlwirt selbst darum kümmern, so Dressel. Besucht wurden der Biohof Simmel in Kalsing, sowie das Sommernachtsfest der FFW Mitterdorf. Im Dezember wurde der Christbaum am Heilbrünnl geschmückt. Traditionell wurde das Jahr mit der Weihnachtsfeier beendet.

Nach dem Bericht der Kassierin Maria Fuchs sagte 3. Bürgermeister Alfred Wittmann in seinem Grußwort: „Der OGV leistet eine wertvolle Arbeit, vor allem die Blumen- und Pflanzentröge am Heilbrünnl und am Ortseingang zeigen, welch aktiven Verein man in Mitterdorf hat. Das sind Farbtupfer, die den Ort verschönern“, so Wittmann. Dank sagte er vor allem auch für die Jugendarbeit.

Kreisfachberater Gerhard Altmann vom Landratsamt Cham referierte im Anschluss zum Thema: „Gartenprobleme naturgemäß lösen“. Probleme im Garten könnten zum Beispiel durch starken Schädlingsbefall oder verschiedene Pflanzenkrankheiten auftreten. Bei letzteren seien es meist pilzliche Erreger, die Kulturpflanzen befallen. Aber auch die Beschaffenheit des Bodens oder ungünstige Klimaverhältnisse können Probleme hervorrufen.

„Gartenprobleme naturgemäß lösen“ bedeute ein Umdenken, so Altmann. Einen Garten im Einklang mit der Natur zu pflegen heiße, ohne Chemie und ökologisch verantwortbar zu wirtschaften. Vor allem ein sorgsamer Umgang mit dem Boden sei bedeutsam mit Humuspflege, Kompost- und Gründüngung, aber auch durch Mulchen. Ebenso seien der jährliche Fruchtwechsel und die Verwendung robuster Pflanzen durch die richtige Sortenwahl ein wesentlicher Beitrag. Pflanzenkrankheiten treten meistens dann auf, wenn Arten aus einer Familie mehrere Jahre lang auf derselben Fläche angebaut werden, so der Experte. Generell sollten an einem Standort nur alle drei bis fünf Jahre Arten derselben Familie angebaut werden.

Auf Qualitätssaatgut achten

Beim Samenkauf sei auf Qualitätssaatgut zu achten, das zwar seinen Preis habe, aber auch bessere Anzuchtergebnisse und gesündere Pflanzen garantiere. Sorten mit Toleranz oder Resistenz gegen wichtige Krankheiten sollten bevorzugt verwendet werden. Vorbeugende pflanzenbauliche Maßnahmen, wie die Verwendung von Kulturschutznetzen, seien ebenfalls empfehlenswert. Die Netze wirkten den verschiedenen Gemüsefliegen, aber auch Blattläusen entgegen.

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