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Mittwoch, 26. September 2018 16° 1

Zusammenkunft

Modellbahnbauer fasziniert

Zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland waren in Roding. Dort besichtigten sie auch das einstige Kalksteinwerk.
Von Jakob Moro

  • Immer wieder einen Blick wert: Die kleine große Welt der Modelleisenbahn
  • Christa Kellermeier führte die Besucher durch das Kalksteinwerk. Fotos: rjm

Roding.Verstecken brauchen sich die Rodinger Modelbaufreunde wirklich nicht, auch wenn der frühere bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der heutige Innenminister, in seinem Keller ebenfalls eine sehenswerte Anlage in seiner Freizeit zusammenbastelte und dort sich schon mal auch ein Bahnchef oder auch das Fernsehen einfand, um seine Anlage zu bestaunen.

Eine schöne Bleibe gefunden

Am vergangenen Samstag trafen sich rund 40 Modellbaufreunde aus ganz Deutschland, organisiert im Modellbahnverband Deutschland zum, wie Johannes Dobkowitz sagte, Sommerstammtisch. Johannes Dobkowitz und 2. Bürgermeister Alfred Reger, der ein Grußwort sprach, freuten sich über die zahlreichen Besucher, die unter anderem aus Würzburg, Fürth, Poing und Neuburg an der Donau anreisten. Auch Karl-Friedrich Ebe sowie der Regionalbeauftragte für Bayern, Gerd Mombrei, war unter den Gästen. 32 Mitglieder, darunter sieben Jugendliche, haben die Modellbaufreunde Rodings, berichtete mit Freude der Vorsitzende Johannes Dobkowitz. Mit dem historischen Rodinger Bahnhof aus dem Jahre 1865 haben sie eine schöne Bleibe gefunden. Die Stadt Roding stellte es ihnen zur Verfügung. In den vergangenen 15 Jahren haben es Stadt und Modellbaufreunde renoviert. Im vergangenen Jahr wurde der Außenputz und Außenanstrich erneuert. Ein kleiner Verein, aber umso aktiver sind die Modellbaufreunde, die besten Bedingungen für ihr Hobby am alten Rodinger Bahnhof gefunden haben. Ein Highlight dürfte für viele die Besichtigung des ehemaligen Kalksandsteinwerks Roding am frühen Nachmittag gewesen sein. Christa Kellermeier führte durch das Industriedenkmal am Pfarrheideweg und erklärte die Geschichte. Es wurde eine Zeitreise in der bewegten Firmengeschichte, die 1909 begann und im Jahre 2000 endete. Ab Juni 1909 lieferte das Kalksandsteinwerk „Steine in Reichsformat“, Baumaterial für Haus- und Stallbauten, wie der Anzeige im Generalanzeiger vom 7. Juli 1909 zu entnehmen ist. Kellermeier zeigte die Entwicklung der Produktionstechnik anhand der eingebauten Maschinen von 1909, 1936 und 1959. Die Arbeitsweise wurde vom Takt der Pressen vorgegeben. Die Härtekessel von 1909 und 1961 sind heute noch da. Die Ziegel in unterschiedlichen Formaten wurden unter anderem mit Eisenbahnwägen über den nahen Bahnhof verladen und deutschlandweit vertrieben. Die Modellbaufreunde Rodings bauten die Anlage des Kalksandsteinwerks im Modell nach.

Ausstellung im November

Es konnte am Ende im ehemaligen Bürogebäude des Werks besichtigt werden. Es ist ein Teil der 40 Meter langen Modulanlage, die die Modellfreunde im Herbst der Bevölkerung zeigen. Die Modulanlage mit rund 40 Meter Länge und das Modul Bahnhof Roding – Originalnachbau – sowie weitere Gastanlagen und Dioramen sind am 17./18. November in der Dreifachturnhalle im Rahmen der 12. Modelleisenbahnausstellung zu sehen. Das Industriedenkmal „Kalksandsteinwerk“ kann am Tag des offenen Denkmals am 2. Sonntag im September besichtigt werden. Auf Wunsch gibt es auch eigene Gruppenführungen. Auskunft/Anmeldung zu eigenen Gruppenführungen erteilt Kellermeier, 01 71/367 33 42. (rjm)

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