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Region Cham
Mittwoch, 26. September 2018 16° 1

Ausstellung

„Modern, manchmal auch ein bisserl frech“

Ingrid Heiduk aus Furth im Wald präsentiert im Rahmen des Kunstforums im Foyer der Spielbank ihre Hut-Kreationen.

Stefanie Heiduk führte in die Ausstellung ihre Mutter Ingrid ein. Foto: kht
Stefanie Heiduk führte in die Ausstellung ihre Mutter Ingrid ein. Foto: kht

Bad Kötzting.. „Um Träume zu leben, ist es nie zu spät“, sagte Stefanie Heiduk am Sonntagabend in der Spielbank. Mit ihrem Schlusssatz zur Einführung in die Vernissage ihrer Mutter Ingrid umschrieb sie die Neigung ihrer Mutter, künstlerisch tätig zu werden. Diese Leidenschaft wurde unterbrochen durch das Familien- und Arbeitsleben. Erst nach dieser Zeit widmete sich Ingrid Heiduk wieder ihrem Hobby und zeige interessante Werke dazu in der Spielbank.

Klaus Schleicher konnte zur Vernissage, die von Ferry Baierl und Reinhold Graßl musikalisch begleitet wurde, etliche Gäste begrüßen. „Ella Trachtenhüte – der passende Hut zum Dirndl“, lautete die Überschrift zur Ausstellung, in der eine ungewöhnlich komprimierte Form der Darstellung und die Differenziertheit zur Trachtenhutmode eindrucksvoll zur Geltung kommt.

Die Exponate sind zierlich, trendig, modern, anlassbezogen und manchmal ein bisserl frech, wie Klaus Schleicher eingangs anmerkte. „Wenn eine Frau in Tracht ist und dazu den passenden Hut trägt, hat das schon etwas“, so der Spielbankdirektor auf die Ausstellung bezogen, die noch bis 22. April zugänglich ist.

„Handwerkliches Können wird hier mit Kreativität zu etwas besonderem vereint, nämlich, den passenden Hut zum Dirndl zu kreieren“, so Vizebürgermeister Wolfgang Pilz. In Furth im Wald fungierte Ingrid Heiduk über viele Jahre in der Anwaltskanzlei Mannes und brachte sich über 23 Jahre als Organisatorin, Ideengeberin und Gestalterin des Kinderdrachenstiches ehrenamtlich ein, so der stellvertretende Bürgermeister weiter, dessen Familie mit der Familie von Ingrid Heid seit Jahrzehnten befreundet ist. „Der Bekanntheitsgrad ist dadurch weit über die Grenzen von Furth im Wald angewachsen. Im Ruhestandsalter angekommen, war es Ingrid Heiduck ein Anliegen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, so dass sie sich mit ihrem handwerklichen Geschick und durch Fortbildungen in der Filzerei, gepaart mit künstlerischer Fähigkeit, einen exzellenten Namen als Hutmacherin im Filzdesign erwarb.

„Ihr Fazit ist es, heute Gleichgesinnte zu ermutigen, dass es nie zu spät ist, auch im Alter den Mut aufzubringen, etwas Neues zu wagen“, so Wolfgang Pilz schließend.

„Die Kreativität hat meine Mutter durch das ganze Leben begleitet“, so Stefanie Heiduk eingangs ihrer Einführung in die Ausstellung. Es sei letztendlich anders gekommen und erst nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben und dem Fortzug der Kinder, sei wieder die Zeit gekommen, sich der Hutmacherei zu widmen. Nach vielen Fortbildungen habe ihre Mutter dann einen eigenen Stil gefunden, der weit über die Grenzstadt hinaus bekannt wurde und Anerkennung fand. „Stylistinnen unterstützten dabei den Einzug in Modezeitschriften, um etwa Models ins rechte Bild zu rücken“, so Stefanie Heiduk.

„Was ist daran besonders“, fragte Stefanie Heiduk. Es seien individuell gefertigte, handproduzierte Stücke, wobei der Filz manuell gewalkt und über eigens gefertigte Formen gezogen werde. „Man sieht, wie viel Arbeit dahintersteckt“. (kht)

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